Sempre gostara muito de Sintra! Logo ao entrar, os arvoredos escuros e murmurosos do Ramalhão lhe davam uma melancolia feliz! (Eça de Queiroz)
... auf der Straße nach Sintra, immer näher an Sintra, auf der Straße nach Sintra, immer ferner mir selbst (Fernando Pessoa)
Sie sind hier: Sintra Notizen aus Sintra Legende von der Gründung der Ermida de Nossa Senhora da Peninha
In Almoinhas Velhas lebte eine arme Familie mit ihrer stummen Tochter, die in den Bergen Schafe hüten musste. Eines Tages verschwand nun ein ganz weißes Schaf aus ihrer Herde. Das Mädchen begab sich auf die Suche und fand zu ihrer Verwunderung das verlorene Tier auf einem nah gelegenen Gipfel der Serra de Sintra in den Armen eines schönen Mädchens.
Die Hirtentochter solle, sagte das Mädchen, nur nach Hause zurückkehren, es werde ihr an Brot nicht mangeln. Diese war voller Zweifel, doch erwiderte das schöne Mädchen von Neuem, es solle nur ruhig im Kasten nach dem Brot schauen.
Zu aller Erstaunen kam die Tochter nun laut rufend nach Hause und erzählte der Mutter, dass es Brot für alle zum Essen gebe. Schnell sprach sich herum, was geschehen war. Und die Hirten und Bauern des Dorfes zogen gemeinsam in die Berge um zu prüfen, was sie gehörte hatten.
Das schöne Mädchen fanden sie nicht; doch nach langem Suchen gewahrten sie unter einem Stein ein Bildnis der Mutter Gottes. Dieses brachten sie zur damals längst schon verlassenen Capela de S. Saturnino am Fuße jenes Peninha genannten Berges; doch am nächsten Tag war das Bildnis wieder verschwunden.
Wieder und noch einmal wurde das Bildnis auf dem Gipfel entdeckt und in die Kapelle getragen; doch beim dritten Mal verstanden die Leute das Zeichen. Und mit ihren geringen Mitteln errichteten sie auf dem Gipfel des Berges eine neue Kapelle mit einen steinernen, doch vom Bildnis der Mutter Gottes gekrönten Altar.
In diese Version der Legende sind bereits verschiedene Überlieferungsstränge eingeflossen. Zur Wunderheilung, die taube Hirtentocher kann wieder sprechen, kommt die wundersame Rettung vor Hunger durch sechs Laib Brot.
Aber es gibt noch weitere Legenden, die in ähnlicher Form auch an anderen Orten mit alten Marienkulten erzählt werden. Eine dieser Geschichten weiß von Seeleuten, die in ihrer Not schwörten, eine Kapelle zu errichten, wenn sie aus ihrer Seenot gerettet würden. Und tatsächlich finden sich in der Kapelle ja auch Motive aus dem Seefahrerleben.
Wie durch ein Wunder sei eine Quelle aus der Erde gebrochen und hätte so als Zeichen die Stätte der neuen Kirche bestimmt. Auch als eine der Sieben Schwestern wird Peninha gesehen.
Als registriertes Mitglied können Sie einen Kommentar zu diesem Beitrag verfassen.
Noch keine Kommentare vorhanden.
Wenn Sie an einer Wanderung durch die Serra de Sintra oder einer individuellen Stadtführung durch Sintra interessiert sind, benutzen Sie bitte das Kontaktformular.
Sie wollen Lissabon auf individuelle Weise kennenlernen? Dann besuchen Sie Stadtführungen durch Lissabon.
Wenn Sie sich für Sintra interessieren - auf dieser Website finden Sie eine bunt gemischte Sammlung aus persönlichen und mehr oder weniger aktuellen Notizen, Informationen und längeren Texten über Sintra. [Editorial]
Neue Schlagzeilen anderer Website über Sintra.
In den zwanziger Jahren des 20. Jahrhunderts wollten einige Männer der Stadt Sintra ein neues Gesicht verpassen. Das Unternehmen ist mehr oder weniger gescheitert, was bleibt, ist eine leichte Irritation. Notizen zur Geschichte des Kasinos. [ Mehr ... ]
Westlich von Lissabon, zwischen der Serra de Sintra und dem Atlantik liegt eines der kleinsten, aber auch eines der berühmtesten Weinbaugebiete Portugals. Notizen zu seiner Geschichte. [ Mehr ... ]
© Copyright 2008 Dr. Karsten Poppe