Sempre gostara muito de Sintra! Logo ao entrar, os arvoredos escuros e murmurosos do Ramalhão lhe davam uma melancolia feliz! (Eça de Queiroz)
... auf der Straße nach Sintra, immer näher an Sintra, auf der Straße nach Sintra, immer ferner mir selbst (Fernando Pessoa)
Von: K.P. am 03. Mai 2010 keine Kommentare
Rui Cristino da Silva ist ein Maler, der uns Sintra in beinahe fotorealistischen Ansichten zeigt.
Gestochen und fast irritierend scharf sind seine Bilder der Küste zwischen Azenhas do Mar und dem Praia da Ursa, als überlagerten Bilder der digitalen Welt die Landschaft des Ölgemäldes.
Rui Cristino da Silva wurde 1948 in Lissabon geboren und lebt jetzt in Almoçageme.
Im November 2010 kann eine Ausstellung des Künstlers im Rathaus von Amadora, Casa Roque Gameiro, besucht werden.
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Rui Cristino da Silva
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Von: K.P. am 31. März 2010 keine Kommentare
Werbekampagnen nerven vor allem dann, wenn sie nur heiße Luft produzieren, in der Trugbilder entstehen, die mit der Realität nichts zu tun haben.
Mit der Phantasmagorie "Romantisches Sintra" ist das der Fall. Das Bild des romantischen Sintras, mit dem neue Touristenströme in den Ort gelenkt werden sollen, ist nicht nur historisch verkürzt, sondern lenkt von der Realität eines Verfalls ab, in dessen Ruinen längst kein romantischer Geist mehr lebt. Ein paar Beispiele:
Zu schweigen von weniger berühmten Häusern, die seit Jahren um Aufmerksamkeit flehen.
Die Natur steht als konstenlose Kulisse bereit. Sintra ruiniert das Erbe, von dem der Ort lebt.
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Romantik
Verfall
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Von: K.P. am 30. März 2010 keine Kommentare
Der Bauer (o saloio) - das ist der, der die Stadt passiert. Er tritt in die Stadt ein - und bringt mit seinen Waren auch seinen ländlichen Blick mit.
apesar de o saloio ter o hábito de ir à cidade vender os seus produtos, manteve as suas perspectivas limitadas ao horizonte rural que o circundava acentuando-se assim uma dicotomia social, cultural, económica e psicológica entre o campónio e o citadino
So Maria Teresa Caetano im Vorwort ihrer "Fisiologia do Saloio" (1858).
Aber nicht nur verwandelt sich die Stadt vor seinen Augen; verlässt der Bauer die Grenzen der Stadt wieder, so trägt er ihre Bilder mit aufs Land. Zwischen Stadt und Land gab es vielleicht nie eine Dichotomie, sondern Korrespondenzen, Bilder, die sich überlagern und mit der Zeit selbst Stadt wie Land prägen, so dass immer die eine Welt in der anderen gefunden werden kann.
Einer der zentralen Schauplätze dieser Korrespondenzen dürfte der Platz sein - auf dem Dorfplatz ist virtuell die Stadt mit ihrem unendlichen Verkehr anwesend - und in der Stadt können wir auf den großen Plätzen das rurale Leben spüren.
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Saloio
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Von: K.P. am 04. Januar 2010 keine Kommentare
Mit einer Messe, Wallfahrt zum Friedhof und Marsch durch Almoçageme hat die S.R.M. Almoçageme am 1. Januar ihren 118. Geburtstag gefeiert.
Anschließend gab es ein Konzert unter Leitung von Panta Nunes, bei dem sich auch die Musikschule des Ortes präsentierte.
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S.R.M. Almoçageme
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Von: K.P. am 07. Juli 2009 keine Kommentare
Das neu Magazin "I" hat in einem Artikel über den Zustand des Weltkulturerbes in Sintra eine Liste der am meisten vom Verfall bedrohten Gebäude aufgestellt.
Pedro Macieira führt in seinem Blog noch das Casa da Gandarinha auf. Und so könnte die Liste durchaus noch länger ausfallen ...
Die touristisch interessanten "Highlights" werden gepflegt und aufgeputzt, der Rest der Stadt, das lebendige Gewebe, aus dem sich die Monumente erst erheben, muss sehen wo er bleibt.
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Hotel Netto
Palacete Pombalino do Rio do Porto
Hotel Bristol
Café Paris
Casa da Gandarinha
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Von: K.P. am 01. Juli 2009 keine Kommentare
Die UNESCO möchte sich sich das Weltkulturerbe in Sintra ansehen und hat bei ihrer Tagung in Sevilla deswegen eine Einladung der portugiesischen Regierung erbeten.
Die Mission wird aus Mitgliedern des ICOMOS (Internationaler Rat für Denkmalpflege ) und IUCN (International Union for Conservation of Nature) bestehen.
Das Vorgehen sei ganz normal, Sintra liefe nicht Gefahr (wie Dresden) seinen Status als Weltkulturerbe zu verlieren. Dann stünde nämlich Sintra auf der entsprechenden Liste.
Die Público berichtet, dass außerdem von Portugal bis Februar 2010 ein Bericht erbeten wurde, der eine verbesserte Koordinierung der Verwaltung des Weltkulturerbes belegen sollte.
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UNESCO
Weltkulturerbe
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Von: K.P. am 25. Juni 2009 keine Kommentare
Die UNESCO hat zu einem besseren Schutz einzigartiger Kultur- und Naturstätten weltweit aufgerufen. Es müsse gewährleistet werden, dass diese auch künftigen Generationen erhalten bleiben, hieß es zum Auftakt der 33. Sitzung (vom 22. bis 30. Juni 2009) des UNESCO-Welterbekomitees in Sevilla.
Dem Dresdner Elbtal droht wegen des Baus der Waldschlößchenbrücke die Aberkennung des Welterbetitels - eine solche Entscheidung gab es zuvor erst einmal in der UNESCO-Geschichte. Für das Wattenmeer kann dagegen auf die Auszeichnung gehofft werden - es wäre die erste deutsche Naturlandschaft auf der Liste. Über die Vergabe entscheiden Vertreter aus 21 Ländern. Deutschland ist nicht darunter.
Sintras Kulturlandschaft wurde 2001 mit dem Weltkulurerbetitel ausgezeichnet.
Ich kenne die Tagesordnung nicht, wünschte mir aber, dass zum Theme Sintra die folgenden Punkte in Sevilla diskutiert würden, die zum Teil schon 2006, beim letzten Besuch des Komitees als kritisch erachtet wurden:
Außerdem finde ich bedenklich, dass ein Teil des Weltkulturerbes sich in Privatbesitz befindet und nicht öfffentlich zugänglich ist. Denn wir sind schließlich die Erben.
Die UNESCO hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Kultur- und Naturgüter der Menschheit, die einen "außergewöhnlich universellen Wert" besitzen, zu erhalten.
1972 hat die UNESCO das "Internationale Übereinkommen zum Schutz des Kultur- und Naturerbes der Welt" verabschiedet. Inzwischen haben es 186 Staaten unterzeichnet. Es ist das international bedeutendste Instrument, das jemals von der Völkergemeinschaft zum Schutz ihres kulturellen und natürlichen Erbes beschlossen wurde. 878 Stätten weltweit sind auf der UNESCO-Liste des Welterbes verzeichnet. Deutschland ist auf der Liste mit 33 Welterbestätten vertreten.
Die folgenden Werke, Bauten, Orte und (Kultur-)Landschaften Portugals wurden als Weltkulturerbe klassifiziert:
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Weltkulturerbe
UNESCO
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Von: K.P. am 15. Juni 2009 keine Kommentare
Naiaden in Sintra.
A estas nobres vilas sometidas,
Ajunta também Mafra, em pouco espaço,
E nas serras da Lua conhecidas,
Sojuga a fria Sintra o duro braço;
Sintra, onde as Naiades, escondidas
Nas fontes, vão fugindo ao doce laço,
Onde Amor as enreda brandamente,
Nas águas acendendo fogo ardente.
Lusiaden 3,56.
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Luis de Camões
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Von: K.P. am 15. Juni 2009 keine Kommentare
Ein letzter Blick auf Sintra.
Já a vista, pouco e pouco se desterra
Daquele pátrios montes, que ficavam;
Ficava o caro Tejo e a fresca serra
De Sintra, e nela os olhos se alongavam.
Ficava-nos também na amada terra
O coração, que as mágoas lá deixavam.
E já depois que toda se escondeu
Não vimos mais, enfim, que mar e céu.
Lusiaden 5,3.
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Luis de Camões
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Von: K.P. am 08. Juni 2009 keine Kommentare
Die UNESCO hat wieder einmal auf die mangelhafte Verwaltung des Weltkulturerbes in Sintra aufmerksam gemacht.
Die als Weltkulturerbe klassifizierte Kulturlandschaft Sintras sei in Gefahr, so das Ergebnis einer Studie. Kerstin Manz zufolge, sie ist für Europa und Nordamerika zuständig, gehört Sintra zu den Orten, deren Klassifizierung neu zu bewerten sei. Es gebe zahlreiche Probleme auf Ebene der Verwaltung und der Restaurierung der Kulturdenkmäler. Allerdings gab Manz auch zu verstehen, dass Sintra im Augenblick nicht Gefahr liefe, auf die Liste des gefährdeten Weltkulturerbes zu geraten oder gar die Klassifikation zu verlieren.
Ende Juni werde in Sevilha allerdings eine Liste mit Empfehlungen verabschiedet.
(Das Welterbezentrum hat seinen Sitz in Paris.)
In zwei Wochen wird Dresen aller Wahrscheinlichkeit nach und zu Recht wegen des Brückenbaus in der Elb-Aue als erste Stätte überhaupt von der Liste des Weltkulturerbes gestrichen.
Anders als in Dresden wird in Sintra das Weltkulturerbe (und nicht nur das) fast unter Ausschluss der Öffentlichkeit verspielt.
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UNESCO
Weltkulturerbe
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Von: K.P. am 02. Juni 2009 keine Kommentare
Das Bild von Isaias Newton zeigt, so der Titel, die Rua dos Amores in Colares.
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Rua dos Amores
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Von: K.P. am 02. Juni 2009 keine Kommentare
Pateo do Prior, em Collares
, so lautet der Titel eines der Gemälde Alfredo Keils.
Auf diesen Patio, der ganz markante Elemente der arabischen Tradition der Region aufweist, stieß der Künstler bei einem Spaziergang durch Colares.
(Der Druck ist nur schwarz-weiß.)
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Pátio do Prior
Alfredo Keil
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Von: K.P. am 02. Juni 2009 keine Kommentare
Zwischen dem 5. Juni und dem 5. Juli 2009 findet wieder das Festival de Sintra statt.
Konzerte finden unter anderem im Palácio de Queluz, im Palácio Nacional de Sintra, in der Quinta da Regaleira und in Seteais statt.
Mehr Hinweise demnächst.
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Festival de Sintra
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Von: K.P. am 30. Mai 2009 keine Kommentare
Am Ortseingang von Linhó, unmittelbar an der N9, die Sintra mit Cascais verbindet, liegt die Quinta da Fonte, heute besser bekannt als Convento ou Colégio das Irmãs Doroteias.
Dieses Kolleg ist ein durchaus neues Gebäude, entstanden erst 1956. Aber die Geschichte der Quinta reicht weiter zurück, bis zum Anwesen des Barão do Linhó aus dem 18. Jh.
1937 fiel die Quinta da Fonte als Erbe ihres Bruders, dem Barão de Linhó, an die Condessa de Cuba. Bedingung der Erbschaft war, dass auf dem Anwesen weiterhin am letzten Sonntag im August das Fest Nossa Sennhora da Conceição stattfinden sollte.
Aus dem bescheidenen Haus im typisch portugiesischen Stil ging Anfang der fünfziger Jahre (1952) das Kolleg der Dorotheen-Schwestern hervor, errichtet nach Plänen des Architekten Vasco de Morais Palmeiro, besser bekannt als Vasco Regaleira.
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Quinta do Fonta
Irmãs Doroteias
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Von: K.P. am 30. Mai 2009 keine Kommentare
António Lamas, Präsident der PSML, ließ Anfang des Jahres verlauten, dass die gegenwärtigen Restaurierungsarbeiten am Palácio de Monserrate sich bei der Auswahl des Mobiliars so nah wie möglich an der Ende des 19. Jhs. vorhandenen Einrichtung zu orientieren.
Und dieses Ambiente ist durchaus dokumentiert. Am 26. September 1904 erschien in der "Illustração Portugueza" eine Reportage, die dem Leser des Magazins einen Einblick in das Innere dieses märchenhaften Palastes gewähren sollte, der zu dieser Zeit noch im Besitz des Visconde de Monsserate war.
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Monserrate
PSML
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Von: K.P. am 27. Mai 2009 keine Kommentare
Gestern wurden die Janushäupter, die das Portal der Quinta da Fonte Velha krönen, gestohlen.
Man könnte eine Geschichte des in Sintra herrschenden Vandalismus erzählen ...
Zuletzt um Weihnachten 2008 wurden aus der unmittelbar an der Gemeindekirche gelegenen Quinta dos Freixos (im Besitz der Familie Capelo Morais) Azulejos und Statuen geraubt.
Da man derartiges Diebesgut nicht eben in die Hosentasche steckt, handeln die Räuber wohl im Auftrag.
Wird man die Büsten wieder finden? Alte Sammlerregel: auf dem Flohmarkt kehrt das Geraubte immer wieder. Und vom Antiquariat in die versteckte Nische eines Kunstliebhabers ist es auch nur ein Schritt.
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Quinta da Fonte Velha
Janus
Quinta dos Freixos
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Von: K.P. am 25. Mai 2009 keine Kommentare
1929 fand die 2. Exposição de Sintra 1929 im Jardim da Correnteza statt, eine Weltausstellung im Kleinen.
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Exposição de Sintra
Messen
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Von: K.P. am 07. April 2009 keine Kommentare
Romantische Geister haben seit Beginn des 19. Jhs. das Convento dos Capuchos in Sintra als Skandal empfunden.
Das kann auf den ersten Blick seltsam erscheinen - denn sollte es sich in vor flüchtigen Blicken verborgenen Klosteranlage nicht um einen fast archetypischen Gegenstand romantischen Empfindens handeln? Was begehrt der Romantiker mehr als diese Architektur gewordene, in sich selbst versponnene, geheimnisvolle Innerlichkeit? Warum erschreckt die romantische Seele?
Zum Skandal konnte das Kloster werden, so lange noch christliches Wissen lebendig war. Und die romantischen Literaten, die auf den Spuren Lord Byrons durch die Serra de Sintra wanderten, hatten noch eine genau Ahnung davon, unter welchen Exerzitien sich an Orten wie diesen das mönchische Selbst bildete. Capuchos ist, das wussten sie, kein Ort der Besinnung, der Ruhe und der Kommunikation mit dem Göttlichen, sondern das Kloster setzt sich unter christlichen Vorzeichen gleichsam aus asketischen Zellen des Aufruhrs gegen die sinnliche Welt zusammen.
(Die Okkultisten, die heute im (Drogen-)Rausch imaginierten Göttern vor der Kulisse des Klosters magere Hühnchen aus dem Supermarkt opfern, haben den Kontinent abendländisch-christlicher Spiritualität und die Tradition klösterlichen Lebens weit hinter sich gelassen.)
Das Convento dos Capuchos war der Raum einer Mortifikation der Natur im Herzen der Natur selbst, der Versuch, im Zentrum der natürlichen Welt die Natur von ganzem Herzen zu verachten, ein asketischer Ort der Perversion. Während die europäischen Künstler der Romantik an der Kultivierung der Sinneslust arbeiteten, blieb Capuchos das widernatürliche Denkmal ihrer Abtötung im Namen des christlichen Ethos. Die romantische Sehnsucht nach einer Vereinigung mit der Natur, nach einem heilen Ganzen, das die Stelle des transzendenten Gottes, des Gottes, dessen Reich nicht von dieser Welt ist, besetzen und zur profanen Religion eines rein ästhetischen Lebens werden sollte, fühlte sich vor den Kopf gestoßen.
Capuchos – das ist der horror vacui des Romantikers. Denn ist nicht das Sinn und Zweck des klösterlichen Projekts: in der Welt (durch Versenkung) den Ausgang aus ihr offen zu halten? Dem romantischen Holismus, dem ganzheitlichen Denken, das Gott und Natur miteinander versöhnen möchte, erscheint dieser Fluchtweg der mönchischen Existenz, wie immer sie auch im Einzelnen zu differenzieren sei, als Sabotage einer schönen Welt.
Romantisch winden sich die Weg der Serra de Sintra und kehren in sich selbst zurück, kein Weg führt aus diesem Labyrinth, einem Irrgarten im Wortsinne, heraus.
Gerade als Konsequenz des unter Fernando II. vollzogenen ästhetischen Paradigmenwechsels in der Gestaltung der Serra de Sintra hätte Capuchos verschwinden müssen. Einem Blick, der die Landschaft einzig und allein in den Rahmen von Sichtachsen (vor-)stellt, muss sich dieses Kloster notwendig entziehen. Und vor diesem Hintergrund ist dann auch leicht verständlich, warum sich seit Jahrzehnten niemand mit echtem Interesse um diese Erbe gekümmert hat. Es wird schlicht und einfach nicht wahrgenommen, ist es doch in den prägenden Koordinaten des romantischen Sintras eigentlich gar nicht vorhanden. Wollte man die Serra de Sintra vor ihrer romantische Inszenierung (re-)konstruieren, wäre der Plan dieser Landschaft vom Convento dos Capuchos her zu entfalten, der Plan eines geistigen, keines ästhetischen Raums.
(Und das heißt auch: so lange Sintra nur mit Rücksicht auf seine romantische Geschichte vermarktet wird, statt die ganze (Vor-)Geschichte Sintras zu erforschen, wird der Erlebnispark, der eine durchaus romantische Idee ist, das letzte Wort in der Gestaltung der Landschaft behalten.)
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Capuchos
Romantik
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Von: K.P. am 15. März 2009 keine Kommentare
Seteais ist jetzt wieder für die Öffentlichkeit zugänglich.
Die Fassade des von der Gruppe betriebenen Espírito Santo/ Hotéis Tivoli Palasthotels ist in strahlendem Weiß gestrichen worden, der Rasen scheint erneuert worden zu sein.
Der historische Wassertank (mit Quellwasser versorgt), dessen Ursprünge mindestens bis 1794 reichen, wurde, wie befürchtet, in ein Maschinenhaus umgebaut, abgesegnet von der IGESPAR (Instituto de Gestão do Património Arquitectónico e Arqueológico).
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Seteais
IGESPAR
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Von: K.P. am 12. Februar 2009 keine Kommentare
Von Norte Júnior stammen zahlreiche Gebäude in Sintra.
Norte Júnior hat 1941 auch Pläne für das Hospital Sintrense entworfen, die allerdings nie verwirklicht wurden.
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Norte Júnior
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Sortiert nach Datum Titel
Wenn Sie an einer Wanderung durch die Serra de Sintra oder einer individuellen Stadtführung durch Sintra interessiert sind, benutzen Sie bitte das Kontaktformular.
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Wenn Sie sich für Sintra interessieren - auf dieser Website finden Sie eine bunt gemischte Sammlung aus persönlichen und mehr oder weniger aktuellen Notizen, Informationen und längeren Texten über Sintra. [Editorial]
Neue Schlagzeilen anderer Website über Sintra.
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Westlich von Lissabon, zwischen der Serra de Sintra und dem Atlantik liegt eines der kleinsten, aber auch eines der berühmtesten Weinbaugebiete Portugals. Notizen zu seiner Geschichte. [ Mehr ... ]
© Copyright 2008 Dr. Karsten Poppe