Sempre gostara muito de Sintra! Logo ao entrar, os arvoredos escuros e murmurosos do Ramalhão lhe davam uma melancolia feliz! (Eça de Queiroz)
... auf der Straße nach Sintra, immer näher an Sintra, auf der Straße nach Sintra, immer ferner mir selbst (Fernando Pessoa)
Von: K.P. am 01. April 2010 keine Kommentare
Kaum mehr als eine Woche ist es her, dass landesweit die Aktion Limpar Portugal stattfand.
Wie es ein paar Tage später an einem der traditionellen Müllabladeplätze in Sintra aussieht, zeigen Vitalino Cara D'Anjo und Susana Amor in ihrem Blog Notícis de Colares.
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Müll
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Von: K.P. am 29. Dezember 2009 keine Kommentare
Heftige Regenfälle haben in Colares zu schweren Überschwemmungen geführt.
Der Autoverkehr brach zusammen, an der Tankstelle in Colares wurde die Ufermauer zum Rio das Maçãs zerstört.
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Colares
Wetter
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Von: K.P. am 02. Juni 2009 keine Kommentare
Das Bild von Isaias Newton zeigt, so der Titel, die Rua dos Amores in Colares.
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Rua dos Amores
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Von: K.P. am 02. Dezember 2008 keine Kommentare
Die Fruchtbarkeit der Gegend um Colares wird schon von antiken Autoren gefeiert.
Wenn die Serra de Sintra im Laufe der Jahrhunderte ihr Gesicht ganz wesentlich verändert hat, so ist das Wasser das gleichsam ewige und harmonische Motiv in der Kulturgeschichte dieser Landschaft. Vor der atlantischen Kulisse entspringt das Leben der Menschen aus dem Wasser. An die Plätze, an denen Wasser gefunden wird, kehren Menschen auf ihren Wanderungen zurück, an diesen Orten siedeln sich Menschen später auf Dauer an. Brunnen erinnern an diese kontinuierlichen Gründungsakte. Quellen, Bäche und Flüssen strukturieren als feines Netz die Kultivierung neuer Orte und schreiben sich nicht zuletzt auch in die mythologische Landschaft Sintras ein.
Aber auch Wasserläufe haben ihre Geschichte, Quellen versiegen und Flüsse ändern ihren Verlauf,
Der Rio das Maçãs oder Rio de Colares entspringt in Lourel. Bis er am Praia das Maçãs in den Atlantik mündet, wird er von zahlreichen anderen Bächen aus Almagre, Morelinho, Nafarros, Mucifal, Mata, Urca, Valente und Janas gespeist.
Es folgt eine Liste der Brunnen in Colares.
(Diese Liste hat auch den Zweck, die interne Verlinkungen von Artikeln zu testen. Die Artikel zu den einzelnen Brunnen werden mit Fotos unter Sintra – Kultur zu finden sein.)
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Wasser
Brunnen
Mythologie
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Von: K.P. am 04. November 2008 keine Kommentare
Der Komponist und Pianist José Viana da Motta (geboren in Tomé am 22. April 1868, gestorben in 1948 Lissabon) war einer der portugiesischen Künstler, die von der Condessa d'Edla und dem Ex-Regenten D. Fernando II. protegiert wurden, und sicherlich einer der vielseitigsten Künstler des Landes.
Zwei Jahre nach seiner Geburt verließ seine Familie S. Tomé und zog nach Colares, wo er einen Teil seiner Kindheit verbrachte.
Gefördert wurde sein Studium am Lissabonner Konservatorium und später (1882) ein dreijähriger Studienaufenthalt in Berlin. 1885 wurde er in Weimar zum Schüler Liszts, der in diesem Jahr verstarb. Da Motta zog darauf nach Frankfurt, wo er von Hans von Bülow unterrichtet wurde, dem berühmten Pianisten, der damals noch mit Cosima Liszt, der späteren Frau Wagners, verheiratet war.
Als Dreizehnjähriger schrieb er eine der Condessa d'Edla gewidmete Partitur mit dem Titel “Au bord du lac de Pena” und trat im Salão da Trindade auf.
Er unterhält Beziehungen zur radikalen Moderne, schreibt in deutschen Zeitungen für dasd Feuilleton, spielte Bach, Beethoven und Liszt, erlangte internationalen Ruhm und versuchte in Portugal die Dominanz der italienischen Oper durch eine Wende zu Wagner zu brechen.
Erst 1917 kam da Motta endgültig zurück nach Portugal. Von 1919 bis 1938 unterrichtete er am Conservatório Nacional de Lisboa. Zu seinen Schülern gehören Fernando Lopes-Graça, Sequeira Costa, Helena Sá e Costa und Cristina Pimentel.
Ihm zu Ehren wurde 1958 der Prémio Viana da Motta für junge Pianisten gestiftet.
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Condessa d'Edla
Dom Fernando II.
Berlin
José Viana da Motta
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Von: K.P. am 14. August 2008 keine Kommentare
Zu Mariä Himmelfahrt gibt es am 14. und 15. August in Colares zahlreiche Konzerte und Veranstaltungen. (Leider fehlt mir gerade die Zeit, die Hinweise zu übersetzen.)
19:00H – Abertura do Arraial
21:30H – Procissão dos Oragos, saída da Várzea de Colares e acompanhada pela Fanfarra dos B.V. Colares
22:30H – Concerto pela Orquestra Ligeira da S.R.M. Almoçageme
15:00H – Abertura do Arraial
15:30H – Celebração da Eucaristia, pelo Pároco, Padre José António Silva na Igreja Paroquial, seguida de Procissão
18:30H – Concerto pela Banda dos B.V. Colares
20:00H – Rancho Folclórico dos Recreios da Venda Seca
21:30H – Concerto com o Grupo Arde Coro – na Igreja Paroquial
23:30H – Baile com o conjunto musical Duo José Alegre
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Mariä Himmelfahrt
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Von: K.P. am 26. Mai 2008 keine Kommentare
Pedro Macieira hat einen kleinen Film mit Eindrücken aus Sintra und Colares zusammengestellt.
Pedro Macieira ist Autor des Blogs
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Bilder
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Von: K.P. am 26. Mai 2008 keine Kommentare
In seinem Blog zeigt zm drei prägnanten Beispiele für moderne Architektur in Colares.
Die ersten beiden dieser
Layout von internen Autolinks flicken.
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Architektur
Manuel Graça Dias
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Von: K.P. am 26. Mai 2008 keine Kommentare
In Colares wird seit April 2007 Altspeiseöl zu Biodiesel recycelt.
Zwischen April und Dezember wurden 7.820 Liter Speiseöl gesammelt, aus denen 1.618,50 Liter Biodiesel gewonnen werden konnte.
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Biodiesel
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Von: K.P. am 26. Mai 2008 keine Kommentare
Die Familie Keil hat architektonisch ihre Spuren in Colares hinterlassen und ist dem Ort und der Landschaft, die Alfredo Keil so fasziniert hat, treu geblieben.
Und noch immer lebt ein Teil der Familie Keil in Colares.
Bilder folgen demnächst ...
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Alfredo Keil
Guida Keil
Keil do Amaral
Villa Guida
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Von: K.P. am 01. Mai 2008 keine Kommentare
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Heineken
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Von: K.P. am 01. Mai 2008 keine Kommentare
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Freiwillige Feuerwehr
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Von: K.P. am 29. April 2008 keine Kommentare
Am 13. April 2007 wurde im Centro Educativo, Desportivo, Cultural e Recreativo in Azenhas do Mar (CEDCRAM) das Museu da Vinha e do Vinho de Colares mit für den regionalen Weinbau typischen Artefakten und Zeugnissen eröffnet.
Für das vom Europäische Sozialfond (ESF) finanzierte Projekt veranwortlich ist TEIAS, ein aus vier Partnern (der Associação Portuguesa para a Análise do Valor, der Câmara Municipal de Sintra, dem Instituto das Comunidades Educativas und der Associação Olho Vivo) bestehendes Konsortium.
Die kleine Ausstellung war ein Flop und ging auf Wanderschaft, erst nach Almoçageme, in die Adega de Fernando Rilhas, dann in die Escola de Galamares. Räume für eine Dauerausstellung wurden bis jetzt nicht gefunden.
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CEDCRAM
Museu da Vinha e do Vinho de Colares
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Von: K.P. am 29. April 2008 keine Kommentare
1999 hat die Fundação Oriente unter dem Vorsitz von Carlos Monjardino den in den achziger Jahren von Carvalho, Ribeiro & Ferreira angelegten und bewirtschaften größten Weinberg der Region erworben.
Auf dem zwischen Praia das Maçãs und Azenhas do Mar gelegenen, neun Hektar umfassenden Vinha Grande wird gegenwärtig wieder zu 95% Ramisco nach traditioneller Weise auf chão de areia angebaut. Für seine Erschließung wurde die Quinta das Vinhas de Areia, Sociedade Agrícola Lda. gegründet, bei der auch auch die Rechte an der Traditionsmarke MJC Manuel José Colares liegen, deren Kellerei ebenfalls übernommen wurde.
Unter der Leitung von João Goulão und dem Önologen Paolo Nigra wurden die alten Reben, aus deren Erträgen zuletzt Aguardente gewonnen wurde, ausgerissen und zunächst neue Weinstöcke der Sorten Malvasia de Colares und Arinto gepflanzt. 2001 wurde die Häfte der Rebstöcke neu gesetzt, die Rekultivierung zog sich aber bis 2004 hin, weil Reblinge der Sorte Ramisco äußerst rar geworden sind. Als zum Teil kontrovers diskutierte Innovation wurde ein Bewässerungssystem installiert.
Der Weinberg ist relativ gut vor dem Meer und starken Winden geschützt, im Sommer liegen die Temperatur durchschnittlich bei 18° Celsius, gerade die richtigen Bedingungen für Ramisco und Malvasia. Weil das Anbaugebiet nicht so nah an der Küste liegt wie einige andere Lagen, mussten die Rebstöcke nicht kriechend auf dem Boden, um vor dem Wind geschützt zu sein, angelegt werden, so dass die Pflanzen jetzt mehr Sonne bekommen und generell ökonomischer kultiviert werden können. Die intensivere Sonnenbestrahlung führt zu einem höheren Alkoholgehalt und zu einer Reduzierung der Tanine, so dass der MJC schneller in den Handel gelangen kann als seine Vorgänger.
Während vom ersten Weißwein gerade 800 Flaschen in den Handel gelangten, liegt die Anzahl der abgefüllten Flasche jetzt bei etwa 15.000 Flaschen Weiß- und ebensoviel Flaschen Rotwein pro Jahr.
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Wein
Fundação Oriente
Ramisco
Vinha Grande
MJC Manuel José Colares
Quinta das Vinhas de Areia
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Von: K.P. am 29. April 2008 keine Kommentare
1931 wurde die Adega Regional de Colares mit einem Kapital von 100.000 Escudos gegründet, um die vorherrschende Anbaupraxis zu regulieren und Panscherei zu vermeiden, die den Wein der Region in Misskredit zu bringen drohte.
Schon Ende der 30er Jahre konnte die Adega unter der Leitung von Dr. Brandão de Vasconcelos und Alberto Totta der regionalen Weinproduktion zu einem Aufschwung verhelfen.
Gegenwärtig vereint die Winzergenossenschaft unter der Präsidentschaft von José Vicente Paulo etwa 70 Betriebe der Gemeinden Colares, São Martinho und São João das Lampas, das sind mehr als 90% aller Weinbauern des Bezirks, die gemeinsam für mehr als 50% der regionalen Produktion verantwortlich sind. (Die restlichen 10% sind für beinahe die Hälfte der regionalen Produktion verantwortlich.)
70% des produzierten Weines wird auch in der Adega verkauft.
Von den in Adega Regional de Colares organisierten Kellereien bieten dreißig Weine mit dem Siegel DOC Colares an, der Rest produziert ausschließlich nicht zertifizierte Weine im konventionellen Anbau (chão rijo).
Der Jahresproduktion an Rotwein von etwa 20.000 Flaschen steht der Weißwein mit etwa 15.000 Flaschen kaum nach.
Heute werden alle Weine der Winzergenossenschaft in der Adega vinifiziert; gelagert werden sie aber in den Kellern der jeweiligen Winzer. Mehr als 15000 Liter fassen die riesigen Fässer die an den Seiten des 120 Meter lang Hauptschiffes dieser Kathedrale des Weins aufgereiht sind.
Durchschnittlich werden 70 Hektoliter Qualitätswein mit Herkunftsangabe (Qualidade Produzido em Região Determinada, VQPRD), 125 Hektoliter Wein vom Typ „Regional Estremadura“ und 170 Hektoliter Tafelwein produziert.
Ein großer Teil der Ernte wird von der Adega an die einzigen beiden verbliebenen regionalen Abfüller Viúva Gomes & Filhos und António Bernardino Paulo da Silva verkauft. Die Hinweise auf den Abfüller beginnen auf dem Etikett mit engarrafado .
2006 konnte gegenüber dem Vorjahr ein Anstieg der Produktion um 10% verzeichnet werden. Die Adega produzierte 55.000 Flaschen, 18.000 davon mit dem Siegel DOC Colares, 15.000 Regional Estremadura, der Rest Tafelwein.
Die Adega hatte nicht nur in der Vergangenheit landesweit einen ausgezeichneten Ruf. Persönlichkeiten aus Politik und öffentlichem Leben zeigen sich immer noch gerne auf Weinproben und diversen Festivitäten.
Die Veranstaltungsagentur Coisas do Vinho organisiert diese Vermarktung, während ein Abkommen mit der Bezirksregierung in Sintra, das Maßnahmen zur Förderung der Adega und des regionalen Weinbaus umfasst, noch auf seine Realisierung wartet.
Die Adega, in der bis zu 600 Personen Platz finden, wird als Schauplatz für kulturelle Veranstaltungen genutzt, für Empfänge, Konzerte, Hochzeiten und andere, wie man heute so gerne sagt, Events. Im Turm oberhalb des Haupteingangs steht ein weiterer Saal für 100 Personen zur Verfügung.
In der Adega kann man sich über die Geschichte des Weins und der Adega informieren lassen, die freundlichen Angestellten stehen gerne Rede und Antwort.
Die Adega Regional de Colares ist leicht zu finden. 100 Meter nach der Kreuzung ist auf der rechten Straßenseite das lang gezogene weiße Gebäude mit seinem großen Kachelbild nicht zu übersehen.
Der Eingang befindet sich an der Nordseite der Adega, gegenüber der Banco Comercial Português (BCP) an der Kreuzung nach Banzão.
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Wein
Adega Regional de Colares
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Von: K.P. am 29. April 2008 keine Kommentare
Nicht zuletzt durch die Krise des Weinbaus 1864/1865 wurde Nachfrage und Verbreitung des Weins befördert, die steigenden Preisen führten zur Etablierung eines typischen Luxusprodukts.
In der Gegenwart hat sich der urbane Druck auch in dieser Region bemerkbar gemacht, die Nähe zu Lissabon hat Sintra und Colares mehr und mehr den einst ruralen Charakter genommen.
Dazu kommen die ökonomischen Faktoren. Die Kosten für die die Kultivierung in den Dünen sind hoch, die Erträge pro Hektar aber gering. Arbeitskräfte für die originale Anbauweise fehlen oder sind teuer. In letzter Zeit wurde dann auch verstärkt in den konventionellen Anbau auf chão rijo investiert, der keine spezialisierten Arbeitskräfte benötigt.
Die Gebiete wurden immer weiter reduziert, von den einst 1500 Hektar chão de areia sind gerade noch etwa 22 Hektar geblieben, die gegenwärtig nicht einmal vollständig genutzt werden. Die meisten Weinberge sind kleiner als ein Hektar und befinden sich in Familienbesitz.
Der Erhalt dieses typischen Weins ist aber nicht vor allem ein ökonomisches Problem, sondern eine Frage des kulturellen Selbstverständnisses, die gegenwärtig auf ganz unterschiedliche von der Adega Regional de Colares und der Fundação Oriente beantwortet wird, beides Einrichtung, die einer lange Tradition unter modernen Bedingungen neues Gewicht zu verschaffen suchen .
Hat der Wein aus Colares einen großen Teil seines Aufstiegs den schrecklichen Verwüstungen der Reblauskatastrophe zu verdanken, und ist sein Niedergang an die urbane und touristische Entwicklung der Region geknüpft, muss er sich jetzt auf einem Markt bewähren, auf dem die Konkurrenz in- und ausländischer Weine kaum mehr zu überblicken ist.
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Adega Regional de Colares
Fundação Oriente
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Von: K.P. am 29. April 2008 keine Kommentare
Seine große Zeit hatte der Wein aus Colares während des 19. Jahrhunderts.
1808 wurde von Gomes da Silva die Kellerei Viúva Gomes & Filhos gegründet.
Durch Viúva Gomes wurde der Wein aus Colares berühmt, exportiert wurde er vor allem nach Brasilien.
Im 19. Jahrhundert führte der Rebschädling im europäischen Weinbau zu dramatischen Verwüstungen, der Reblauskatastrophe. Die aus Nordamerika stammende Blattlaus-Verwandte wurde in den sechziger Jahren des Jahrhunderts durch Rebstöcke von der Ostküste Amerikas über London ins südliche Frankreich eingeschleppt und breitete sich rasant über sämtliche europäische Weinbaugebiete aus. Besonders schlimm traf es Frankreich. Zwischen 1865 und 1885 zerstörte die Reblaus große Teile der französischen Weinanbaugebiete, die erst 1850 nach der Mehltaukrise durch neue Reben aus Amerika ersetzt worden waren.
Doch als sich 1865 die Reblaus, die im europäischen Weinbau dramatische Verwüstungen verursacht hatte, auch im Norden des Landes verbreitete, blieben in Colares die in den sandigen Boden gepflanzten Rebstöcke vom Schädling (Viteus vitifoliae) verschont. Und während zur Schädlingsbekämpfung reblausresistente Weinreben der Arten Vitis riparia und Vitis berlandieri aus Amerika mit einheimischen Edelreisern (Vitis vinifera) bepfropft wurden, wird der Ramisco immer noch ungepfropft (wurzelecht) angebaut, wie Portugal überhaupt vermutlich über die größte Varietät authochtoner roter und weißer Rebsorten verfügt.
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Wein
Viúva Gomes & Filhos
Reblaus
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Von: K.P. am 29. April 2008 keine Kommentare
Zwar nennt der portugiesische Weinkenner Ferreira Lapa 1866 den aus Colares stammenden Wein den französischsten seines Landes, vergleichbar nur den Rotweinen des Médoc, und der Visconde de Juromenha strickt in seinem Reiseführer Cintra Pituresca weiter an der Legende; doch wisssen wir nicht, ob König Dom Afonso III. im 13. Jahrhundert tatsächlich eine neue Rebsorte aus Frankreich an die Westküste des Atlantiks bringen ließ und welcher Art diese Rebstöcke gewesen sein mögen.
Seinen Ruhm verdankt der Wein aus Colares dem legendären, auf chão de areia angebauten Ramisco, einer autochtonen, spät reifenden Weinsorte, die 1790 zum ersten Mal beschrieben wurde und sich gegenwärtig durch pflaumenblaue kleine Beeren mit dicker Schale auszeichnet.
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Ferreira Lapa
Ramisco
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Von: K.P. am 29. April 2008 keine Kommentare
1756 wurde in Portugal unter der Regierung des Marquês de Pombal mit der Demarkation des Portwein-Gebiets am Douro das weltweit erste Gesetz zur Begrenzung eines Anbaugebiets erlassen, doch die Grenzen für die Weinregion Colares wurden erst viel später, unter König Dom Manuel II. gezogen. 1908 wurde die Region Colares zum staatlich kontrollierten Herkunftsgebiet, das gegenwärtig etwa 20 Hektar umfasst; Weine konnten fortan mit dem Siegel Denominação de Origem Controlada (DOC) ausgezeichnet werden.
Verantwortlich für die Zertifizierung DOC Colares ist die Comissão Vitivinícola Regional de Bucelas, Carcavelos e Colares (CVRBCC).
Geologisch werden zwei Anbauregionen (Subregionen) in Colares unterschieden, die einerseits durch das Sonnenlicht reflektierende, trockene Sandböden (chão de areia), andererseits durch kalkreiche Mergelböden (chão rijo) charakterisiert sind.
Auf chão de areia wie auf chão rijo werden rote und weiße Weine erzeugt. Bei Rotweinen darf der Ertrag 55 Hektoliter (1 Hektoliter = 100 Liter) pro Hektar nicht überschreiten, bei Weißweinen ist die Grenze bei 70 Hektoliter angesetzt.
Die Weine aus kontrollierter Herkunft (DOC) stammen generell aus Lagen des Typs chão de areia, bis zu 10% dürfen ihnen Trauben und Most aus konventionellem Anbau hinzugfügt werden.
Rotwein mit dem Siegel DOC besteht zu 80% aus Trauben der Sorte Ramisco, für die restlichen 20% können Molar, João Santarém (auch Castelão oder Periquita genannt) und Parreira Matias verwendet werden.
Jung ist der Wein tiefrot und äußerst tanninreich, der Geschmack noch rauh und trocken und ohne Körper; erst im Verlauf des Barriqueausbaus und während der anschließenden Flaschenreife werden die Gerbstoffe reduziert, die Weine kirschroter Farbe sind dann trotz ihres geringen Alkoholgehalts sehr vollmundig, eigentümlich streng und kräftig. Kein Wunder, dass bei Eça de Queiroz ein Protagonist räsonnieren kann, der Wein sei ein junger aus Colares oder verdorben.
Der fruchtige, leicht säuerliche und zitronengelbe Weißwein muss, um die DOC-Kriterien zu erfüllen, zu mindestens 80% aus Malvasia de Colares erzeugt werden, zusätzlich sind Arinto, Galego Dourado, Jampal und Vital (und Fernão Pires) erlaubt.
Während für die auf Sandböden erzeugten Rotweine hauptsächlich Trauben der Sorte Ramisco verwendet werden, herrscht im konventionellen Anbau die Sorte João Santarém (je nach Region auch Castelão oder Periquita genannt) vor; 80% der Trauben müssen von ihr stammen, außerdem sind Molar, Parreira Matias und Tinta-Miúda erlaubt.
Konventionell produzierte Weißweine müssen zu mindestens 80% aus Malvasia bestehen und dürfen zusätzlich Trauben der Sorten Arinto, Galego Dourado, Fernão Pires, Jampal und Vital enthalten.
Weine mit der Bezeichnung DOC gelangen erst nach einer Mindestreifezeit in den Handel. Rotweine müssen 18 Monate im Fass und 6 Monate in der Flasche, Weißweine 6 Monate im Fass und 3 Monate in der Flasche lagern.
Der Alkoholgehalt der Weiß- und Rotweine beträgt mindestens 10% vol. Dieser geringe Alkoholgehalt ist durchaus typisch für die an der portugiesischen Küste angebauten Weine
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Vor vielen Jahrhunderten gehörten die heute am Rande von Pinienwäldern gelegenen Dünen, auf denen traditionellerweise Weise der Vinho de Colares angebaut wird, noch dem Meer.
Der kleine Fluss, der heute am Praia das Maçãs ins Meer mündet, war schiffbar, in Banzão gingen vermutlich Transportschiffe vor Anker, überliefert ist ein Hafen namens Basa, der wahrscheinlich schon aus römischer Zeit stammt.
Die besonderen geologischen Bedingungen in Colares tragen dazu bei, dass die Anlage neuer Weinberge sehr schwierig ist.
Doch wurden von den in Sandböden befindlichen Weinstöcke etwa 80% noch auf traditionelle Weise gesetzt.
Dazu werden tiefe Gräben von zwei bis drei Meter Tiefe in die Sanddünen gegraben, die bis an tonhaltige Schichten reichen. Diese Arbeiten sind nicht ungefährlich, da die ausgehobenen Gräben sehr tief sind und das Erdreich nicht stabil ist. Auf alten Fotos kann man sehen, wie die Arbeiter bei fortgeschritttener Arbeit ihre Köpfe mir geflochtenen Weidekörben bedecken, um so bei einem Erdrutsch noch Luft zum Atmen zu haben.
So nah am Meer und den salzigen, oft starken und andauernden Winden ausgesetzt, vor denen Palisaden aus geflochtenem Schilfrohr oder Kunststofffolien aber auch Reihen kleiner Apfelbäume schützen, bedarf der Wein intensiver Pflege. Sind die ersten Reben gepflanzt, wird darauf geachtet, dass sie Nebentriebe ausbilden, die sich im Erdreich verankern. Haben die Reben Bodenhöhe erreicht, wird das Erdreich vorsichtig wieder aufgeschüttet. So erscheint Stammrebe oberhalb des Bodens als wild durcheinander wachsende lange Reihe von Einzelpflanzen, die jeweils von Stöcken gehalten werden.
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