Sintra, Glorious Eden

Sempre gostara muito de Sintra! Logo ao entrar, os arvoredos escuros e murmurosos do Ramalhão lhe davam uma melancolia feliz! (Eça de Queiroz)

... auf der Straße nach Sintra, immer näher an Sintra, auf der Straße nach Sintra, immer ferner mir selbst (Fernando Pessoa)

Notizen aus Sintra

Der Stich zeigt die Ankunft der ersten Bahn in Sintra.

1. Zug in Sintra (Larmanjat)

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Am Praia Grande in Sintra (Colares) wird die Promenade saniert und ein neuer Parkplatz eingerichtet.

Durch den Sturm im Winter 2014 wurden Teile der Promenade stark beschädigt. Autos werden in Zukunft nicht mehr bis zum Kreisel am Ende der Straße fahren können, sondern nur bis zum Apparmentgebäude. Oberhalb des Strandes wird ein großer Parkplatz gebaut. Für die Maßnahmen sollen 500.000€ ausgegeben werden.

Praia Grande, Sanierung der Promenade

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Praia Grande .

Von: K.P. am 19. März 2015 keine Kommentare

Verkehr Archiv

Der Vekehr in der Altstadt von Sintra wurde jetzt neu geregelt. Die Grafik zeigt die Einbahnstraßen rund um den Nationalpalast von Sintra.

Einbahnstraßen

Es ist ohnehin nicht empfehlenswert mit dem Auto bis in die Altstadt zu fahren. Von Lissabon ist die Anreise mit dem Zug die beste Lösung.

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Straßenverkehr in Sintra .

Seit dem 10. März gibt es ein neues Besucherzentrum im Castelo dos Mouros in Sintra.

Ausgestellt werden Funde zur Archäologie und Kulturgeschichte, die bis 5000 v. Chr. reicht. Hier sind die ersten Spuren menschlicher Siedlungen in Sintra zu finden, die viel älter sind als die von den Mauren errichtete und später vom christlichen Portugal zurückeroberte Burg.

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Castelo dos Mouros .

Monserrate ist die grüne Seele Sintras, der Palast und der Garten vereinen die Traumbilder, die hier die Kulturlandschaft seit Ende des 18. Jhs. prägen.

Sintra - Postkarten aus Monserrate - 1

Sintra - Postkarten aus Monserrate - 2

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Monserrate .

So seht der Nationalpalast auch das Stadtbild von Sintra bestimmt, so stereotyp sind die Aufnahmen, die ihn auf Postkartenformat bringen.

Hier ist immerhin ein Hund in das Bild geraten. Heute hätte ihn der touristische Anreiseverkehr längst das Weite suchen lassen. Die Hunde in Sintra haben resigniert ihren Rückzug in Gassen abseits des Palácio Nacional angetreten.

Sintra -  alte Postkarten vom Nationalpalast - 5

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Palácio Nacional de Sintra .

Die Villa in Santo André, Almoçageme (Sintra), war der westlichste Ort im römischen Imperium.

Dieser Kopf (5,3cm) einer weiblichen Figur (Terrakotta) aus dem Beginn des 3. Jhs. wurde 1987 bei Ausgrabungen in der "Villa" de Santo André, Almoçageme (Sintra) gefunden.

Kopf einer weiblichen Figur -  Santo André, Almoçageme (Sintra)

Die stilistischen Details weisen Ähnlichkeiten zu Funden in Mérida auf, von denen man weiß, dass sie Julia Domna († Frühjahr 217 in Antiocheia), die zweite Frau des römischen Kaisers Septimius Severus (193–211) darstellen.

Dieser Kaiser, seine Söhne und die Ehefrau Julia Domna wurden auch in dem oberhalb der Mündung des Rio de Colares gelegenen, dem Sonnen- und der Mondgöttin geweihten Heiligtum verehrt.

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Santo André .

Von den fast 100 Milliarden Plastiktüten in Europa, die pro Jahr genutzt werden, landen etwa acht Milliarden in der Natur. Jetzt geht die EU stärker gegen Plastiktüten vor. Kunden sollen für Plastiktüten zur Kasse gebeten werden, auch Verbote sind möglich. Seit etwa 2 Wochen gibt es bei bei der Supermarktkette Continente in Portugal keine Plastiktüten mehr.

Entsprechende und bereits beschlossene Pläne wollen die für Wettbewerbsfragen zuständigen Minister der Europäischen Union (EU) am Montag bei einem Treffen in Brüssel endgültig absegnen. Um weniger leichte Einwegtüten in Umlauf zu bringen, dürfen die EU-Staaten künftig Steuern oder Gebühren auf Beutel erheben. Zudem sollen die Staaten konkrete Ziele zur Verminderung beschließen. Auch nationale Verbote wären dann möglich. (...) Jeder Bürger in Europa soll bis Ende 2025 im Schnitt noch 40 Beutel verbrauchen - das wären knapp 80 Prozent weniger als 2010. In Deutschland werden allerdings schon heute vergleichsweise wenige Tüten genutzt. So nutzte nach Angaben der EU-Kommission im Jahr 2010 jeder Deutsche im Durchschnitt 64 Einwegtüten. Zum Vergleich: Der europäische Durchschnitt lag bei 176 Einwegtüten. (...) Nicht betroffen von dem Vorhaben sind robuste Mehrfachtüten oder extrem dünne Tüten, die für Obst, Gemüse oder Frischfleisch benutzt werden. Die Pläne sollen vor allem der Umwelt helfen. (Quelle: Berliner Zeitung: EU-Staaten begrenzen Gebrauch von Plastiktüten)

Plastiktüten

Momentan verbraucht jeder Europäer nach Angaben der EU-Kommission im Durchschnitt ungefähr 200 Plastiktüten jährlich. Nach Schätzungen im Europäischen Parlament sind es sogar 500 Tüten. Dabei gibt es in Europa spürbare Unterschiede. So benutzt ein Deutscher im Durchschnitt 71 Plastiktüten im Jahr. 64 davon sind Einweg-Plastiktüten. In Dänemark und Finnland benutzt jeder Bürger im Durchschnitt hingegen nur 4 Einweg-Plastiktüten. Den höchsten Verbrauch gibt es in den osteuropäischen EU-Staaten und Portugal. In diesen Ländern geht die EU-Kommission von einem durchschnittlichen Jahresverbrauch von spürbar mehr als 400 Plastiktüten je Einwohner aus. (EU-Kommission: Reduktion des Plastiktütenverbrauchs als Beitrag zur Abfallvermeidung angestrebt)

Ab 15. Februar kosten die Kunststoffbeutel in Portugal zehn Cent pro Stück. Ursache ist eine deutliche Anhebung der Umweltsteuer, die am 1. Januar in Kraft getreten ist.

Paradoxerweise ist es für die Supermärkte billiger, bereits vorhandene Plastiktüten zu vernichten, als die neue Umweltsteuer zu bezahlen.

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Umweltschutz .

Von: K.P. am 02. März 2015 keine Kommentare

Vermischtes Archiv

Bei stürmischer See schlagen die Wellen über den Mauern des großen Meerwasserpools zusammen.

Das Schwimmbad am Praia Grande gehört zum Hotel Arribas (Sintra).

Praia Grande  - Postkarte mit Schwimmbad - 2

Praia Grande  - Postkarte mit Schwimmbad - 1

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Praia Grande .

Dass Várzea de Colares einmal, wie der Name, sagt, tätsächlich eine Fluss- und Auenlandschaft war, zeigt dieses Foto.

Der Fluss ist heute auch nicht mehr für Ruderboote schiffbar, von der fruchtbaren Auenlandschaft zeugen die noch vorhandenen landwirtschaftlichen Aktivitäten in dieser Gegend.

Várzea de Colares - 3

Várzea de Colares - 1

Várzea de Colares - 2

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Colares .

Der Nationalpalast bestimmt das Stadtbild der Altstadt von Sintra - und so hat es es sich mit dem Palast über die Jahrhunderte gewandelt.

Auf den Ansichtskarten wird der Vorplatz, der Largo Rainha Dona Amélia, noch als Parkplatz genutzt. Die Reisebusse geben Auskunft über das touristische Interesse, bevor Sintra zum Weltkulturerbe erklärt wurde.

Sintra -  alte Postkarten vom Nationalpalast - 1

Sintra -  alte Postkarten vom Nationalpalast - 2

Sintra -  alte Postkarten vom Nationalpalast - 3

 

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Palácio Nacional de Sintra .

Das in den 50er Jahren gebaute Schwimmbad direkt am Praia das Maçãs hat seine besten Zeiten hinter sich, ist aber immer noch gut besucht, wenn im Sommer der Atlantik nicht zum Baden einlädt.

Das ist gar nicht so selten, die rote Fahne wird an diesem Strand regelmäßig aufgezogen. Und natürlich gibt es auch in Sintra die Sommerfrischler, die, sei der Strand auch noch so nah, den Pool der rauhen See vorziehen.

Praia das Maçãs  - Postkarte mit Schwimmbad 1

Praia das Maçãs  - Postkarte mit Schwimmbad 2

Praia das Maçãs  - Postkarte mit Schwimmbad 4

Praia das Maçãs  - Postkarte mit Schwimmbad 5

 

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Praia das Maçãs .

Die alte Postkartne zeigen, wie früher der Strand aussah. Durch die schweren Stürmen im März 2014 hat sich das Gesicht des Praia das Maçãs verändert.

Praia das Maçãs  - Postkarte mit Strand 2

Praia das Maçãs  - Postkarte mit Strand 1

Praia das Maçãs  - Postkarte mit Strand 3

Praia das Maçãs  - Postkarte mit Strand 4

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Praia das Maçãs .

In den 50er Jahren des 20. Jhs. wurden in Mucifal (Colares) zahlreiche römische Amphoren (Dressel 14) aus dem 1. und 2. Jh. n. Chr. ausgegraben. Sie dienten als Gefäße für die Lagerung und den Transport von Getreide, getrockneten Früchten und Fischen, Öl, Essig und Wasser und anderen Lebensmitteln.

Die Amphoren wurden in Öfen im Sado-Tal gebrannt, dem südlich des Tejo gelegenen Zentrum der damaligen Produktion von Tongefäßen.

Römische Amphoren aus Mucifal (Colares)

Ein damals noch schiffbarer Rio de Colares, Reste eines antiken Hafens und die Nähe zum westlichsten Ort des römischen Reiches, der  Villa de Santo André de Almoçageme, lassen die Vermutung plausibel erscheinen, dass die Amphoren über den Seeweg ins Landesinnere gekommen sind. Wahrscheinlich gab es auch eine Verbindung zwischen dem Hafen von Colares und Santo André de Almoçageme.

(Quelle: Frederico Coelho Pimenta, "Subsídios para o estudo do material ânfórico conservado no Museu Regional de Sintra", Sintria. Revista de Estudos de Arqueologia, Arte e Etnografia, vols. 1-2, t. I, 1982-83; Alexandre Gonçalves, A Necrópole Romana do Casal do Rebolo (Almargem do Bispo, Sintra), Lisboa, 2011; Marco Oliveira Borges, "A Defesa Costeira do Litoral de Sintra-Cascais durante o Garb al-Ândalus. I – Em torno do Porto de Colares", História. Revista da FLUP, IV sér., vol. 2, Porto, Faculdade de Letras do Porto, 2012).

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Archäologie Amphoren .

Ein Gang durch die Klosterruine in der Serra de Sintra.

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Convento dos Capuchos .

Es war am Tage des Jubel-Ablasses, als Honorius sich zum Beichtstuhl des Klosters begab, wo ihn schon viele Menschen aus Colares und Sintra erwarteten. Doch auf dem Weg traf er einen einfachen Mann, der ihn auf Knien anflehte, ihm sogleich die Beichte abzunehmen, die er von all seinen Sünden ablegen wollte.

Honorius willigte ein, ohne zu wissen, was ihn erwartete. Denn die Beichte, von der er angenommen hat, sie würde nur kurze Zeit dauern, damit er sich dann den wartenden Menschen aus der Umgebung zuwenden könne, nahm kein Ende und zog sich über drei Tage hin. Der Bruder ertrug mit Geduld die Mühsal, und um Gott einen großen Dienst zu tun. Die Sünden waren enorm und sollten noch viel Zeit in Anspruch nehmen, als Honorius sich an den Mann wandte: "Jesus, stehe mir bei! Wirst du noch jemals mit deinem Bekenntnis enden?"

Kaum hatte er diese Worte ausgesprochen, verschwand der Sünder und hinterließ nur einen üblen Gestank im Beichtstuhl. Das war also der Teufel in Gestalt des einfachen Mannes, der versuchte das Heilige Sakrament zu stören und die Vergebung der Sünden zu hintertreiben.

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Convento dos Capuchos Legenden .

Eines Tages kam eine Frau aus Cascais in das Kloster, um ihre Sünden zu bekennen und ihr Leben wieder neu an Gott auszurichten. Der Torwärter schickte nach Honorius, doch als der kam, traf er nur einen Jungen, der, ohne es selbst zu wissen, mit dem einzigen Ziel zur Beichte gekommen war, den Bruder von der frommen Sünderin abzulenken.

Die Beichte zog sich in die Länge, dauerte vier Stunden und hätte gar kein Ende genommen, hätte Bruder Honorius ihn nicht schließlich unterbrochen: "Sohn, entweder bist du der Teufel oder du trägst ihn in dir!" Der Junge erwiderte, ja, er sei der Teufel und er hätte ihm auch gute Dienste geleistet, und verschwand darauf. Honorius machte sich nun auf die Suche nach der frommen Büßerin, aber die war verschwunden. Er verstand, dass er sie finden müsse, um den Satan nicht triumphieren zu lassen und sie aus den Krallen des teuflischen Wolfes zu befreien. Mit Erlaubnis des Prälaten ging er in die Serra de Sintra hinaus und fand sie schließlich am Fuße des Gebirges. Dort nahm er ihr die Beichte ab, stärkte ihre guten Vorsätze und begab sich schließlich auf den Weg zurück ins Kloster.

Kommentar

Einheimische Frauen konnten das Kloster, so Baretti in seinem Reisebericht, nur in Begleitung von Männern betreten, Ausnahme von dieser Regel seien die großen kirchlichen Feiertage gewesen.

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Convento dos Capuchos Legenden .

Kinsley (W.M. Kinsey: Portugal Illustrated, 1829) wurde bei seinem Besuch vom damaligen Custos der Bruderschaft, Bruder Francisco da Circuncisão, empfangen und herumgeführt.

Er lobt den hübschen Brunnen mit klarem Wasser am Eingang zum Kloster, wo sich in der heute leeren Nische eine Statue Unserer lieben Frau vom Felsen (Nossa Senhora da Rocha) befand. Von Bruder Francisco eingeladen auch den Garten zu besichtigen, sieht er wunderschöne Blumen und kleine Teiche mit Goldfischen. Das Grab von Bruder Honorius befand sich damals zu Füßen des Gedenksteins, der an den Gründer des Klosters erinnerte: 

On the outside of the altar railing, and to the left hand, is the tomb of St. Honorius, and contiguous to it, as the place of greatest distinction, the cenotaph of D. Alvaro de Castro, the founder of the convent in the year 1564, and under the papacy of Pius IV.

Bevor die kleinen Zellen des Klosters besichtigt werden, singt Bruder Franziskus mit seinem tiefen Bass das Asperges me Domine (Salomo 51). 

Asperges me, Domine, hyssopo, et mundabor: lavabis me, et super nivem de albabor. Miserere mei, Deus, secundum magnam misericordiam tuam. Gloria Patri, et Filio, et Spiritui Sancto. Sicut erat in principio, et nunc, et semper, et in saecula saeculorum. Amen.

Man spricht seine Bewunderung für den Gesang aus. Und sehr stolz (extremely proud) schien Bruder Franziskus auf eine in die Wand eingelassene, allerdings wohl ziemlich seltsame Kanzel (curious pulpit) gewesen zu sein, die war nämlich seine eigene Erfindung. Eine raffinerte, auch ein wenig bösartige Beobachtung von Kinsey, denn Stolz, die Selbstverliebtheit in die eigene technische Leistung, ist natürlich eine Todsünde.

Überall Kork ... Die Korkeichen würden dem Ort ein ganz spezielles Licht verleihen, ein "dim religious light". Das ist noch romantisch, aber der Gang durch das Dormitorium offenbart dann die mit Kork verkleideten Felshöhlen, verschlossen durch Türen aus Kork, das nur einen notdürfigen Schutz vor Kälte und Feuchtigkeit bietet. Auch das Brot wurde bei der anschließenden Mahlzeit auf Tellern aus Kork serviert, zum Trinken gab es Wein aus Colares. Nach dem überschwänglichen Lob des Honorius wurde dann seine Grotte besucht. Kinsley erzählt von fünfundreißig Jahren, andere Berichte von zwölf Jahren, die Honorius in seiner Höhle gelebt hätte.

Die Bruderschaft umfasste damals noch achtzehn Mitglieder, jedoch sei Bruder Franziskus der einzige Bruder, den er zu Gesicht bekommen habe. Der asketische Geist radikaler Armut sei allerdings, behauptet Kinsley, verschwunden. Woher er das weiß, ist nicht ganz klar, verständlich aber, dass nach dem überschwänglichen Lob des Honorius, diesem Vorbild franziskanischer Armut, der Alltag fast nur noch als Verfall erscheinen kann.

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"Ich bleibe nur drei oder vier Tage. Zeit genug, um mit dem Absoluten auf dem Gipfel bei den Kapuzinern zu plaudern ..." (Eu demoro-me apenas três ou quatro dias. O tempo de cavaquear um bocado com o Absoluto no alto dos Capuchos ...). So lässt uns José Maria Eça de Queiroz in seinem Roman "Os Maias" (1888) an den Ausflugsplänen des Senhor Ega teilhaben.

Aber zu dieser Zeit war das Kloster längst geschlossen, von seinen Bewohnern verlassen und, wenn auch noch keine Ruine, so doch bereits mit der Aura einer vergangenen Epoche umgeben. Keine Dämonen streifen an heißen Sommertagen durch die Serra de Sintra, der Reisende muss nicht in jeder schönen Frau den Teufel fürchten. Und geplaudert wird jetzt mit dem Absoluten, nicht mit seinen mönchischen Vermittlern. Zu diesem Göttlichen, das nicht mehr Gott genannt wird, das auch kein persönlicher Vater oder Herr mehr ist, hat man auf einem Berggipfel einen direkten Draht, Seelenleitung durch die geistigen Profis ist nicht mehr nötig. Ob das Absolute geantwortet hat? Wir wissen es nicht. Aber was soll es da auch noch zu reden geben? Es geht nicht mehr um das Seelenheil, um Beichte, Ablass und Erlösung, sondern um einen Ausflug, den Besuch eines so historisch berühmten wie bereits romantischen Ortes. Die Urlaubsplanung bestimmt den Aufenthalt, keine Frist, kein (Zeit-)Druck, der zur spirituellen Rettung drängt. Er reist mit der Droschke, das Gepäck wird mit dem Pferdebus nachgeschickt. Drei, vier Tage, und wenn nicht dieses Mal, dann eben nächstes Mal, Zeit für ein Picknick findet sich immer. Nur weil eine Schankwirtschaft fehlt, muss für die Verpflegung, für Brot, Käse und Wein aus Colares, nun selbst gesorgt werden. Denn, so können wir an anderer Stelle des Romans lesen, "wenn man nach Sintra kommt, dann, um dem Appetit freien Lauf zu lassen und dem Bauch etwas Gutes zu tun".

Aber warum nach Sintra?

Mit dem Abscheu über den Müll Lissabons, lieber Freund, überkam mich plötzlich ungeheure Sehnsucht nach der Natur nach der Natur und nach dem Grünen.

Doch so wie der moderne Stadtneurotiker, darf auch der Zivilisationsmüde des 19. Jhs. seine Natursehnsucht gegenüber seinem Freund Carlos nur ironisch gebrochen artikulieren:

Die Portion Amoralisches, die noch in meinem zivilisierten und rezivilisierten Wesen übriggeblieben ist, macht es dringend erforderlich, dass ich mich auf dem Rasen herumwälze, aus Rinnsalen trinke und mich vom Ast einer Kastanie in den Schlaf wiegen lasse.

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Convento dos Capuchos .

John Cam Hobhouse, so hält er in seinem Reisetagebuch am 12. Juli 1809 fest, trifft zuerst im Kloster Nossa Senhora de Pena die vier dort lebenden, zwar armen, aber, wie er betont, gar nicht schlecht gekleideten Mönchen.

Dann geht es weiter zu den Kapuzinermönchen, in höhere Regionen der Serra de Sintra. Noch siebzehn Mönche lebten im Korkkloster nach den strengen Regeln des franziskanischen Ordens und gäben sich der Selbstgeißelung hin.

Auch bei Hobhouse steht die Höhle des Bruder Honorius auf dem Besichtigungsprogramm, eine Inschrift laute: "Hic Honorius vitam finivit / atque ideo CUM DEO / vitam revivit / obit 1632.

Und auch diesmal werden die Gäste freundlich bewirtet, es gibt Käse, Pflaumen und Orangen. Servierte wurde die Mahlzeit auf einem Steintisch, der sich in einer kleinen Kapelle (underground chapel) befunden hätte. Dann geht es talwärts, weiter nach Colares, "the villa very beautiful indeed", wo Wein, ähnlich dem aus Bordeaux, im Überfluss wachse.

Man stattet Monserrate einen Besuch ab, einem Palast, der nur vom dem der Marialvas in Sintra übertroffen werde, isst zu Abend in Sintra und verbringt auch die Nacht dort.

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Convento dos Capuchos .

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