Sintra, Glorious Eden

Sempre gostara muito de Sintra! Logo ao entrar, os arvoredos escuros e murmurosos do Ramalhão lhe davam uma melancolia feliz! (Eça de Queiroz)

... auf der Straße nach Sintra, immer näher an Sintra, auf der Straße nach Sintra, immer ferner mir selbst (Fernando Pessoa)

Notizen aus Sintra

Die Blauen Fahnen sind das Gütezeichen der portugiesischen Strände.

In Sintra hat jetzt ein kaum zu entwirrendes Kompetenzgerangel unter den für die Küste zuständigen Institutionen dazu geführt, dass dieses Jahr keine Blauen Flaggen vergeben werden.

... Und ich weiß nicht, ob ich da wirklich durchblicken möchte. Zuständig sind:

  • Administração da Região Hidrográfica do Tejo (ARH)
  • Plano de Ordenamento da Orla Costeira Sintra-Sado (POOC) unter Aufsicht des Instituto de Conservação da Natureza e da Biodiversidade (ICNB)
  • Parque Natural Sintra Cascais
  • CMS
  • Associação da Bandeira Azul da Europa

Hintergrund

Das vorweg: mit mangelnder Wasserqualität hat das Fehlen der Blauen Fahnen nichts zu tun.

Der Umweltsenator Marco Almeida hat vielmehr aus Protest die Vergaben der Blauen Fahnen für Praia da Adraga, Praia das Maçãs und Praia de São Julião abglehnt.

Die ARH hat nämlich die Blaue Fahne für den Praia do Magoito abgelehnt, weil dort die Klippen als instabil gelten. Schlimmer noch: auch am Praia Grande sollte die Fahne nicht gehisst werden, weil es dort an öffentlichen Toiletten mangele. Außerdem hatte die ARH moniert, dass das Café (2008 vom Parque Natural Sintra Cascais autorisiert) am südlichen Ende des Strandes gesundheitspolitischen Auflagen nicht entspreche. Der dort durch die Autos aufgewirbelte Staub könne nämlich die Qualität der Mahlzeiten gefährden.

Der Punkt, warum Marco Almeida nun meint protestieren zu müssen, ist der, dass für diese Mängel nicht die Stadt, sondern die ARH zuständig ist.

Bürokratie und Kindergarten, Hand in Hand ...

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Strände ARH .

In Galamares hat es gestern in einem Waldgebiet gebrannt.

Das Feuer, vermutlich (und dann bereit zum dritten Mal) ausgelöst durch den Bruch eines Strommasts, wurde schnell unter Kontrolle gebracht.

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Waldbrände .

Die UNESCO möchte sich sich das Weltkulturerbe in Sintra ansehen und hat bei ihrer Tagung in Sevilla deswegen eine Einladung der portugiesischen Regierung erbeten.

Die Mission wird aus Mitgliedern des ICOMOS (Internationaler Rat für Denkmalpflege ) und IUCN (International Union for Conservation of Nature) bestehen.

Das Vorgehen sei ganz normal, Sintra liefe nicht Gefahr (wie Dresden) seinen Status als Weltkulturerbe zu verlieren. Dann stünde nämlich Sintra auf der entsprechenden Liste.

Die Público berichtet, dass außerdem von Portugal bis Februar 2010 ein Bericht erbeten wurde, der eine verbesserte Koordinierung der Verwaltung des Weltkulturerbes belegen sollte.

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UNESCO Weltkulturerbe .

Breite Schneisen wurden in den letzten Jahren in die Serra de Sintra geschlagen, vor allem, wie es heißt, zur Waldbrandvermeidung. Problematisch ist allerdings, dass die Maßnahmen zur Waldbrandvermeidung die Biodiversität in der Serra de Sintra gefährden.

(Nach Ansicht von Spezialisten ist nach einem trockenene Winter und Frühjahr die Waldbrandgefahr in diesem Sommer wieder ähnlich hoch wie im Sommer 2003 und 2005.)

Im Decreto-Lei n.° 124/2006 sind die Maßnahmen zur Flur- und Waldsäuberung festgeschrieben. Es hat die Verhinderung von Waldbränden zum Thema, blendet aber ökologische Hintergründe aus.

Denn Wald besteht nicht nur aus Bäumen, sondern ist ein komplexes Ökosystem. Säuberungsaktionen wie denen in der Serra de Sintra aber fällt die gesamte Streu- und Humusschicht zum Opfer, die gerade besonders nützlich für das Zusammenleben einer artenreichen Tier- und Pflanzenwelt ist.

Das alles ist längst bekannt, findet jetzt allerdings erst seinen Weg aus der wissenschaftlichen Fachliteratur über das Internet in die portugiesische Presse.

Das Gesetz unterscheidet zwischen Waldflächen in einer Größe von mehr als 500 Hektar, die durch Schneisen in einer Breite von 125 Metern getrennt werden müssen. Bei kleineren Waldgebieten sollen Schneisen zwischen 10 und 50 Metern geschlagen werden, die bei hoher Waldbrandgefahr auf bis zu 100 Meter zu erweitern sind.

Und wie sehen diese Kahlschläge dann in der Praxis aus? Ein Blick nach Sintra reicht und das Desaster wird anschaulich: Firmen ohne ökologische werden beauftragt, das anfallende Material wird abgeräumt und, so sieht es das Gesetzt vor, zu Biokraft- und heizstoffen verarbeitet.

Wer säubert, vernichtet praktisch alles, sagt der Biologe José Alberto Quartau.

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Waldbrände Ökologie .

Mehr als 500.000 Euro sollen in Sintra investiert werden - und in den Erhalt und die touristische Erschließung der Kulturlandschaft fließen.

Die Mittel sind im "Programa de Intervenção do Turismo" vorgesehen, das unter Leitung des Staatssekretärs für Tourismus, Bernardo Trindade, ausgearbeitet wurde, und kommen in erster Linie dem Palast und Park von Pena, Monserrate, dem Castelo dos Mouros, Capuchos und verschiedene Tapadas zu Gute.

Außerdem sind Maßnahmen geplant, um Besucherströme besser zu regulieren und den Autoverkehr in den Griff zu bekommen, vor allem wildes Parken ist bekanntlich ein Problem.

Für den Palast von Pena werden nächtliche Besuche geplant, Besuchern sollen multimediale Informationsmöglichkeit zur Verfügung stehen.

Das alles hat seinen Preis: in Parks und Gebäuden sollen Systeme für die Videoüberwachung eingerichtet werden.

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Tourismus Weltkulturerbe .

Die traditionelle Straßenbahn Sintra - Praia das Maçãs fährt zur Zeit wieder einmal nur bis Ribeira de Sintra.

Für den Betrieb der Bahn ist seit 2002 die Câmara Municipal de Sintra zuständig, die auch für die Restaurierung der Vila Alda gesorgt hat.

Endgültig ins Reich der Träumereien können damit die Pläne verabschiedet werden, die eine Verlängerung der Strecke bis zum Bahnhof oder gar bis in die Altstadt vorsahen.

Straßenbahn 6 - im Herbst

Vor Touristen hat die Bahn damit wieder einmal an Reiz verloren. Denn lohnenswert ist allenfalls eine Fahrt hinunter bis nach Ribeira de Sintra und ein anschließender Spaziergang entlang des Caminho das Azenhas wieder hinauf nach Sintra. (Andere Wege, wie hinauf bis in die Altstadt, dürften ohne Plan und Ortskenntnis nicht leicht zu finden sind.)

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Straßenbahn .

Der Zugang zum wunderschönen Praia da Aguda in Fontanelas ist seit dem 20. Mai 2008 aus Sicherheitsgründen verboten.

Es sei viel zu gefährlich, hatte die PNSC festgestellt, die in den Fels geschlagene Treppe zu benutzen, über die man die Klippe hinabsteigen konnte, und deswegen die Capitania de Cascais um die Schließung gebeten.

Praia da Aguda - Blick auf den Strand

Wie in den ähnlichen Fällen am Praia Pequena und am Miradouro das Azenhas do Mar wird der Verfall in Kauf genommen, die Stadtverwaltung hüllt sich in Schweigen. Sintra konzentriert sich auf die touristisch wertvollen Perlen und überlässt den Rest seiner Natur- und Kulturlanschaft sich selbst. Ignoriert man den Verfall nur lange genug, so scheint das Konzept zu lauten, verschwinden seine Spuren aus dem Gedächtnis.

Praia da Aguda - Treppen

Doch jetzt ist zwar der Zugang immer noch offiziell verboten, und natürlich stiegen trotz aller Warnungen immer Angler und Strandfreunde zum ohnehin unbewachten Praia Aguda hinunter, aber die Treppen sind von engagierten Leuten aus Fontanelas und Gouveia ausgebessert worden. Jetzt wartet man natürlich auf eine offizielle Stellungnahme.

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Praia da Aguda .

Die UNESCO hat zu einem besseren Schutz einzigartiger Kultur- und Naturstätten weltweit aufgerufen. Es müsse gewährleistet werden, dass diese auch künftigen Generationen erhalten bleiben, hieß es zum Auftakt der 33. Sitzung (vom 22. bis 30. Juni 2009) des UNESCO-Welterbekomitees in Sevilla.

Dem Dresdner Elbtal droht wegen des Baus der Waldschlößchenbrücke die Aberkennung des Welterbetitels - eine solche Entscheidung gab es zuvor erst einmal in der UNESCO-Geschichte. Für das Wattenmeer kann dagegen auf die Auszeichnung gehofft werden - es wäre die erste deutsche Naturlandschaft auf der Liste. Über die Vergabe entscheiden Vertreter aus 21 Ländern. Deutschland ist nicht darunter.

Sintras Kulturlandschaft wurde 2001 mit dem Weltkulurerbetitel ausgezeichnet.

Ich kenne die Tagesordnung nicht, wünschte mir aber, dass zum Theme Sintra die folgenden Punkte in Sevilla diskutiert würden, die zum Teil schon 2006, beim letzten Besuch des Komitees als kritisch erachtet wurden:

  • die Kulturlandschaft wird in Flächennutzunsplänen faktisch nicht respektiert
  • die geforderte unabhängige Task Force wurde noch immer nicht eingerichtet
  • es gibt keine Konzepte, wie dem urbanen Druck auf die Kulturlandschaft Sintras begegnet werden soll (Plano de Groer und PDM)

Außerdem finde ich bedenklich, dass ein Teil des Weltkulturerbes sich in Privatbesitz befindet und nicht öfffentlich zugänglich ist. Denn wir sind schließlich die Erben.

Hintergrund: Schutz des Kultur- und Naturerbes der Welt

Die UNESCO hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Kultur- und Naturgüter der Menschheit, die einen "außergewöhnlich universellen Wert" besitzen, zu erhalten.

1972 hat die UNESCO das "Internationale Übereinkommen zum Schutz des Kultur- und Naturerbes der Welt" verabschiedet. Inzwischen haben es 186 Staaten unterzeichnet. Es ist das international bedeutendste Instrument, das jemals von der Völkergemeinschaft zum Schutz ihres kulturellen und natürlichen Erbes beschlossen wurde. 878 Stätten weltweit sind auf der UNESCO-Liste des Welterbes verzeichnet. Deutschland ist auf der Liste mit 33 Welterbestätten vertreten.

Weltkulturerbe (UNESCO) in Portugal

Die folgenden Werke, Bauten, Orte und (Kultur-)Landschaften Portugals wurden als Weltkulturerbe klassifiziert:

  • Stadtzentrum von Angra do Heroísmo auf der Azoren-Insel Terceira (K/1983)
  • Hieronymuskloster und Turm von Belém in Lissabon (K/1983)
  • Kloster Batalha (K/1983)
  • Christuskloster in Tomar (K/1983)
  • Historisches Zentrum von Evora (K/1986)
  • Kloster Alcobaça (K/1989)
  • Kulturlandschaft Sintra (K/1995)
  • Historisches Zentrum von Porto (K/1996)
  • Prähistorische Felsritzungen im Tal von Côa (K/1998)
  • Lorbeerwald "Laurisilva" von Madeira (N/1999)
  • Weinregion Alto Douro (K/2001)
  • Historisches Zentrum von Guimarães (K/2001)
  • Weinbaukultur der Insel Pico (K/2004)

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Weltkulturerbe UNESCO .

Mit dem Sommeranfang kam gleich der erste Waldbrand des Sommers.

Gegen 17 Uhr wurde das Feuer in Gigarós entdeckt. 40 Minuten später war es gelöscht.

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Waldbrände Gigarós .

Naiaden in Sintra.

A estas nobres vilas sometidas,
Ajunta também Mafra, em pouco espaço,
E nas serras da Lua conhecidas,
Sojuga a fria Sintra o duro braço;
Sintra, onde as Naiades, escondidas
Nas fontes, vão fugindo ao doce laço,
Onde Amor as enreda brandamente,
Nas águas acendendo fogo ardente.

Lusiaden 3,56.

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Luis de Camões .

Ein letzter Blick auf Sintra.

Já a vista, pouco e pouco se desterra
Daquele pátrios montes, que ficavam;
Ficava o caro Tejo e a fresca serra
De Sintra, e nela os olhos se alongavam.
Ficava-nos também na amada terra
O coração, que as mágoas lá deixavam.
E já depois que toda se escondeu
Não vimos mais, enfim, que mar e céu.

Lusiaden 5,3.

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Luis de Camões .

Vom portugiesischen Parlament sind gestern einstimmig 22 Ortschaften zu Vilas ernannt und 5 neue Städte geschaffen worden.

Auch Sintra wächst und hat zwei neue Vilas, Montelavar und Casal de Cambra.

Kriterien:

  • mehr als 3.000 Wahlberechtigte
  • und eine gewissen Anzahl erforderlicher öffentlicher Einrichtungen

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Montelavar Casal de Cambra .

Die UNESCO hat wieder einmal auf die mangelhafte Verwaltung des Weltkulturerbes in Sintra aufmerksam gemacht.

Die als Weltkulturerbe klassifizierte Kulturlandschaft Sintras sei in Gefahr, so das Ergebnis einer Studie. Kerstin Manz zufolge, sie ist für Europa und Nordamerika zuständig, gehört Sintra zu den Orten, deren Klassifizierung neu zu bewerten sei. Es gebe zahlreiche Probleme auf Ebene der Verwaltung und der Restaurierung der Kulturdenkmäler. Allerdings gab Manz auch zu verstehen, dass Sintra im Augenblick nicht Gefahr liefe, auf die Liste des gefährdeten Weltkulturerbes zu geraten oder gar die Klassifikation zu verlieren.

Ende Juni werde in Sevilha allerdings eine Liste mit Empfehlungen verabschiedet.

(Das Welterbezentrum hat seinen Sitz in Paris.)

In zwei Wochen wird Dresen aller Wahrscheinlichkeit nach und zu Recht wegen des Brückenbaus in der Elb-Aue als erste Stätte überhaupt von der Liste des Weltkulturerbes gestrichen.

Anders als in Dresden wird in Sintra das Weltkulturerbe (und nicht nur das) fast unter Ausschluss der Öffentlichkeit verspielt.

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UNESCO Weltkulturerbe .

Das Bild von Isaias Newton zeigt, so der Titel, die Rua dos Amores in Colares.

Isaias Newton - Rua dos Amores

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Rua dos Amores .

Pateo do Prior, em Collares, so lautet der Titel eines der Gemälde Alfredo Keils.

Auf diesen Patio, der ganz markante Elemente der arabischen Tradition der Region aufweist, stieß der Künstler bei einem Spaziergang durch Colares.

Alfredo Keil - Pateo do Prior

(Der Druck ist nur schwarz-weiß.)

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Pátio do Prior Alfredo Keil .

Zwischen dem 5. Juni und dem 5. Juli 2009 findet wieder das Festival de Sintra statt.

Konzerte finden unter anderem im Palácio de Queluz, im Palácio Nacional de Sintra, in der Quinta da Regaleira und in Seteais statt.

Mehr Hinweise demnächst.

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Festival de Sintra .

In Sintra wurde auf Initiative des Bloco Esquerda eine neue "Städtische Tierhaltungsordnung" beschlossen (Regulamento de Animais do Município de Sintra).

Stierkämpfe sollen nicht mehr stattfinden, Zirkusveranstaltungen, so weit ich informiert bin, nur unter sehr strikten Auflagen. Sintra folgt damit anderen Städten wie Viana do Castelo, Braga und Cascais.

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Tierschutz .

Die Legião Portuguesa, 1936 gegründet, war eine dem Innen- und Kriegsministerium unterstellte paramilitärische Organisation im Estado Novo.

Aufgabe der Legião Portuguesa war, so hieß es, die Verteidigung des geistige Erbes der Nation, oder anders gesagt: der Schutz vor Liberalismus und Kommunismus.

In den 50er- und 60er Jahren war die Legião Portuguesa schließlich vor allem für die Verfolgung der politischen Opposition zuständig.

Auch in Praia da Maçãs hatte die Legião Portuguesa einen Sitz. Das Gebäude steht zur Zeit leer. (Pedro Macieira schlägt ein Museum für die jüngere Geschiche vor, an die sich kaum einer der jüngeren Leute mehr erinnere. Eine gute  Idee, wie ich finde.)

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Legião Portuguesa .

Zwischen der Rua Barros Queirós, der Rua Ulisses Alves und der Rua Capitão Mário Pimentel, wo sich heute der Markt von Estefânia befindet, wurde vor 1878 eine Stierkampfarena gebaut.

Nach Gründung der Republik ließ der Gemeindepräsident Fernando Formigal de Morais diese Arena niederreißen, um eine bessere Anlage an dieser Stelle errichten zu lassen, ein Plan, der allerdings nie verwirklicht wurde.

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Stierkampf Markt Fernando Formigal de Morais Estefânia .

Immer wieder wurde der Praia das Maçãs zum Schauplatz dramatischer Badeunfälle.

Und deren Chronik reicht weit zurück.

1838

In seinem Werk "Cintra Pinturesca" berichtet der Visconde de Juromenha von einem traurigen Ereigniss im Jahr 1838, als drei badende Frauen aus der Gegend gemeinsam mit den Bademeistern zum Opfer der am Praia das Maçãs herrschenden gefährlichen Brandung wurden.

Nur eine Frauenleiche wurde an den Strand gespült, die anderen Toten wurden nie entdeckt.

1905

Am 28. September 1905 um 7 Uhr morgens brachen zwei Mädchen aus Mucifal, die vierzehnjährige Marcellina Rosa und die fünfzehnjährige Umbellina d'Assumpção, wie üblich nach Praia das Maçãs zum Baden auf.

(Interessant ist der Zeitpunkt, ein Tagesablauf, ganz und gar verschieden von dem heute Üblichen. Früh am Morgen sind auch die Bademeister bereits vor Ort und betreuen ihre Kunden.)

In der Baracke von João Claudio zogen sich die Mädchen um, und gingen dann mit dem Bademeister ein erstes Mal ins Wasser. Ausdrücklich warnte João Claudio sie auf dem Rückweg, allein einen weiteren Versuch zu wagen. Aber die Mädchen hörten nicht auf ihn. Denn während der Bademeister nun bereits mit dem nächsten Kunden im Wasser war, wurde er darauf aufmerksam gemacht, dass beide Mädchen vergeblich gegen die Brandung kämpften.

João Claudio versuchte beiden zu Hilfe zu kommen, konnte ein Mädchen noch am Badeanzug packen, doch die Gewalt der Wellen war stärker; auch tauchend gelang es ihm nicht, Marcellina und Umbellina zu retten. Völlig erschöpft, konnte sich der Bademeister kaum aus eigener Kraft an den Strand retten.

Als die Nachricht von diesem Unglück nach Mucifal gelang, machten sich die Eltern der beiden Mädchen gemeinsam mit anderen Leuten aus dem Dorf zum Praia das Maçã auf. Und dort spielten sich nun schrecklichen Szenen ab.

Die aufgebrachte Menge beschuldigte schnell die Bademeister, die ihrem Zorn, aus Wut wurden João Claudio, Afonso Lopes und José Daniel mit Steinen beworfen, nur dadurch entgehen konnten, dass sie sich ins Chalet Cunha und ins Zollbüro (posto fiscal) von Azenhas do Mar flüchteten.

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