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Notizen aus Sintra

Die Condessa d'Edla in Sintra – morganatische Ehe

Von: K.P. am 11. November 2008

Sintra | Kultur Archiv

Die künftige Condessa d'Edla und Dom Fernando II. wurden im Palácio de Visme am 10. Juni 1869 morganatisch vermählt.

In der Wikipedia wird der juristische Begriff so erklärt:

Als morganatische Ehe (lat. matrimonium morganaticum, mittellateinische Neubildung zu althochdeutsch morgangeba, „Morgengabe“) oder Ehe zur linken Hand bezeichnet man eine im europäischen Adel nicht selten vorkommende Form der Ehe, bei der einer der beiden Ehepartner (meistens die Frau) von niedrigerem Stand war als der andere (Nichtebenbürtigkeit). Da die Witwe und die Nachkommen nicht erbberechtigt waren, musste ihre finanzielle Versorgung nach dem Tod des Ehemannes schon zu Lebzeiten durch einen Ehevertrag gesichert werden. Daher auch die Bezeichnung matrimonium ad morganaticam oder Ehe auf bloße Morgengabe.

Allerdings umschreibt der Begriff nur den historischen Sachverhalt, nicht aber die juristische Situation. Denn das Institut der morganatischen Ehe gab es im portugiesischen Recht nie. Helder Guégués , von dem diese Information stammt, erklärt weiter, dass mit dem Institut ein genaues Ritual verbunden war: am Tag nach der Eheschließung überreicht der Ehemann im Beisein von Zeugen seiner Vermählten ein symbolisches Geschenk, im Deutschen morgengeba genannt, woraufhin diese erklärt, dass sie und ihre Kinder auf alle aus der Ehe resultierenden (Erb-)Rechte verzichten.

Quelle: Helder Guégués: Guten Morgan!

Zuletzt geändert am 11.11.2008 9:13:41 von K.P.

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Unter den folgenden Schlagworten finden Sie weitere Informationen zu diesem Thema:
Condessa d'Edla Dom Fernando II. .

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