Sintra, Glorious Eden

Sempre gostara muito de Sintra! Logo ao entrar, os arvoredos escuros e murmurosos do Ramalhão lhe davam uma melancolia feliz! (Eça de Queiroz)

... auf der Straße nach Sintra, immer näher an Sintra, auf der Straße nach Sintra, immer ferner mir selbst (Fernando Pessoa)

Notizen aus Sintra

Alle A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z Weitere

Text von Miguel Esteves Cardoso im Público (21. August 2012).

Não tenho férias. É Agosto. As minhas férias são fingir que ninguém me vai ler e que, por isso, posso escrever sobre as coisas mais vizinhas e menos interessantes. A quantos portugueses interessará saber que o eléctrico que vai de Sintra à Praia das Maçãs recomeçou, após anos de desespero e de desculpas, no dia prometido pela Câmara, dia 15? Como é um veículo que passa à frente da minha casa, sou, logo à partida, um sujeito informado. A notícia no Público do dia 15 apenas confirmou o que eu tinha já visto no dia 14: uma estranha sensação. Como sempre, confio mais no que os meus olhos lêem do que no que vêem. O que vêem é sempre discutível e incompleto. Não é como se nem sequer tivesse acontecido; mas anda longe daí. No dia 14, vi passar o eléctrico duas vezes. Estava cheio de homens de fato e gravata; preocupados. Não posso garantir que lá estivesse o benfiquista Seara, mas creio que o vi, com aquela sorumbática esperança que nos caracteriza no século XXI, que é ansiar pela reconfortante certeza que vamos perder, para podermos ir para casa chorar. Duas vezes disse adeus aos fatos. Da primeira ninguém me respondeu. Perdoei. Ofenderam-se com tê-los confundido com passageiros. Compreendo. Como eu os compreendo, Santo Deus. Mas da segunda vez, quando buzinei (pela primeira vez na vida), o maquinista levantou a mão, como quem diz:”Noto o teu entusiasmo infantil.Mas deixa de ser tão piroso; está bem?” E sabem que mais ? Deixei.

Zu diesem Artikel gibt es keine Kommentare .

Unter den folgenden Schlagworten finden Sie weitere Informationen zu diesem Thema:
Straßenbahn Miguel Esteves Cardoso .

Die Igreja Matriz de Colares wurde am 13. März als Immobilie öffentlichen Interesses klassifiziert.

Begründet wird die Aufnahme in diesen Katalog schützenswerter Bauwerke von nationalem Interesse auch durch die architektonische Gestaltung der Kirche im urbanen und landschaftlichen Raum.

Zu diesem Artikel gibt es keine Kommentare .

Unter den folgenden Schlagworten finden Sie weitere Informationen zu diesem Thema:
Igreja Matriz de Colares .

Seit dem 10. März gibt es ein neues Besucherzentrum im Castelo dos Mouros in Sintra.

Ausgestellt werden Funde zur Archäologie und Kulturgeschichte, die bis 5000 v. Chr. reicht. Hier sind die ersten Spuren menschlicher Siedlungen in Sintra zu finden, die viel älter sind als die von den Mauren errichtete und später vom christlichen Portugal zurückeroberte Burg.

Zu diesem Artikel gibt es keine Kommentare .

Unter den folgenden Schlagworten finden Sie weitere Informationen zu diesem Thema:
Castelo dos Mouros .

Zu Mariä Himmelfahrt gibt es am 14. und 15. August in Colares zahlreiche Konzerte und Veranstaltungen. (Leider fehlt mir gerade die Zeit, die Hinweise zu übersetzen.)

14. August

19:00H – Abertura do Arraial
21:30H – Procissão dos Oragos, saída da Várzea de Colares e acompanhada pela Fanfarra dos B.V. Colares
22:30H – Concerto pela Orquestra Ligeira da S.R.M. Almoçageme

15. August

15:00H – Abertura do Arraial
15:30H – Celebração da Eucaristia, pelo Pároco, Padre José António Silva na Igreja Paroquial, seguida de Procissão
18:30H – Concerto pela Banda dos B.V. Colares
20:00H – Rancho Folclórico dos Recreios da Venda Seca
21:30H – Concerto com o Grupo Arde Coro – na Igreja Paroquial
23:30H – Baile com o conjunto musical Duo José Alegre

Zu diesem Artikel gibt es keine Kommentare .

Unter den folgenden Schlagworten finden Sie weitere Informationen zu diesem Thema:
Mariä Himmelfahrt .

1929 fand die 2. Exposição de Sintra 1929 im Jardim da Correnteza statt, eine Weltausstellung im Kleinen.

2. Exposição de Sintra 1929 - Piriquita

2. Exposição de Sintra 1929 - Azenhas do Mar

2. Exposição de Sintra 1929 - Visconde Salreu

2. Exposição de Sintra 1929 - Matilde

Zu diesem Artikel gibt es keine Kommentare .

Unter den folgenden Schlagworten finden Sie weitere Informationen zu diesem Thema:
Exposição de Sintra Messen .

Die UNESCO hat zu einem besseren Schutz einzigartiger Kultur- und Naturstätten weltweit aufgerufen. Es müsse gewährleistet werden, dass diese auch künftigen Generationen erhalten bleiben, hieß es zum Auftakt der 33. Sitzung (vom 22. bis 30. Juni 2009) des UNESCO-Welterbekomitees in Sevilla.

Dem Dresdner Elbtal droht wegen des Baus der Waldschlößchenbrücke die Aberkennung des Welterbetitels - eine solche Entscheidung gab es zuvor erst einmal in der UNESCO-Geschichte. Für das Wattenmeer kann dagegen auf die Auszeichnung gehofft werden - es wäre die erste deutsche Naturlandschaft auf der Liste. Über die Vergabe entscheiden Vertreter aus 21 Ländern. Deutschland ist nicht darunter.

Sintras Kulturlandschaft wurde 2001 mit dem Weltkulurerbetitel ausgezeichnet.

Ich kenne die Tagesordnung nicht, wünschte mir aber, dass zum Theme Sintra die folgenden Punkte in Sevilla diskutiert würden, die zum Teil schon 2006, beim letzten Besuch des Komitees als kritisch erachtet wurden:

  • die Kulturlandschaft wird in Flächennutzunsplänen faktisch nicht respektiert
  • die geforderte unabhängige Task Force wurde noch immer nicht eingerichtet
  • es gibt keine Konzepte, wie dem urbanen Druck auf die Kulturlandschaft Sintras begegnet werden soll (Plano de Groer und PDM)

Außerdem finde ich bedenklich, dass ein Teil des Weltkulturerbes sich in Privatbesitz befindet und nicht öfffentlich zugänglich ist. Denn wir sind schließlich die Erben.

Hintergrund: Schutz des Kultur- und Naturerbes der Welt

Die UNESCO hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Kultur- und Naturgüter der Menschheit, die einen "außergewöhnlich universellen Wert" besitzen, zu erhalten.

1972 hat die UNESCO das "Internationale Übereinkommen zum Schutz des Kultur- und Naturerbes der Welt" verabschiedet. Inzwischen haben es 186 Staaten unterzeichnet. Es ist das international bedeutendste Instrument, das jemals von der Völkergemeinschaft zum Schutz ihres kulturellen und natürlichen Erbes beschlossen wurde. 878 Stätten weltweit sind auf der UNESCO-Liste des Welterbes verzeichnet. Deutschland ist auf der Liste mit 33 Welterbestätten vertreten.

Weltkulturerbe (UNESCO) in Portugal

Die folgenden Werke, Bauten, Orte und (Kultur-)Landschaften Portugals wurden als Weltkulturerbe klassifiziert:

  • Stadtzentrum von Angra do Heroísmo auf der Azoren-Insel Terceira (K/1983)
  • Hieronymuskloster und Turm von Belém in Lissabon (K/1983)
  • Kloster Batalha (K/1983)
  • Christuskloster in Tomar (K/1983)
  • Historisches Zentrum von Evora (K/1986)
  • Kloster Alcobaça (K/1989)
  • Kulturlandschaft Sintra (K/1995)
  • Historisches Zentrum von Porto (K/1996)
  • Prähistorische Felsritzungen im Tal von Côa (K/1998)
  • Lorbeerwald "Laurisilva" von Madeira (N/1999)
  • Weinregion Alto Douro (K/2001)
  • Historisches Zentrum von Guimarães (K/2001)
  • Weinbaukultur der Insel Pico (K/2004)

Zu diesem Artikel gibt es keine Kommentare .

Unter den folgenden Schlagworten finden Sie weitere Informationen zu diesem Thema:
Weltkulturerbe UNESCO .

Sintra war 2005 nach Lissabon der bevölkerungsreichste Bezirk (concelho) des Landes. Während Lissabon 519 795 Einwohner zählte mit einer Dichte von 6134 Menschen pro Quadratkilometer, wies in Sintra 419.000 Einwohner auf.

Es folgten Vila Nova de Gaia mit 304.000 und Porto mit 233.000 Einwohnern.

Zu diesem Artikel gibt es keine Kommentare .

Unter den folgenden Schlagworten finden Sie weitere Informationen zu diesem Thema:
Einwohnerzahl .

Mehr als 500.000 Euro sollen in Sintra investiert werden - und in den Erhalt und die touristische Erschließung der Kulturlandschaft fließen.

Die Mittel sind im "Programa de Intervenção do Turismo" vorgesehen, das unter Leitung des Staatssekretärs für Tourismus, Bernardo Trindade, ausgearbeitet wurde, und kommen in erster Linie dem Palast und Park von Pena, Monserrate, dem Castelo dos Mouros, Capuchos und verschiedene Tapadas zu Gute.

Außerdem sind Maßnahmen geplant, um Besucherströme besser zu regulieren und den Autoverkehr in den Griff zu bekommen, vor allem wildes Parken ist bekanntlich ein Problem.

Für den Palast von Pena werden nächtliche Besuche geplant, Besuchern sollen multimediale Informationsmöglichkeit zur Verfügung stehen.

Das alles hat seinen Preis: in Parks und Gebäuden sollen Systeme für die Videoüberwachung eingerichtet werden.

Zu diesem Artikel gibt es keine Kommentare .

Unter den folgenden Schlagworten finden Sie weitere Informationen zu diesem Thema:
Tourismus Weltkulturerbe .

Alfredo Keil hat die Musik der portugiesischen Nationalhymne komponiert, der Text stammt von Henrique Lopes de Mendonça.

Heróis do mar, nobre povo,
Nação valente e imortal,
Levantai hoje de novo
O esplendor de Portugal!
Entre as brumas da memória,
Ó Pátria sente-se a voz
Dos teus egrégios avós,
Que há-de guiar-te à vitória!

Às armas, às armas!
Sobre a terra, sobre o mar,
Às armas, às armas!
Pela Pátria lutar!
Contra os canhões marchar, marchar!

Desfralda a invicta Bandeira,
À luz viva do teu céu!
Brade a Europa à terra inteira:
Portugal não pereceu
Beija o solo teu jucundo
O Oceano, a rugir d’amor,
E teu braço vencedor
Deu mundos novos ao Mundo!

Às armas, às armas!
Sobre a terra, sobre o mar,
Às armas, às armas!
Pela Pátria lutar!
Contra os canhões marchar, marchar!

Saudai o Sol que desponta
Sobre um ridente porvir;
Seja o eco de uma afronta
O sinal do ressurgir.
Raios dessa aurora forte
São como beijos de mãe,
Que nos guardam, nos sustêm,
Contra as injúrias da sorte.

Às armas, às armas!
Sobre a terra, sobre o mar,
Às armas, às armas!
Pela Pátria lutar!
Contra os canhões marchar, marchar!

Die Portugiesische

Helden des Meeres, edles Volk,
Tapfere, unsterbliche Nation,
Richtet heute wieder auf
Die Pracht Portugals!
Aus den Nebeln der Erinnerung,
O Vaterland, ertönt die Stimme
Deiner ehrwürdigen Vorväter,
Die Dich zum Siege führen wird!

Zu den Waffen, zu den Waffen!
Über Land und über See,
Zu den Waffen, zu den Waffen!
Für das Vaterland kämpfen,
Gegen die Kanonen marschieren, marschieren!

Hisse die unbesiegte Flagge
Im lebendigen Licht Deines Himmels!
Rufe es Europa, der ganzen Welt zu:
Portugal ist nicht untergegangen!
Küsse den Boden, deinen heiteren.
Der Ozean, tosend von Liebe,
Und Dein siegreicher Arm
Hat neue Welten der Welt geschenkt!

Zu den Waffen, zu den Waffen!
Über Land und über See,
Zu den Waffen, zu den Waffen!
Für das Vaterland kämpfen,
Gegen die Kanonen marschieren, marschieren!

Grüßt die Sonne, die aufgeht
Über einer lachenden Zukunft;
Sei das Echo einer Beleidigung
Das Signal des Neubeginns.
Die Strahlen dieser kraftvollen Dämmerung
Sind wie die Küsse der Mutter,
Die uns schützen, uns stützen,
Gegen die Ungerechtigkeiten des Glücks.

Zu den Waffen, zu den Waffen!
Über Land und über See,
Zu den Waffen, zu den Waffen!
Für das Vaterland kämpfen,
Gegen die Kanonen marschieren, marschieren!

Zu diesem Artikel gibt es keine Kommentare .

Unter den folgenden Schlagworten finden Sie weitere Informationen zu diesem Thema:
Alfredo Keil Henrique Lopes de Mendonça A Portuguesa .

Von den siebzig Strophen des Gedichts widmet der Autor die Strophen 12, 13 und 14 dem Convento dos Capuchos, beschwört mit dem Traum des Dom João de Castro die Legende seiner Gründung und den Ruhm dieser Familie, die ihren Sitz in Penha Verde hat.

12
Vê agora sem arte e sem estudo
Sem planta, medição, engenho, e risco
A Caza de Francisco,
O recinto, o portal, a Igreja, e tudo
Duros penedos são aprovesitados
Alli pela mão próvida espalhados.

13
O forte insigne Castro o vio em mente
N'um dia andando á caça n'estas brenhas
Huma Cruz sobre as penhas,
Diviza, observa, e adora promptamente,
Sentio-se penetrado, e commovido,
Assim foi o Convento concebido.

14
O seu Filho D. Alvaro de Castro
Heróe, filho de Heróe, nobre, e devoto
Cumprio, e deo com o voto
Aos Campos nova luz, á Serra hum Astro;
Ainda o Successor he Padroeiro,
Dos bens não só, mas da Piedade Herdeiro.

Zu diesem Artikel gibt es keine Kommentare .

Unter den folgenden Schlagworten finden Sie weitere Informationen zu diesem Thema:
Convento dos Capuchos Ricardo Raimundo Nogueira .

Am 27. März 2007 wurde in Quinta das Sequóias das „Protocolo de Valorização Energética da Biomassa“ unterzeichnet, das vorsieht, die bei der Säuberung der Serra de Sintra gesammelten natürlichen Ressoucen für die Energieproduktion zu verwenden.

Die Säuberungsmaßnahmen werden zur Verhinderung von Waldbränden durchgeführt.

Zu diesem Artikel gibt es keine Kommentare .

Unter den folgenden Schlagworten finden Sie weitere Informationen zu diesem Thema:
Protocolo de Valorização Energética da Biomassa .

Das Convento dos Capuchos war keine Einsiedelei weltfremder Mönche. Dieser romantische Aspekt hat sich erst parallel zum Verfall des Klosters aus seinem (Traum-)Bild entwickelt. Auch Kapuziner waren in politische Intrigen verstrickt, und vielleicht war auch das Kloster in der Serra de Sintra ein Agentennest.

François-Joseph Leclerc du Tremblay (1577 - 1638), genannt Père Joseph, die graue Eminenz Kardinal Richelieus, unterhielt geheime Informantennetzte von Kapuzinermönchen, die ihn über die Situation in den befestigten Orten der Hugenotten umterrichteten. Als König Ludwig XIII. im Herbst und Winter 1620 gegen die Hugenotten des Béarn einen Feldzug unternahm, konnte der Pater ihn über die politisch-militärische Lage aufklären. Auch in La Rochelle, dem wichtigsten befestigten Ort der französischen Calvinisten, unterhielt Joseph seit fünfzehn Jahren ein Netz von Informanten, die ihn über alle wichtigen Vorgänge in der Hafenstadt auf dem Laufenden hielten und die er gleichzeitig zu gezielter Desinformation der Eingeschlossenen zur Herabsetzung des Widerstandswillens nutzen konnte. An der Belagerung La Rochelles 1627 war er also mehr als nur indirekt beteiligt. Der Beichtvater, Ratgeber und enger Mitarbeiter des Kardinals nutzte seine Beziehungen zu Ordensbrüdern in allen Teilen der Welt, um unter dem Vorwand der christlichen Mission über die innere Lage der verschiedenen Herrschaftsgebiete von England und Spanien, über die Vereinigten Niederlande und Deutschland, über Persien und Abessinien bis hin nach Kanada unterrichtet zu werden. In Memoranden unterbreitete Joseph Pläne für Handelsniederlassungen und den Aufbau einer französischen Flotte zur Schaffung von Kolonien. (Quelle: Wikipedia)

Das Convento dos Capuchos mit seinen engen Beziehungen zum Hof und am Rand der Sommerresidenz der portugiesischen Könige gelegen, war wie kaum ein anderer Ort geeignet, um die Lage im europäischen Westen zu sondieren.

Nicht nur die Delaforces sind eine alte Hugenottenfamilie, die 1685 vor religiöser Verfolgung aus Frankreich floh, nach Portugal gelangte und sich in Porto niederließ, wo fast zwei Jahrhunderte später George Henry Delaforce 1868 das gleichnamige Portweinhaus gründete.

Zu diesem Artikel gibt es keine Kommentare .

Unter den folgenden Schlagworten finden Sie weitere Informationen zu diesem Thema:
Convento dos Capuchos .

In einem unendlich traurigen Text im Público schreibt Miguel Esteves Cardoso über seine an Krebs sterbende Frau.

Zu diesem Artikel gibt es keine Kommentare .

Unter den folgenden Schlagworten finden Sie weitere Informationen zu diesem Thema:
Miguel Esteves Cardoso .

Die Familie Keil hat architektonisch ihre Spuren in Colares hinterlassen und ist dem Ort und der Landschaft, die Alfredo Keil so fasziniert hat, treu geblieben.

  • In Praia das Maçãs befindet sich die nach Keils Tochter benannte Vila Guida, eines der ältesten Häuser des Ortes.
  • Keil Sohn Luís hat in Eugaria sein Haus nach der bekanntesten Oper seines Vaters A Serrana genannt.
  • Keils Enkel, der Architekt Keil do Amaral, hat im Pinhal do Rodízio ein Haus für sich und seine Mutter Guida Keil bauen lassen.

Und noch immer lebt ein Teil der Familie Keil in Colares.

Bilder folgen demnächst ...

Zu diesem Artikel gibt es keine Kommentare .

Unter den folgenden Schlagworten finden Sie weitere Informationen zu diesem Thema:
Alfredo Keil Guida Keil Keil do Amaral Villa Guida .

Alfredo Keil ist vor allem bekannt als Komponist der portugiesischen Nationalhymne - darüber hinaus war der Portugiese deutscher Herkunft aber Maler, Schriftsteller, Fotograf und Sammler.

Alfredo Keils Vater, Johan Christian Keil, stammte aus Hannover. 1839 emigrierte Johan Christian Keil nach Lissabon und ließ sich als Schneider in der portugiesischen Hauptstadt nieder. Aus der Ehe mit der Elsässerin Maria Josefina Stellpflug ging Alfredo Christiano als erster Sohn hervor, 1850 im Palácio de Barcelinhos geboren.

Johan Christian Keil besaß zwei Geschäfte in der Rua Nova do Almada und avancierte bald zum königlichen Hofschneider. Zu seinen Kunden gehörten nicht nur Aristokratie und Großbürgertum Lissabons, sondern Keil hatte auch international einen ausgezeichneten Ruf. Zu einem beträchtlichen Vermögen gekommen, spekulierte er an der Börse und besaß zahlreiche Immobilien in der Hauptstadt.

Der Sohn Alfredo genoss alle Vorzüge einer großbürgerlichen Erziehung, zu der Reisen und renommierte Schulen gehörten.

Schon als Junge zeigte Keil sein außergewöhnliches musikalisches Talent. Mit zwölf Jahren komponierte sein erstes Stück mit dem Titel Pensée Musicale, das seiner Mutter gewidmet war.

Alfredo Keil besuchte das Colegio de Santo António in Lissabon. Schon 1858 hatte er Kontakte zu António Soller. Mit zehn Jahren wechselte Keil 1860 auf das Colégio Britânico in der Rua Vale de Pereiro. Vom berühmten ungarischen Pianisten Osca de La Cinna erhielt er Klavierunterricht.

1869 reiste Keil mit seinen Eltern durch Europa, besuchte Madrid, Paris, Genf und Zürich. In Nürnberg wurde er Stundent an der Königlichen Akademie der Schönen Künste. Als 1870 der Deutsch-Französischen Krieg ausbrach verließ Keil Nürnberg und kehrte nach Lissabon zurück.

Zurück in Lissabon erhielt Keil Lektionen in Malerei bei Miguel Luppi. Seine musikalischen Lehrer waren António Soares und Ernesto Vieira. Bei Joaquim Prieto lernte Keil zeichnen.

1878 wurde seine Ölgemälde Melancolia in Paris ausgezeichnet.

1876 heiratet Keil Cleyde Maria Margarida Cinatti, Tochter des berühmten Architekten und Bühnenbildners Giuseppe Luigi Cinatti. Das Ehepaar hatte vier Kinder, Joana, Paulo, Guida und Luís. Joana starb noch als Kind, Paulo war bei seinem Tod bereits erwachsen, aber ohne Kinder.

Guida studierte Schöne Künste und schrieb ein Werk über die spanische Autorin, Diplomatengattin und Gastgeberin mondäner Salons Carolina Coronado, poetisa romântica.

Später heiratete sie Francisco Coelho do Amaral. Der im April 1910 geborene Sohn Francisco Keil do Amaral, seine Ehefrau wurde die Malerin Maria Keil, wurde zum Stammvater einer ganzen Dynastie portugiesischer Architekten.

Der vierte Sohn, Luís, machte Karriere in den Kunstinstitutionen des Landes; unter anderem war er Direktor des Kutschenmuseums und Vizepräsident der Akademie der Schönen Künste. Mit seiner Frau und Tochter kam er 1947 bei einem Autounfall ums Leben.

Schon 1874 wurde Keil mit zwei Medaillen der Sociedade Promotora de Belas Artes (Gesellschaft zur Förderung der Schönen Künste) geehrt; weitere Auszeichnungen folgten in den nächsten Jahren, Anerkennung fanden vor allem die Gemälde Sesta und Meditação, ein Gemälde, das von König Luís erworben wurde.

1883 wurde im Theater Trinade die komische Oper in einem Akt Susana aufgeführt. 1884 schrieb Keil die Kantate Pátria., ein Jahr später das symphonische Gedicht Uma Caçada na Corte, 1886 folgten As Orientais.

Im März 1888 war Premiere der Oper Dona Branca, die Keil als vollen Erfolg verbuchen konnte, dreißig mal wurde das Werk im Teatro São Carlos aufgeführt, im nächsten Jahr sogar wiederholt.

1893 bringt Keil die Oper Irene in Turin heraus.

Keil korrespondierte mit Verdi und Massenet, der die Dona Branco überschwänglich lobte.

Zwischen 1895 und 1899 arbeitete Keil an der Oper Serrana, die den Untertitel Die Frau aus den Bergen trug. Im März 1899 wurde das Werk im Teatro São Carlos uraufgeführt.

Unvollendet blieben die Opern Índia, an der Keil parallel zur Gedenkfeier der Ankunft Vasco da Gamas in Indien arbeitete, und Simào Ruivo.

Keil schrieb Polkas, Fados, Walzer und Stücke für Klavier und Gesang. Sein malerisches Werk umfasst an die zweitausend Gemälde.

Zur Sammlung Keils gehören Werke von Luca Giordano und, so wird vermutet, sogar ein Brueghel. Seine Sammlung von etwas fünfhundert Musikinstrumenten wird heute vom Museu da Música in Lissabon beherbergt.

Als Autor trat Keil mit Erzählungen und Romanen hervor sowie mit Studien wie einer Kurzen Geschichte antiker und moderner Musikinstrumente (Breve História dos Instrumentos de Música Antigos e Modernos).

Am 4. Oktober 1907 starb Keil mit 57 Jahren in Hamburg an den Folgen eines chirurgischen Eingriffs.

Sein Grab befindet sich auf dem Lissabonner Friedhof Dos Prazeres. In Lissabon erinnert eine Gedenktafel auf dem Praça da Alegria an Alfedo Keil.

Zu diesem Artikel gibt es keine Kommentare .

Unter den folgenden Schlagworten finden Sie weitere Informationen zu diesem Thema:
Alfredo Keil Francisco Keil do Amaral Guida Keil .

Alfredo Keil, der seine Talente in den verschiedensten Aktiväten spielen ließ, hat in der Oper den angemessenen Raum seiner ästhetischen Sensibilität gefunden.

Im Spielraum der Oper konnte noch verbunden und in Beziehung gebracht werden, was sich in der Spezialisierung der Künste längst in Praktiken mit je eigenen Regeln differenziert hatte.

Wer also hätte berufener als Alfredo Keil sein können, für den Ruhm der Oper Wagners auch in Portugal zu sorgen.

Das Gesamtkunstwerk ist das Alibi des Dilettanten - und seit Wagner ist seine verführerische Aufgabe, die Fragmentarisierung in partielle Leidenschaften zu verwinden und die Brüche in der künstlerischen Aktivität zu heilen, so dass aus den vereinzelten Feldern der ästhetischen Subjektivität wieder ein Werk entstehen kann.

Der Dilettant ignoriert die Forderung des spezialisierten Profis sich in seiner Tätigkeit zu beschränken, um des Werkes willen die Vielfalt seiner Leidenschaften und Interessen zu opfern und nur auf einer Hochzeit zu tanzen. Eklektizismus ist der Name für diese Treue, die Kosten ihrer ungestillten Neugierde lassen sich in einem Werk beziffern, dass nie ganz fertig wird, sondern Projekt bleibt.

Allerdings war Keil nie Wagnerianer. Während seiner Lehrjahre an der Akademie der Schönen Künste in Nürnberg (1869-1870), zur Hochzeit des um Wagner installierten Kultes also, und später in München scheint der junge Maler dem Komponisten des Tristan gegenüber seltsam indifferent geblieben zu sein. Zwar begriff er sich zu dieser Zeit wohl keineswegs schon als Komponist, doch scheint die in Aussicht gestellte Vereinigung der künstlerischen Gattungen in Szene, Musik und Poesie der Oper ihn kalt gelassen zu haben.

Seine musikalische Ausbildung hat Keil, so sein Lehrer Ernesto Vieira in seinen 1914 veröffentlichten Erinnerungen, maßgeblich in Lissbon erhalten. Seinen Schüler beschreibt Vieria so:

Seine Lust zu produzieren war enorm, seine Phantasie durch keine Geduld gezügelt (...). Ich merkte, dass es für einen derartigen Schüler keine Unterrichtsmethoden geben konnte; um jeden Preis wollte er das Ende erreichen ohne den Anfang zu kennen, und als Kind war er von seinen Eltern so verwöhnt worden, dass er den Wünschen anderer gegenüber immer eigenwillig und aufsässig blieb (...). Und so schritt er regellos und mit Unterbrechungen fort, nicht weil es ihm an natürlichen Begabungen mangelte (die er im Übermaß besaß), sondern weil ihm eine feste Orientierung fehlte.

Wagner blieb Keil immer fremd, seine Vorliebe galt der italienisch-französischen Bühne, der Oper vor dem Sündenfall ihrer Modernisierung; verwandt fühlte er sich den "italianos da raça velha" und zugehörig der "velha escola da melodia" (Brief an Joaquim de Magalhães, Turin 1893).

Die (Vor-)Herrschaft dieser Rasse und Schule war aber längst nicht mehr selbstverständlich. Erst 1893, als Keil seine Irene in Turin zur Erstaufführung brachte, konnte Verdi, der bis dahin neue Erfolge nur noch im Ausland für sich verbuchen konnte, sein Comeback mit Otello feiern. Die italienische Oper stagnierte in ihrer Entwicklung und Wagners Einfluss wurde immer erfolgreicher.

Als Kompromissbildung und Öffnung zu aktuellen Formproblemen kann die neue französische Oper von Komponisten wie Meyerbeer, Offenbach und Bizet gelten.

Gegen die moderne Kultivierung der Oper setzte sich nicht nur in Lissabon das Konzept der Oper als Museum durch.

Mit der französischen Grand opéra (Faust, Carmen, Manon) kamen szenografische Effekte und dramatische Tableaus in Mode, große Chöre und Orchester, ausgedehntem Ballett und nicht zuletzt die Integration philosophischer Ideen und literarischer Vorlagen in die Konzeption des Bühnenwerks.

Auch in Lissabon wurde der Trend zur großen Oper sichtbar: Aida (1878), Carmen (1885) und Otello (1889) sind nur wenige Beispiele für die Attraktion neuer Bühnenformen.

1877 war Keil in Paris und von der Inszenierung des Le Roi de Lahore (30. Mai) fasziniert. Sein späteres (Opern-)Werk gewinnt in diesem Moment der französischen (Neu-)Gestaltung der italienischen Bühne an Kontur.

Das Teatro da Trindade war im Januar 1883 Schauplatz der Operette Susana, deren Libretto von Higino de Mendonça stammt.

Ein Jahr später, 1884, wurde in Lissabon die Real Academia de Amadores de Música gegründet, die Königliche Akademie der Musikliebhaber. An Keils Karriere war die neue Institution nicht unbeteiligt.

Beim Eröffnungskonzerte der Akademie am 8. Mai 1884 wurde die Kantate Prelúdio de Patrie! vorgestellt, ein Vorgeschmack auf die schließlich vor 4000 Zuschauern im Coliseu dos Recreios erfolgte Aufführung von Patrie.

Mit dieser Kantate stimmt Keil bereits auf den Marsch A Portugese ein, der später zur portugiesischen Nationalhymne werden sollte.

Als weitere (Vor-)Studien zu seiner ersten Oper können das Orchesterstück Uma caçada na corte (1884) und die Kantate As Orientais (1886) verstanden werden.

Am 10. März 1888 war Premiere von Keils Dona Branco im Theatro São Carlos in Lissabon. Das italienische Libretto (César Fereal) basiert auf dem Gedicht von Almeida Garrett, das der Oper, die bis ins Details ihrem Pariser Modell genügen wollte, auch ihren Titel gab. Die Bühnenbilder stammten wie bei allen Opern Keils von Luigi Manini.

Die Aufführung war ein so bemerkenswerter Erfolg des jungen Komponisten, dass sie in der folgenden Saison wiederholt wurde. Ihrem inszeniertem Anspruch nach maßlos und auch in der Dauer übertrieben, sah Vieria, Keils Lehrer, in der Oper den exzessiven Drang aufs große Ganze seines Schülers, der keine Harmonie der Form zu gewährleisten vermochte.

Im Mai 1888 war Keil wiederum in Paris und später in Italien, auf der Suche nach internationaler Anerkennung. Doch auf dem Musikmarkt waren die in Lissabon verdienten Lorbeeren wenig wert, die Zirkel der Manager und Impresarios blieben ihm verschlossen.

Die Oper Irene geht auf die von Almeida Garrett in seinen Viagens na Minha Terra (Reisen durch mein Land) überlieferte Legende der Santa Iria zurück, der Heiligen Irene. Das Libretto stammt wiederum aus der Hand von Fereal. Ihre erfolgreiche, in die Keil fast sein gesamtes Vermögen investierten musste, hatte die Oper in am 22. März 1893 am Königlichen Theater in Turin, wo zwei Monate zuvor Puccinis Manon große Begeisterung ausgelöst hatte.

Ers drei Jahre später, im Februar 1896, wurde Irene an der Lissaboner Oper aufgeführt. Auch hier besorgte Manini das Bühnenbild. Der Höhepunkt der Inszenierung war eine Ballettszene, in der Engel und Dämonen um die Seele der Protagonistin stritten.

Allerdings hatte sich zur Zeit der Lissabonner Premiere der Irene die Ästhetik der Oper gewandelt: die opera ballo hatte an Reputation verloren.

Für seine dritte Oper, Serrana, wählte Keil ein portugiesisches Libretto, das Henrique Lopes de Mendonça auf der Grundlage einer Erzählung von Camilo Castelo Branco verfasste. Mit dem folkloristischem Stoff, das Drama aus Eifersucht und Rache spielt in der pastoralen Beira, versuchte Keil der seit Beginn der neunziger Jahre herrschenden nationalistischen Stimmung auf der (Opern-)Bühne mit einer veristischen Inszenierung zu genügen. Mit dieser Oper sollte die Stunde des musikalischen Nationalismus schlagen und sich das Konzept einer nationalen Oper bewähren.

Die Uraufführung fand am 13. März 1899 in der Oper São Carlos in Lissabon statt, allerdings in italienischer Sprache. Der Sprachschatz Garretts und die Schönheit seiner Dichtung verwandelte sich in ein italienisches Libretto. Die erste nach mehr als einem Jahrhundert für das Teatro São Carlos geschriebene Oper in portugiesischer Sprache musste ins Italienische üebrsetzt werden, um überhaupt aufgeführt werden zu können (Mário Vieira de Carvalho).

Erst 1909 wurde die Oper im Teatro da Trindade auf Initiative von Afonso Taveira in portugiesischer Sprache inszeniert.

Alfredo Keils Serrana ist die einzige portugiesische Oper, die sich gegenwärtig noch im nationalen (internationalen?) Repertoire befindet.

Seine musikalische Leidenschaft hat Keil ruiniert:

Wenn ich etwas bedauere, dann, dass ich Musik gemacht habe, was mein Ruin war - diese Opern, eine Ambition, die mir schließlich nichts außer kurzlebigem Ruhm gebracht hat

Zu diesem Artikel gibt es keine Kommentare .

Unter den folgenden Schlagworten finden Sie weitere Informationen zu diesem Thema:
Alfredo Keil Ernesto Vieira .

In Praia das Maçãs wurde Alfredo Keils Vila Guida gerade restauriert. Und der Ort hat seinen vermutlich berühmtesten Einwohner mit einer Straße geehrte, der Rua Alfredo Keil im Bairro dos Afoitos. Die Straße verläuft von der Avenida do Atlântico bis zur Rua dos Afoitos. Außerdem geht die Travessa do Alfredo Keil von der Rua do Alfredo Keil als Sackgasse ab.

Zu diesem Artikel gibt es keine Kommentare .

Unter den folgenden Schlagworten finden Sie weitere Informationen zu diesem Thema:
Alfredo Keil .

Für 100.000 Euros scheint man ein Haus kaufen zu können, in dem Alfredo Keil Ende des 19. Jahrhunderts gelebt haben soll.

Stimmen die

  • Angaben des Maklers
  • , dann wurde in dem Haus in Carril die spätere Nationalhymne A Portuguesa zum ersten Mal gespielt und gesungen.

    Zu diesem Artikel gibt es keine Kommentare .

    Unter den folgenden Schlagworten finden Sie weitere Informationen zu diesem Thema:
    Alfredo Keil .

    Bekannt geworden ist Alfredo Keil als Komponist der portugiesischen Nationalhymne A Portuguesa.

    Als Reaktion auf das Britische Ultimatum im Januar 1890 geschrieben, ist das Lied, das formal sehr deutlich an die Marseillaise erinnert, ein Stück politischer Rhetorik, ein Versuch, den patriotischen Enthusiasmus in der Musik zu konservieren.

    Noch unmittelbar in diesem heißen Januar hatte Keil das Lied komponiert; Henrique Lopes de Mendonça verfasste im Haus des Komponisten den Text, in „intimen Einverständnis mit Keil“, wie sich der Autor im Herbst 1910 in einem Zeitungsartikel erinnern sollte.

    Das Ultimatum, das der englische Botschafter in Lissabon am 11. Januar stellte, verlangte den unmittelbaren Rückzug der portugiesisischen Expeditionstruppen aus den von England beanspruchten Gebieten in Ostafrika. Und das Ultimatum hatte Erfolg. Die Folge waren politische Unruhen in Portugal, darunter der erste republikanische Aufstand am 31. Januar 1891 in Porto.

    Keil hatte prompt auf die politischen Ereignisse reagiert und seine Komposition nicht nur äußerst schnell abgeschlossen, sondern sorgte auch mit einem Druck in hoher Auflage für ihre Verbreitung; ganz ähnlich hat er später als geschickter Stratege den Kult um die Nossa Senhora da Vila Nova da Praia in Praia das Maçãs zu popularisieren gewusst.

    Flugblätter, Zeitungsartikel und mit dem Lied beschriftete Fächer kursierten bald im ganzen Land, aus dem Lied war ein Hit geworden. Auf dem Grande Concerte Patriótico, dem Großen Patriotischen Konzert, das am 29. März 1890 im Theater S. Carlos stattfand, empfing der nationale Schlager seine öffentliche Weihe; die Primadonna gab den Ton vor, ein durch Studenten der Hauptstadt verstärkter Chor stimmte ein.

    Der Song kam offensichtlich beim Volk an, und auch bei der Politik, so dass sich Keil, der seine vollständige Distanz von politischen Angelegenheiten betonte, schnell über die politische Instrumentalisierung des Liedes beklagte, das als spontaner Aufschrei des Volkes und Aufnahme patriotischer Erweckung gedacht war. Die nationale Erregung sollte nicht nicht durch das politische Gezänk verstimmt werden.

    Vor der Revolution war die Aufführung des Marsches verboten.

    Vorgeschichte

    Nationalhymnen sind bügerliche Erfindungen und als solche der musikalische Sountrack zum Nationalstaat des 19. Jahrhunderts. Ihre Durchsetzung geht einher mit der ideologischen und kulturellen Abdankung der europäischen Monarchien. In Portugal wird das besonders deutlich.

    Seit 1826 kennt man in Portugal eine Hymno Patriótico.

    Am 13. Mai 1809 wurde die Kantate La Speranza o sia L'Augurio Felice von Antonio Marcos im Teatro São Carlos in Lissabon uraufgeführt. Anlass dieser Premiere war der Geburtstag des Prinzregenten Dom João, der sich allerdings zusammen mit Hof und Regierung im brasilianischen Exil befand.

    Als der König nach Portugal zurückgekehrt war, verfasste der Autor des Stücks einen Text und vertonte ihn nach Vorgabe der populären Kantate. Nachdem am 22. September 1822 die Constituição Liberal Portuguesa vom König unterzeichnet wurde, konnte das neue Stück als Hymno Imperial e Constitucional der Verfassung gewidmet werden.

    Unter Dom Pedro IV. wurde die Hymne offiziell zur Hymno da Carta und so zur musikalischen Repräsentation der Monarchie.

    Hymne der bürgerlichen Revolution

    Aber spätestens mit dem Aufstand in Porto vom 31. Januar 1891 wurde Keils Lied zur Melodie des republikanischen Protests gegen die Monarchie.

    Und am 5. Oktober 1910 wird die portugiesische Republik dann auch zum Sound dieses Schlagers proklamiert, der wenige Monate später, am 19. Juni 1911, zur offiziellen Hymne erklärt wurde, zu der die rot-grüne Flagge gehisst werden sollte. Nachdem die Republikaner zunächst gegen die Hymne opponiert hatten, war es schliesslich doch zu einer Einigung mit den Monarchisten gekommen.

    (Die Tabacaria Costa in der Lissabonner Rua do Ouro 295, die sich rühmte, das älteste Postkartengeschäft des Landes zu sein, verteilte den Text gratis und mit Begleitschreiben an ihre Kunden, um den einheitlichen Vortrag der Hymne zu befördern.)

    Im Jahre 1956 wurden von verschieden Seiten Änderungsvorschläge weniger zum Text und zur Melodie als zur Instrumentalbesetzung erhoben. Die Regierung setzte daraufhin eine Kommission ein, um die offizielle Fassung der Hymne "A Portuguesa" festzulegen. Den Kommissionsvorschlag billigte die Regierung am 16.Juli 1957.

    Zu diesem Artikel gibt es keine Kommentare .

    Unter den folgenden Schlagworten finden Sie weitere Informationen zu diesem Thema:
    Alfredo Keil Henrique Lopes de Mendonça A Portuguesa .

    Der Text der Legende, deren Kult Alfredo Keil in der Ermida de Villa Guida gestiftet hat, stammt von Henrique Lopes de Mendonça, der auch den Text der portugiesischen Nationalhymne verfasst hat.

    I.

    Em tempos que já la vão,
    Quando a moirama bravia
    Trucidava a dia a dia
    O valeroso christão,
    Os míseros na afflicção
    De tão cruéis correrias,
    Entre estas penedias
    Imploravam em gritos
    A Virgem Santa, afflictos
    Para a sua salvação:

    Valei-me Virgem da Praia
    Com vossa c'rôa dourada,
    Livrai-me de todo o mal
    Que por mim sois adorada

    II.

    Em sítio ermo, isolado,
    Entre a Praia e as Azenhas,
    Transpondo as agudas penhas,
    Caminha um pobre cansado.
    Já do mundo abandonado,
    Perdeu suas alegrias,
    E finarias seus dias
    De tão cruel supplico
    Se à beira do precipício
    Não gritasse desesperado:

    Valei-me Virgem da Praia
    Com vossa c'rôa dourada,
    Livrai-me de todo o mal
    Que por mim sois adorada

    III.

    Entre a vaga azul espumante
    Casta donzella formosa
    Brinca n'agua descuidosa
    Tranquila e confiante;
    Eis quando a onda gigante
    A involve de repente;
    A vida fugir-lhe sente
    A pobre infeliz tão bella,
    Quando implora singela
    Esta prece em sua mente:

    Valei-me Virgem da Praia
    Com vossa c'rôa dourada,
    Livrai-me de todo o mal
    Que por mim sois adorada

    IV.

    Ruge o mar em fúria irado
    Com imponente fragôr,
    E o barco do pescador
    Nevega desgovernado.
    O frio rochedo escalvado
    A todos aponta a morte;
    Escaparam, porém, à sorte
    Os pobres pescadores,
    Soltando em seus clamores
    Este grito angustiado

    Valei-me Virgem da Praia
    Com vossa c'rôa dourada,
    Livrai-me de todo o mal
    Que por mim sois adorada

    Zu diesem Artikel gibt es keine Kommentare .

    Unter den folgenden Schlagworten finden Sie weitere Informationen zu diesem Thema:
    Alfredo Keil Ermida de Villa Guida Nossa Senhora da Villa Nova da Praia Henrique Lopes de Mendonça .

      |<   <<   1   2   3   4   5   6   7   8   9   10   >>   >|

    Sortiert nach Datum Titel

    Stadtführungen und Wanderungen durch Sintra

    Wenn Sie an einer Wanderung durch die Serra de Sintra oder einer individuellen Stadtführung durch Sintra interessiert sind, benutzen Sie bitte das Kontaktformular.

    Aktionen

    Das Kasino von Sintra

    In den zwanziger Jahren des 20. Jahrhunderts wollten einige Männer der Stadt Sintra ein neues Gesicht verpassen. Das Unternehmen ist mehr oder weniger gescheitert, was bleibt, ist eine leichte Irritation. Notizen zur Geschichte des Kasinos. [ Mehr ... ]

    Wein aus Colares

    Westlich von Lissabon, zwischen der Serra de Sintra und dem Atlantik liegt eines der kleinsten, aber auch eines der berühmtesten Weinbaugebiete Portugals. Notizen zu seiner Geschichte. [ Mehr ... ]

    © Copyright 2008 Dr. Karsten Poppe