Sintra, Glorious Eden

Sempre gostara muito de Sintra! Logo ao entrar, os arvoredos escuros e murmurosos do Ramalhão lhe davam uma melancolia feliz! (Eça de Queiroz)

... auf der Straße nach Sintra, immer näher an Sintra, auf der Straße nach Sintra, immer ferner mir selbst (Fernando Pessoa)

Sehenswürdigkeiten in Sintra

Folgen wir vom Largo do Ramalhão der Avenida Conde de Sucena nach S. Pedro, stoßen wir rechter Hand auf ein seltsames Grabmal, das Anlass zu manchen Legenden gegeben hat.

Das Grabmal gehört ursprünglich auf den Friedhof des Leprosoriums von S. Pedro de Sintra, auf der anderen Straßenseite gelegen, dort, wo sich das Fußballstadion befindet. Und in der Tat war das Grabmal auch bis vor wenigen Jahren noch dort zu sehen. Erst seit 1976 wechselte es immer wieder seinen Platz, bis es endlich dort aufgestellt wurde, wo wir es heute sehen können.

Das Grab ist 1,70 Meter lang, 0,35 Meter breit und 0,20 Meter hoch. An seiner Stirnseite erhebt sich eine von einem Kreuz gekrönte Säule. (Die Säule mit dem Kreuz ist nicht mehr die nicht originale.)

Auf dem Grab sind zwei ungewöhnliche kreisförmige Stelen angebracht. Als das Grab 1830 auf Anordnung von König D. Miguel geöffnet wurde, fand man nur ein einziges Skelett.

Spekuliert wird, dass es um das Grab eines Kreuzritters handele, der in Sintra im Kampf gegen die Mauren gefallen sei. Aber gab es in Sintra solche Kämpfe? Nach der Eroberung Lissabon jedenfalls ergab sich die Stadt kampflos.

Auch soll Bischof D. Luís de Coutinho hier begraben liegen, Bischov von Viseu (1439-1444), von Coimbra (1444-1452) und (das ist nicht gesichert) von Lissabon (1452-1454). Der Bischof sei an Lepra erkrankt, im Leprosorium von S. Pedro de Sintra verstorben und in diesem Grab bestattet worden. Aber Inidzien gibt es auch für diese These nicht. Nicht einmal sicher ist, dass D. Luís de Coutinho überhaupt in Sintra den Tod fand.

Die Legende von den zwei Brüdern wurde von D. João da Câmara überliefert.

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Túmulo dos Dois Irmãos D. Luís de Coutinho D. João da Câmara Lepra .

An der Rua Barbosa du Bocage, gegenüber der Quinta da Regaleira, befindet sich die Villa Roma.

Erbaut wurde die Villa Roma, von der aus sich eine herrlicher Blick bis an den Atlanik öffnet, Mitte des 19. Jhs. als Sommersitz (?) der Familie nach Plänen ihres Besitzers, Carlos Morato Roma (director do tesouro público).

(Gemeinsam mit seiner Frau lebte er nach seiner Hochzeit bis zur Fertigstellung der Villa Roma auf Quinta Velha.)

Carlos Morato Roma starb 1862.

In der Villa lebten neben Carlos Morato Roma einige berühmte Männer der portugiesischen Politik, darunter José Vicente Barbosa du Bocage, General Carlos Roma du Bocage, der in den letzten Jahren seines Lebens noch Außenminister unter König D. Manuel II. war und António Maria Barbosa, Hofarzt und Mitglied der Königlichen Akademie der Wissenschaften (Academia Real da Ciências).

Die Villa Roma befindet sich heute immer noch im Besitz der Erben des Erbauers.

Als Innenarchitekt wurde vermutlich Jean Pillement herangezogen, der Maler und Stukkateur, der in Seteais das Anwesen der Familie Marialva restauriert hatte; außerdem war Jean Pillement an der Quinta do Relógio beschäftigt, die zu dieser Zeit Henrique Pinto da Fonseca gehörte, wegen seines Reichtums mit dem Spitznamen Monte Christo betitel, hatte er doch in Brasilien mit Sklavenhandel ein riesiges Vermögen gemacht.

Das Haus liegt, anders als so viele Quintas in Sintra, nicht im Verborgenen, sondern unmittelbar an der Straße nach Colares. (Caminho de Pizões).

Und nicht nur die Leute aus Sintra passierten auf dem Weg nach Colares das Anwesen, dessen Patio sich direkt zur Straße öffnet, sondern auch König D. Fernando war des Öfteren bei Carlos Morato Roma und Dr. José do Bocage zu Gast. König D. Luíz machte in Begleitung der Königin und Prinzen auf dem Weg vom Palácio da Vila an der Villa Roma Halt. Andere Gäste des Hauses waren Latino Coelho und Alexandre Herculano.

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Jean Pillement Carlos Morato Roma José Vicente Barbosa du Bocage Villa Roma .

An der Kreuzung der Straßen nach Estefánia und zum Fonte de Sabuga hat der Lissabonner Geschäftsmann António Lopes Ferreira dos Anjos nach Plänen des italienischen Architekten José Cinatti einen Palast errichten lassen.

Die Arbeiten begannen 1877, zu spät, als dass António Lopes Ferreira dos Anjos ihren Abschluss hätte erleben können. Am 31 oktober 1879 starb der Lissabonner Geschäftsmann.

Das Erbe - zu dem auch der Besitz der gesamten Duche gehörte - fiel an seine Tochter, die Condessa de Valenças.

Von 1939 bis 2003 befand sich im Palácio de Valenças die Stadtbibliothek Sintras.

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Palácio de Valenças José Cinatti António Lopes Ferreira dos Anjos .

Besitzer des Hotels Victor war Victor Sassetti, der sein Landhaus in Sintra, die Quinta da Amizade, nach Plänen von Luigi Manini errichten ließ.

Auch vom Hotel Victor aus konnte man einen Ausritt mit dem Esel nach Pena unternehmen.

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Victor Sassetti Hotel Victor .

Architekt des Gebäudes und für die Gärten verantwortlich war - im Auftrag von Victor Sassetti - Luigi Manini.

2004 hat die Stadt Sintra das Anwesen erworben.

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Quinta da Amizade Vila Sassetti Luigi Manini Victor Sassetti .

Um den Schandpfahl herum parken heute meist Autos.

Pelourinho - Colares

Pelourinho - Colares - Cazellas

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Pelourinho .

Direkt am Fonte de Sabuga befindet sich das Portal zur Quinta do Marechal de Saldanha.

Auch die anliegende Straße, im Volksmund noch als Estrade de Sabuga bekannt, wurde später nach dem berühmten Feldmarschall João Carlos Gregório Domingues Francisco de Saldanha (1790-1876), Enkel mütterlicherseits des Marquês de Pombal, benannt, der auf seiner Quinta in Sintra einen guten Teil seines bewegten Lebens verbrachte.

Duque de Saldanha - Porträt

Seit 1820 hielt sich der Duque Saldanha des Öfteren in Sintra auf; zu dieser Zeit versammlte sich der Hof noch regelmäßig in Sintra, aber auch die Schönheit dieser Gegend hat ihn angezogen.

1830 gab der Duque de Saldanha am Caminho de Arrabalde den Bau eines Landhauses mit Kapelle in Auftrag, auf dem dicht bewachsenen Gelände eines Anwesens am Fuße des Castelo dos Mouros.

1834/35 ließ der Duque de Saldanha verschiedene Ausbesserungsarbeiten an seinem Sommersitz durchführen. Unmittelbar an der Straße ließ er für seine Mutter ein kurioses halbkreisförmiges Gebäude errichten, das heute als "Casa Italiana" bekannt ist.

Der Sommersitz folgt einem L-förmigen Grundriss, die einfache Fassade passt durchaus, vor allem was die Anordnung der Fenster und die Dachkonstruktion angeht, zur ländlichen Architektur der Region. Es sind aber auch die typischen neo-gotischen Elemente dieser (romantischen) Zeit erkennbar: gotische Spitzbogenfenster, eine Säulenhalle im mittelalterlichen Stil, gekrönt von einem Balkon mit diesem Geschmack entsprechender Brüstung.

Auch im Inneren finden sich mittelalterliche und moderne Elemente. Die Decken der Hauptsäale sind mit Fresken verziert, die mittelalterliche Themen zitieren, aber auch klassizistische und romantische Einflüsse aufweisen.

Die Kapelle ist fast unmerklich in den Westflügel des Gebäudes integriert. Hervorzuheben das manuelinische Portal, das aus dem Kloster Penha Longa stammt.

Auf dem Gelände der Quinta befindet sich ein verstecktes, aber spektakuläres Monument, in dem sich die religiöse Überzeugung des Duque de Saldanha widerspiegelt. Erst 1870 ließ es der Feldmarschall errichten.

Quinta do Duque de Saldanha - Monumento da Fá

Auf den ersten Blick ein Mausoleum, wird diese Säule von einer Allegorie des Glaubens gekrönt. Zwei identische Inschriften auf der südlichen und westlichen Seite des Monuments sollen das Bekenntnisse seines Glaubens festhalten, in dem das Vaterland die Pointe tradtioneller Gottesliebe zu sein scheint.

O AMOR DE DEUS
DO QUAL NASCE
O AMOR DA FAMILIA
DO QUAL DERIVA
O AMOR DA PÁTRIA
HE SÓ
O QUE PODE ASSEGURAR-NOS
A FELICIDADE NA TERRA
NO CEU A BEM AVENTURANÇA

Die Liebe Gottes
aus der geboren wird
die Liebe der Familie
aus der entspringt
die Liebe des Vaterlandes
ist alles
worauf wir bauen können
das Glück auf der Erde
im Himmel ein glückliches Los (?)

Zur Zeit des Duque de Saldanha war die Quinta ein Teffpunkt des aristokratischen Sintras, der politischen und literarischen Prominenz. Heute, so heißt es schon in einem Artikel der Revista Oriente aus dem Jahr 1895, ist die Quinta fast völlig verlassen. Und daran hat sich in den letzten einhundert Jahren nicht viel geändert, vom alten Glanz ist nicht viel geblieben. Das Portal an der Rua do Marechal Saldanha ist heute ein scheußlich grünes Sicherheitstor, das Neugierde beim Passanten gar nicht erst aufkommen lassen soll.

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Quinta do Duque de Saldanha Duque de Saldanha Romantik .

1895 (?) wurde der neue Markt in Sintra eröffnet.

Das neue und für die Zeit recht moderne Gebäude lag hinter dem Königspalast, abseits von Sintras altem Zentrum; es scheint, als hätte schon damals eine gewisse Verlegenheit bestanden, welcher Ort dem Handel eingeräumt werden und welche Rolle modernere Architektur spielen sollte.

(Vielleicht kann mit dem Bau des neuen Marktes jener Moment festgehalten werden, in dem das Stadtzentrum sich vollends selbst historisch, zur Altstadt und zur touristischen Bühne wird.)

Der alte Markt musste verschwinden.

(Ein zeitgenössischer Bericht merkt an, dass, stünde die Maurenburg nicht unter königlicher Aufsicht, wohl auch deren Mauern um der Verschönerung der Serra de Sintra willen geschliffen würden.)

Der alte Markt, umittelbar gegenüber vom Gefängnis der Stadt Sintra gelegen, bot ein fast antikes Schauspiel. Die Händler boten ihre Waren unter einer Säulenhalle (alpendre) feil.

Die Gesimsplatten waren mit zwei Schilden versehen, deren Inschriften im Lauf der Zeit fast völlig unleserlich geworden waren.

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Alpendrada do Mercado .

Die Quinta da Regaleira ist das Paradies der Esoteriker. Jeder Stein ist mit Bedeutung aufgeladen, kein Ort, der kein Mysterium birgt.

Wer das Tor zur Quinta passiert, sollt sich von der Welt des Profanen verabschieden. Gärten, Brunne, Grotten und die Kapelle bilden ein symbolisches (Weg-)Netz, eine Initiationslandschaft, in welcher der Adept aus der Tiefe ans Licht gerettet wird.

Die Fado-Sägerin Mariza hat hier ihr Video zum Lied Cavaleiro Monge aufgenommen, dessen Text von Fernando Pessoa stammt.

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Mariza Quinta da Regaleira Fernando Pessoa .

Ein seltsamer Ort, dieser Hügel, einen guten halben Kilometer außerhalb von Janas gelegen, und diese Kirche, die so ganz aus dem traditionellen Rahmen portugiesischer Baukunst fällt.

Und je mythischer ein Ort geladen ist, desto konzentrierter sollten wir ihn betreten.

Zahlreiche Spuren aus römischer Zeit wurden hier gefunden.

Die Entstehungszeit der Kirche ist nicht sicher bekannt, wahrscheinlich stammt der erste Bau vom Ende des 16. Jhs.

Allerdings wurde das christliche Gotteshaus vermutlich auf einem römischen, der Diana geweihten Tempel errichtet. Auf diese Weise wäre auch der Bestand des im Inneren der Kirche erhaltenen Podiums zu erklären.

Die Kirche hat einen runden Grundriss und wird von einer Säulenhalle umgeben. Ein Bildnis aus dem 16. Jh.

Die Kirche S. Mamede ist Zentrum eines sehr alten Kultes. Unter dem Schutz des Heiligen findet eine Rindertaufe statt.

S. Mamede wie Diana waren Schutzgottheiten der Tiere. Zeitlich liegen die Feierlichkeiten zu Ehren des S. Mamede denen der römischen Göttin Diana nahe.

Noch bis vor einigen Jahre, so der Visconde de Jerumenha 1873, betraten die Tiere das Heiligtum, nicht anders als während der Diana geweihten Kulten.

Der Visconde de Jerumenha vermutet in seinem Reiseführer (1838) Cintra Pinturesca, dass Jannas seinen Name vermutlich von einem dem Gott Janus geweihten Tempel in der Gegend erhalten hat. Vielleicht hätte sich dieser Tempel sogar an diesem Ort befunden.

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S. Mamede Janus Diana .

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