Sintra, Glorious Eden

Sempre gostara muito de Sintra! Logo ao entrar, os arvoredos escuros e murmurosos do Ramalhão lhe davam uma melancolia feliz! (Eça de Queiroz)

... auf der Straße nach Sintra, immer näher an Sintra, auf der Straße nach Sintra, immer ferner mir selbst (Fernando Pessoa)

Notizen aus Sintra

Von: K.P. am 25. Juni 2009 keine Kommentare

Sintra Archiv

Mehr als 500.000 Euro sollen in Sintra investiert werden - und in den Erhalt und die touristische Erschließung der Kulturlandschaft fließen.

Die Mittel sind im "Programa de Intervenção do Turismo" vorgesehen, das unter Leitung des Staatssekretärs für Tourismus, Bernardo Trindade, ausgearbeitet wurde, und kommen in erster Linie dem Palast und Park von Pena, Monserrate, dem Castelo dos Mouros, Capuchos und verschiedene Tapadas zu Gute.

Außerdem sind Maßnahmen geplant, um Besucherströme besser zu regulieren und den Autoverkehr in den Griff zu bekommen, vor allem wildes Parken ist bekanntlich ein Problem.

Für den Palast von Pena werden nächtliche Besuche geplant, Besuchern sollen multimediale Informationsmöglichkeit zur Verfügung stehen.

Das alles hat seinen Preis: in Parks und Gebäuden sollen Systeme für die Videoüberwachung eingerichtet werden.

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Tourismus Weltkulturerbe .

Der Zugang zum wunderschönen Praia da Aguda in Fontanelas ist seit dem 20. Mai 2008 aus Sicherheitsgründen verboten.

Es sei viel zu gefährlich, hatte die PNSC festgestellt, die in den Fels geschlagene Treppe zu benutzen, über die man die Klippe hinabsteigen konnte, und deswegen die Capitania de Cascais um die Schließung gebeten.

Praia da Aguda - Blick auf den Strand

Wie in den ähnlichen Fällen am Praia Pequena und am Miradouro das Azenhas do Mar wird der Verfall in Kauf genommen, die Stadtverwaltung hüllt sich in Schweigen. Sintra konzentriert sich auf die touristisch wertvollen Perlen und überlässt den Rest seiner Natur- und Kulturlanschaft sich selbst. Ignoriert man den Verfall nur lange genug, so scheint das Konzept zu lauten, verschwinden seine Spuren aus dem Gedächtnis.

Praia da Aguda - Treppen

Doch jetzt ist zwar der Zugang immer noch offiziell verboten, und natürlich stiegen trotz aller Warnungen immer Angler und Strandfreunde zum ohnehin unbewachten Praia Aguda hinunter, aber die Treppen sind von engagierten Leuten aus Fontanelas und Gouveia ausgebessert worden. Jetzt wartet man natürlich auf eine offizielle Stellungnahme.

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Praia da Aguda .

Von: K.P. am 15. Juni 2009 keine Kommentare

Sintra Archiv

Vom portugiesischen Parlament sind gestern einstimmig 22 Ortschaften zu Vilas ernannt und 5 neue Städte geschaffen worden.

Auch Sintra wächst und hat zwei neue Vilas, Montelavar und Casal de Cambra.

Kriterien:

  • mehr als 3.000 Wahlberechtigte
  • und eine gewissen Anzahl erforderlicher öffentlicher Einrichtungen

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Montelavar Casal de Cambra .

Von: K.P. am 01. Juni 2009 keine Kommentare

Sintra Archiv

Zwischen der Rua Barros Queirós, der Rua Ulisses Alves und der Rua Capitão Mário Pimentel, wo sich heute der Markt von Estefânia befindet, wurde vor 1878 eine Stierkampfarena gebaut.

Nach Gründung der Republik ließ der Gemeindepräsident Fernando Formigal de Morais diese Arena niederreißen, um eine bessere Anlage an dieser Stelle errichten zu lassen, ein Plan, der allerdings nie verwirklicht wurde.

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Stierkampf Markt Fernando Formigal de Morais Estefânia .

Von: K.P. am 30. Mai 2009 keine Kommentare

Colares Archiv

Zum Bild des romantisches Sintras gehörte ein Ausflug nach Várzea de Colares, um dort, wo sich heute allenfalls noch Enten im Wasser treiben lassen, eine Ruderbootpartie zu unternehmen.

Der Rio das Maçãs, vor Jahrhunderten noch bis zum Atlanik hin schiffbar, wurde mit Hilfe eines bescheidenen Staudamms in den Lagoa de Colares verwandelt, und so zu einer Attraktion unter den Sommerfrischlern, die diesen schattigen Ort im Grünen noch der heißen Küste vorzogen.

Das fruchtbare Tal war noch von Apfelbäumen bestanden (A Illustração Luso Brasileira em 26 de Março de 1859).

(1859 hatte Colares gerade 1700 Einwohner).

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Lagoa de Colares Romantik .

Seit Sommer 2006 ist auf Anweisung der Gesellschaft Parque Natural Sintra Cascais (PNSC) die Bar MirAzenha über den Klippen von Azenhas do Mar geschlossen. Grund: die Klippen drohten an dieser Stelle abzurutschen.

Am Wochenende konnte man hier (gemeinsam mit einem hohen Tier der Sozialdemokraten in betont lockerer Freizeitkleidung) in aller Ruhe seinen Café trinken und Zeitung lesen, der Atlantik immer in fast greifbarer Nähe.

Geändert hat sich bis heute nichts. Der Zustand der Mauer hat sich weiter verschlechtert, fortschreitende Erosionen machen ein Abstürzen der Felsen immer wahrscheinlicher.

Ein Entwurf für eine Neugestaltung des Aussichtspunktes mit Parkplatz und Bar scheint heiße Luft gewesen zu sein.

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MirAzenha PNSC .

Von: K.P. am 12. Februar 2009 keine Kommentare

Sintra Archiv

Etwas oberhalb der Altstadt von Sintra befindet sich das Casa da Gandarinha.

Das Haus wurde von der Gräfin de Gandarinha testamentarisch einem katholischen Hilfswerk für junge Mädchen vermacht. Bis 1974 beherbergte das Gebäude ein Internat, dann wurde es verlassen und verfiel.

Unter der Regierung Edite Estrela wurde das Gebäude verkauft und sollte in ein Hotel umgewandelt werden. Die Spuren erster Arbeiten können noch besichtigt werden: Eine Stahlbetonmauer wurde errichtet, Bäume gefällt. Dann erfuhr die Famile de Gandarinha (Pinto Leite) vom Verkauf, ging vor Gericht und der Verkauf wurde für ungültig erklärt. Seitdem stehen die Bauarbeiten still.

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Casa da Gandarinha Pinto Leite .

Von: K.P. am 02. Februar 2009 keine Kommentare

Sintra Archiv

1895 wurde mit der Firma „Cintra ao Oceano“ die Einführung elektrischer Straßenlampen in Sintras vertraglich geregelt.

Am 5. August 1908 wurden in der Altstadt und angrenzenden Straßen 312 Laternen in Betrieb genommen, mehr als im Vertrag vorgesehen, aber auch dreizehn Jahre später.

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Elektrifizierung .

Von: K.P. am 02. Februar 2009 keine Kommentare

Sintra Archiv

Parkplätze sind ein Problem in Sintra.

In der Altstadt findet sich im Sommer oft kein Parkplatz mehr, die Autos drängeln sich dann durch die engen Gassen und finden nur schwer wieder hinaus.

Die vielen kleineren Parkplätze sind schwer zu finden, und die Verkehrsführung ist ohnehin ein Kapitel für sich.

Ein Vorschlag ist immer wieder, ein Parkhaus im Vale da Raposa zu errichten. Das ist das Tal, in das man vom Aussichtspunkt Jardim da Correnteza schaut, und um das herum sich ein wunderschönes Panorama mit den berühmten Schornsteinen des Nationalpalastes und dem Turm des Rathauses öffnet.

Das Tal ist von wilder Vegetation durchdrungen – und wie alle Bilder, in denen die Landschaft an urbanen Zonen grenzt, hat es etwas Absurdes. Wieso wurde hier noch nicht gebaut? Wieso bleibt dieses Land bloß unerschlossen? Es ist, als könnten wir Natur nur noch als Bauland wahrnehmen und die Szene nicht besetzter Natur nicht länger ertragen. Parkplätze sind gleichsam Bauland in Wartestellung.

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Parkplätze Vale da Raposa A Correnteza .

Von: K.P. am 19. Dezember 2008 keine Kommentare

Sintra Archiv

Das alte Gefängnis, dessen Bau seine ursprüngliche Funktion kaum erahnen lässt, ist eines der ersten Gebäude, die Besuchern Sintras ins Auge fallen, sofern Sie mit der Bahn aus Lissabon in die Stadt kommen. 

Altes Gemeindegefängnis von Sintra

Gegenwärtig sollen an dem Gebäude, in dem seit 25 Jahren (1984) eine Gruppe des Portugiesischen Pfadfinderverbandes (Associação de Escoteiros de Portugal) sitzt, Sanierungsarbeiten durchgeführt werden.

Gefängnis - Rua João de Deus

Dazu gehören die Erneuerung der Fassade und die Errichtung einer Mauer, die das Gebäude vom angrenzenden Parkplatz trennen soll. Allerdings werden wohl keine strukturellen Maßnahmen durchgeführt, die notwendig wären, um die Stabilität des Gebäudes sichern, jetzt aber vom Bloco Esquerda angemahnt werden.

Altes Gemeindegefängnis von Sintra - Sitz der Pfadfinder

Noch während des 19. Jhs. befand sich das Gefängnis Sintras im Zentrum der Stadt, neben dem Gebäude, in dem sich heute die Post befindet.

(2009 feiern die Associação de Escoteiros de Portugal ihr 75-jähriges Jubiläum.)

 

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Gefängnis .

Von: K.P. am 26. November 2008 keine Kommentare

Almoçageme Archiv

Die Quinta da Sarrazola wird gegenwärtig von der Escola Profissional Alda Brandão Vasconcelos genutzt,

Der Mediziner Dr. Brandão de Vasconcelos und seine Ehefrau D. Rufina Madureira Brandão de Vasconcelos hatten das Anwesen (Quinta da Sarrazola) dem portugiesischen Staat vermacht, um dort eine Landwirtschaftsschule zu errichten. Sollte das nicht geschehen, fiele das Erbe an die Misericórdia de Sintra, die ihrerseits ein Krankenhaus zu errichten hätte.

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Quinta da Sarrazola Dr. Brandão de Vasconcelos .

Von: K.P. am 12. Oktober 2008 keine Kommentare

Sintra Archiv

Die Queijadas der Konditorei Piriquita in der Rua das Padarias gibt es seit der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts.

Gegründet wurde das Geschäft von Constância Gomes (1846-1934), die seit 1862 mit dem Bäcker Amaro dos Santos verheiratet war. Piriquita war der Spitzname der Constância Gomes, so hatte nämlich der König Dom Carlos die Inhaberin genannt.

Heute bäckt die Familie in dritter Generation Queijadas und Travesseiros.

(Und Travesseiros sind die wahre Spezialität dieser Konditorei, in der man sich früh morgens einfinden sollte, bevor die Touristen in die Altstadt strömen. Travesseiros scheinen in den vierziger Jahren zum ersten Mal von der Tochter der Constância Gomes, Luisa dos Santos Cunha, hergestellt worden zu sein.)

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Queijadas Travesseiros .

Von: K.P. am 11. Oktober 2008 keine Kommentare

Sintra Archiv

Die Konditorei Alfredo Januário Gomes befand sich in Mitte der Volta de Duche, auf der Höhe der Azinhaga da Sardinha. Das Haus Nummer 22 wurde 1959 zerstört, als die Volta de Duche, die Verbindung zwischen der Altstadt Sintras und dem neueren Bezirk Estefânia, ausgebaut wurde.

1949 wurde in diesem Haus das Restaurant "Sintra-Parque" eröffnet, später unter neuer Bewirtschaftung die Pension "Nova Lisboa".

Auf dem Foto das rechte Gebäude.

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Queijadas .

Von: K.P. am 10. Oktober 2008 keine Kommentare

Sintra Archiv

Erfinder der Marke Queijadas de Gregório war Gregório Casimiro Ribeiro, dem auch der monumentale Palast auf dem Monte Sereno zu verdanken ist, von den Leuten spöttisch Castelo de São Gregório genannt.

Der 1947 verstorbene Unternehmer war Gründer der Wochenzeitschrift O Regional.

1911 tat sich Gregório Casimiro Ribeiro mit José Ambrósio, einem Stiefsohn von Josefa Neves aus der Sippe der Sapas, zusammem, um Queijadas in Ranholas zu produzieren. Verkauft wurden die Queijadas aber im Café Pérola de Sintra, das später zum Sitz des Hockey Club umfunktioniert wurde, sowie in São Pedro auf dem Largo do Fetal.

Sonntags wurden zusätzlich Verkaufsstände in der Altstadt aufgestellt, immer an ausgewählten touristischen Orten; ab 1916 auf dem Largo do Regedor, und gut gewählt war sicher der Stand an der Fonte de Sabuga.

Seit 1916 betrieb Ribeiro das Geschäft auf eigene Rechnung und ließ sich auf dem Largo de Regedor in S. Pedro de Sintra nieder, wo nun Queijades mit der Bezeichnung „Fábrica de Queijadas Recordação de Sintra“ hergestellt und verkauft wurden.

Nach dem dem Tod von Gregório Casimiro Ribeiro übernahm der Sohn Álvaro de Almeida Ribeiro das Geschäft und ergänzte die Markenbezeichnung zur Erinnerung an seinen Vater durch den Zusatz „Gregório“. Seit 1936 wird die Konditorei, heute längst mit neuen Besitzern, in der Avenida D. Francisco de Almeida betrieben. Ein Verkehrspolizist unter dem Haltestelle „Queijadas“ weist seitdem den Eingang zum Laden. (Foto)

Haltestelle und Verkehrspolizist waren auch zunächst auf der Verpackung der Törtchen zu sehen, wurden aber später durch Stadtwappen und Königspalast ersetzt, vor einem Hintergrund aus dichten Wolkenballen und Sonnenstrahlen.

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Von: K.P. am 09. Oktober 2008 keine Kommentare

Sintra Archiv

Die Queijados de Preto sind eine Erfindung von Carlos de Almeida (gest. 1972), der 1933 ein Geschäft in Chão de Meninhos eröffnet hatte.

Zunächst wurden in dieser Konditorei noch Queijadas do Gregórios verkauft, später dann Queijadas aus eigener Produktion, die ihre Bezeichnung der an der Ladentür aufgestellten Holzfigur eines Schwarzen verdanken.

Die Queijadas do Preto werden nicht nur in Chão de Meninos verkauft, sondern auch in diversen Supermärkten.

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Von: K.P. am 08. Oktober 2008 keine Kommentare

Sintra Archiv

Nach den Queijadas de Sapa waren die aus dem Hause Mathilde die ältesten Sintras.

Um die Mitte des 19. Jahrhunderts wurde das Geschäft gegründet. (Von Matilde Soares Ribeiro, so José Alfredo Azevedo, oder Matilde das Dores Ribeiro, folgt man Eduardo Frutuoso Gaio.)

Die Queijadas de Mathilde, damals in noch etwa fünf Zentimeter größeren Packungen als heute, waren das Lieblingsgebäck von König Fernando II., der mit seinem Gefolge in Ranholas einzukehren pflegte, genau so wie später Dom Manuel II.

Auch diese Konditorei verlagerte wie die Familie Sapa, als die Eisenbahnlinie nach Lissabon eröffnet wurde, ihr Geschäft aus Ranholas in die unmittelbar am Bahnhof gelegene Avenida Miguel Bombarda 6. Die Queijadas de Mathilde wurde 1974 geschlossen. Heute befindet sich hier das Schreibwarengeschäft ABC.

Die Queijadas de Mathilde wurde 1974 geschlossen.

Eine kleines Emblem mit dem Aufdruck Oferta de S. M. D. Fernando II. dient als königliche Reklame und Markenzeichen, denn die Queijadas dieser Konditorei sagten dem König am meisten zu.

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Von: K.P. am 07. Oktober 2008 keine Kommentare

Sintra Archiv

Die älteste der auf Queijades spezialisierten Konditoreien, 1756 von Maria Sapa in Ranholas gegründet, befindet sich heute in der Volta do Duche.

Francisco Antunes das Neves (1842 - 1895) besaß seit 1870 gemeinsam mit seinem Schwiegervater eine Konditorei in Ranholas. Später trennte sich Francisco Antunes das Neves von seinem Geschäftpartner, um die „Fábrica da Belas Queijadas da Sapa“ zu gründen.

Als 1887 die Eisenbahnlinie nach Lissabon in Betrieb genommen wurde, ließ der Verkehr auf der Estrada de Lisboa merklich nach, so dass das Geschäft in die Stadt verlagert wurde. Bis dahin wurden an den Wochenenden die Törtchen mit Esel- und Pferdekarren in die Stadt und sogar bis nach Lissabon geschafft und ähnlich wie heute an der Straße zum Verkauf angeboten.

Die Familie Sapa expandierte, in ganz Sintra waren die Stände dieser Sippe zu finden:

A tribo sapina que tem brotado como cogumelos em terreno fresco, alastrou-se a todos os pontos desde S.Pedro até à Vila, e forçosamente quem faz e vende queijadas, descende e pertence à tribo dos sapas que é mais conhecida do que a tribo de Israel, de modo que quem vende queijadas em Sintra são todos sapas ou sapos. (Francisco José de Almeida,guia de Portugal: Um passeio de Lisboa a Sintra. 1880)

1889 hatte Francisco Antunes das Neves eine Lizenz für den Betrieb solcher Karren erhalten, mit dessen Hilfe die Törtchen auch in der Haupstadt Lissabon verkauft werden konnten; aber schon 1890 wurde das neue Geschäft in der Volta do Duche eröffnet, auf einem Grundstück, das die Sapas von Guilhermina Gallwey erworben hatten, und dieses Geschäft ist bis heute in Betrieb und in Familienbesitz.

1912 wurden die Queijadas de Sapa als Marke registriert und 1959 der Geschäftsname „As verdadeiras Queijadas da Sapa” eingetragen.

1952 übernahm Francisco Barreto das Neves das Geschäft.

Im Januar 2007 wurde das Geschäft in der Volta do Duche mit den Verdadeiras Queijadas da Sapa, nachdem es etwa acht Monate geschlossen war, wieder eröffnet.

Zur Zeit wird die Konditorei vom Ehepaar Margarida Neves Soares, der Tochter des alten Besitzers Francisco Barreto Neves , und Américo Soares betrieben. Francisco Barreto Neves hatte die Konzession einer Nichte, Maria Fernanda Neves, übertragen, die das Geschäft bis etwas 2006 betrieb.

Bei einer so großen Marke konnte ein Familienstreit um die Besitzrechte an der Marke nicht ausbleiben, so dass sich in den achtziger Jahren des letzten Jahrhunderts die Frage stellte, wer denn nun die wirklich echten und wahren Queijadas de Sapa verkaufte, das Café an der Kirche in S. Pedro oder die Konditorei in der Volta do Duche.

Aus dem Hause Sapa stammen auch die Queijadas do Avô Neves.

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Queijadas .

Von: K.P. am 06. Oktober 2008 keine Kommentare

Sintra Archiv

Não te esqueças das queijadas, vergiss die Queijadas nicht, so lautet in Eça de Queirós' Roman Die Maias der keinen Widerspruch duldene mütterliche Auftrag für den Maestro Cruges, als dieser mit Carlos da Maia nach Sintra reist. Und auch wenn der Komponist die Käsetörtchen schließlich doch vergisst, so hat er doch die ganze Zeit an die Süßigkeiten gedacht.

Die Queijadas sind, auch mit Hilfe des berühmtesten unter den modernen portugiesischen Schriftstellern, zum kulinarischen Markenzeichen Sintras geworden.

Doch bekannt waren die Leckereien schon 1227, als in Portugal König Dom Sancho II. regierte. Die Mönche aus Lissabon, die in Sintra große Flächen Land verpachtet hatten, wollten nicht auf sie verzichten. Oft werden Queijadas in Pachtzahlungen dokumentiert; so befindet sich im Archiv Torre de Tombo eine Urkunde, die bezeugt, dass neben einem Lamm, Butter, zwei Laib Brot auch ein Dutzend Queijadas an das Kloster São Vicente de Fora zu entrichten waren.

Die ursprüngliche Rezeptur dürfte der heutigen sehr ähnlich gewesen sein. Der Käse, dem die Süßigkeit ihren Namen verdankt, wurde mit Honig gesüßt, erst später wurde Zimt verwendet, denn das Gewürz war zwar seit 2700 v. Chr. bekannt, wurde aber wahrscheinlich erst gegen Ende des 15. Jahrhunderts nach Portugal importiert, auf jeden Fall zu dieser Zeit zum ersten Mal schriftlich erwähnt.

Die erste Bäckerei gehörte Maria Sapa und wurde 1756 in Ranholas in Betrieb genommen. Pro Tag wurden zwanzig Dutzend der Törtchen gebacken. Bald darauf wurden an der Straße nach Lissabon, in Linhó und Mem-Martins, weitere Geschäfte eröffnet.

Die Queijadas de Mathilde, damals in noch etwa fünf Zentimeter größeren Packungen als heute, waren das Lieblingsgebäck von König Fernando II., der mit seinem gesamten Gefolge in der ebenfalls zunächst in Ranholas gelegenen Konditorei einzukehren pflegte.

Natürlich sind nicht alle Queijadas gleich; unterscheiden müsse man, so Azevedo, zwischen den gewöhnlichen queijadas de feira, die auf den Märkten zu haben waren, und, soweit die mittelalterlichen Urkunden den Sachverhalt bezeugen, ursprünglich aus der Gegend um Algueirão stammen, und den echten queijadas finas aus Sintra, der feinen Markenware.

Wie Pilze schossen die Sintra aus dem Boden. 1920 wird berichtet, dass die großen Bäckereien um die 60 Dutzend täglich produzieren. Man kann sich vorstellen, dass an Sonntagen, an denen, wie heute, die Touristen mit der Bahn nach Sintra kamen, auch solche Mengen schnell verkauft waren.

1980 haben 6 Stück noch 30 Escudos gekostet, aber die Packungen wurden kleiner und die Preise stiegen. Immerhin werden die Eier gegenwärtig nicht mehr durch eine chemische Masse unbekannter Zusammensetzung ersetzt, ein Siegel garantiert die Produktion in Sintra, die nach wie vor guten Absatz findet.

Aus neuerer Zeit stammen die Queijadas Centenárias (Pastelaria Tirol), Palácio Real (Restaurante e Pastelaria Apeadeiro) und Monserrate (Pastelaria Monserrate).

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Queijadas .

Von: K.P. am 02. Oktober 2008 keine Kommentare

Sintra Archiv

Das Buch der Festungen (Livro das Fortalezas) hat Duarte d'Armas auf Veranlassung von König D.Manuel I. geschrieben.

Zweck des Werks war ein militärisch-strategischer: die Befestigungen entlang der portugiesischen Grenze sollten erfasst und untersucht werden.

Ein Jahr lang reist Duarte d'Armas zu Pferde durch Portugal, besuchte befestigte Siedlungen und Burgen und stellte dabei zahlreiche Pläne und Skizzen seiner Studienobjekte her. Unter diesen sechsundfünzig Festungen befanden sich zwei, die nicht an der portugiesischen Landesgrenze gelegen waren: die Burg von Barcelos und das Castelo dos Mouros in Sintra.

In Sintra hat Duarte d'Armas drei Ansichten der Burg erstellt. Auf dem der Burg benachbarten Hügel der Serra de Sintra, die kahl und karg ist und keineswegs, wie heute, von dichten Wälder und üppiger Vegetation geprägt, das auf Geheiß von König D. Manuel über der alten Einsiedelei errichtete Kloster von Pena zu sehen - heute steht hier der Palácio da Pena.

Außerdem erkennt man deutlich den Felsen der Freundschaft (Penedo da Amizade) und der Torre-Real (Königsturm).

Im Vordergrund der Nationalpalast von Sintra.

Eigentlich ist die Frage: was ist hier das Studienobjekt, die Burg oder der Stadtpalast?

(Wäre schön, wenn ich die Bilder endlich fertig hätte.)

Duarte d'Armas - Convento da Pena

Und siehe da: jetzt gibt es auch Bilder.

 

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Duarte d'Armas Torre Real Penedo da Amizade Castelo dos Mouros Palácio Nacional .

Von: K.P. am 26. September 2008 keine Kommentare

Sintra Archiv

Gewöhnlich, und das seit über zweihundert Jahren, sind die Parkanlagen vor dem Luxushotels sowie der Aussichtspunkt mit seinem grandiosen Panorama frei und kostenlos für alle Besucher zugänglich. Das ist nun seit Anfang März 2008 anders.

Damit bricht ein alter Streit um die Eigentumsverhältnisse und die öffentliche Nutzung des Campo de Seteais wieder auf, der auch zweihundert Jahre später noch nicht erledigt ist.

Angefangen hat er bereits zu Beginn des 19. Jahrhunderts, als sich die Quinta da Alegria mit dem Palast von Seteais im Besitz des Marquês de Marialva befand. Eigentümer des Feldes war der Aristokrat nämlich keineswegs; Gildemeester, von dessen Witwe der Marquês de Marialva das Anwesen gekauft hatte, hatte mit der Quinta da Alegria nur das nördlich vom Campo de Seteais gelegene Grundstück, aber nicht das Feld erworben, das vermutlich weiter Gemeingut war.

Der Campo de Seteais sollte deswegen privatisiert, für die Öffentlichkeit geschlossen und dem Besitzer des Palastes zugeschlagen werden. Der Marquês de Marialva konnte seine Besitzansprüche nur unter strengen Auflagen durchsetzen, was die folgenden Besitzer jedoch nicht davon abhielt, auf ihre Weise die Eigentumsverhältnisse neu zu definieren. Bis zur aktuellen Diskussion um die Zugänglichkeit von Seteais gab es noch zwei ähnliche Streitfälle, die aber beide ebenfalls im Sinne der Gemeinde entschieden wurden.

Hatte um 1800 der Marquês de Marialva versucht, das Gelände für die Öffentlichkeit zu sperren, so scheiterte gegen Ende des 19. Jahrhunderts der Conde de Azambuja, mittlerweile Besitzer der Quinta da Alegria und des Palastes von Seteais, bei einem ähnlichen Versuch, und genau so zuletzt der Conde de Sucena, José Rodrigues de Sucena (gest. 1952).

(Wie sich heute zeigt, hat sich die politische Macht so verschoben, dass gegen die Privatisierung und Kommerzialisierung des öffentlichen Raumes, anders als zu Beginn der bügerlichen Gesellschaft, kaum mehr Widerstand geleistet wird. Kein Park, für den nicht Eintritt bezahlt werden müsste. Einzig die Strände sind noch frei zugänglich.)

Schauen wir uns die Diskussion einmal genauer an. Der lange Streit der Stadt Sintra um die öffentliche Nutzung von Seteais ist in ihren Akten dokumentiert.

Eintritt gestattet – der Marquês de Marialva in Seteais

1801 war es der Marquês de Marialva, der Besitzansprüche auf den Campo de Seteais anmeldete, diese aber nur zum Teil und unter strengen Auflagen durchsetzen konnte.

Der Campo de Seteais, das war ein offenes Feld vor dem gleichnamigen Palast, das um 1800 längst nicht mehr beackert, wohl aber als Weideland benutzt wurde, will der Marquês de Marialva das Gelände doch aufforsten und, um es vor dem Vieh zu schützen, mit einer Mauer umgeben.

Dazu aber benötigte er die Zustimmung der Stadt.

Der Marquês de Marialva wartete gar nicht erst auf die Urteilsfindung, sondern begann das Gelände neu zu strukturieren, ließ Bäume pflanzen und Wege bauen; seine Absicht war offensichtlich das Feld zu Gunsten eines privaten Parks nach französischem Geschmack zu schließen.

Die Bürger der Stadt wehrten sich gegen das Ansinnen, sogar Flugschriften und Anschläge werden verfasst, und der wilde Protest wird vom Stadtrat schnell als kriminell eingestuft.

Im Januar 1801 wurde das Ersuchen des Marquês de Marialva abgelehnt.

Interessant ist im Streit mit dem Marquês de Marialva, dass der Stadtrat das Ansinnen des Aristokraten mit einem historischen Argument zurückweist, ja, das Feld in konservatorischer Absicht gleichsam unter Denkmalschutz stellt und den öffentlichen Charakter des Feldes nicht nur bewahrt, sondern in rechtlicher Hinsicht konstituiert und festschreibt.

Seteais, das Feld, sei keineswegs nur brach liegendes Ackerland, sondern einst künstlich angelegt worden: ein „monumento e Artefacto antigo terraplanado artificialmente“. Der Stadtrat sah also im Gegensatz zu dem Aristokraten in dem Feld kein natürliches Objekt, das künstlerischer Gestaltung bedarf, sondern ein bereits historisches Werk zivilisatorischer Anstrengungen, das als Gemeingut nicht privatisiert werden könne.

Der Marquês hatte allem Anschein nach großen Einfluss, und so gelang es ihm im Mai 1801, Seteais in Erbpacht zu erhalten, allerdings unter äußerst strengen Auflagen und Androhung von Sanktionen.

Insgesamt war der Vertrag mit sechs entscheidenen Klauseln versehen, Verpflichtungen und Einschränkungen, sicher ungewöhnlich für den Aristokraten, der gewohnt war, zu bekommen, wonach ihm verlangte.

Dabei hat die Ratsversammlung nicht nur die einheimischen Bürger vor Augen, wenn sie die öffentliche Nutzung des Feldes gegen den aristokratischen Besitzanspruch verteidigt, sondern auch die portugiesischen Gäste der Stadt, die in ihr den Sommer verbringen.

Der Marquês und seine Erben dürften die öffentliche Nutzung von Seteais in keiner Weise einschränken, das Gelände müsse öffentlich zugänglich bleiben, sem impedimento algums e sempre todas e quaisquer pessoas. Außerdem sollten mindestens zwei Eingänge bestehen bleiben, durch die das Publikum jeder Zeit uneingeschränkten freien Zutritt hätte. Antike Bestände sollten gepflegt und konserviert werden. Das Zentrum zwischen den zehn breiten Wegen gelegene Zentrum des Platzes sollte immer unbebaut und unbeplanzt bleiben, um weiterhin Kavallerie und Infanterie als Exzerzierfeld zu dienen. (Klar, dass bei einer militärischen Nutzung des Geländes, Palmen nur im Weg stehen würden.)

Eintritt gestattet – der Conde de Azambuja in Seteais

Seteais ging nach dem Tod des Marquês de Marialva, der am 8. August 1803 mit 62 Jahren gestorben war, an dessen jüngste Tocher, D. Joaquina de Meneses, die Marquesa do Louriçal. Nachdem diese 1846 als Witwe ohne Nachkommen verstorben war, wurde ihr Neffe zum neuen Eigentümer, D. Nuno José Severo Rolim de Moura Barreto, Duque de Loulé, Großmeister des portugiesischen Freimaurer. Nach seinem Tod 1875 erbte der Sohn, D. Augusto Pedro de Mendonça Rolim de Moura Barreto, Conde de Azambuja (1835-1914), das Anwesen.

Auch der Conde de Azambuja (1835-1914) wollte gegen Ende des 19. Jhs. das Feld schließen lassen und die öffentliche Grünanlage in einen privaten Park verwandeln. Wieder protestierten die Bürger Sintras und die alten Nutzungsbedingungen konnten von der Gemeinde durchgesetzt

Eintritt gestattet - der Conde de Sucena in Seteais

Nach dem Tod des Conde de Azambuja ging Seteais 1914 an Antónia de Mendonça e Melo und ihren Ehemannes José de Melo.

1918 wurde António Augusto de Carvalho Monteiro zum neuen Besitzer, ein Jahr später José Rodrigues de Sucena. Dem folgte José de Sucena, Conde de Sucena, der 1934 zum wiederholten, nun schon dritten Mal versuchen sollte, das Anwesen für die Öffentlichkeit zu schließen.

Ein Park und Gärten sollten angelegt werden, die öffentliche Diskussion wurde vom Journal de Sintra begleitet. Die Anhänger des Conde de Sucena warben für die Verschönerungen der Stadt und wollten dafür geregelte Eintrittszeiten in Kauf nehmen.

Schon bevor der Conde de Sucena verarmt 1962 starb, war das mehr und mehr verfallene Anwesen 1946 in Besitz des Staates gelangt.

Dass auch der Staat keineswegs das Gemeingut und das seit 1801 verbriefte Recht der Bürger auf freien Zugang zum Campo de Seteais schützt, zeigen die Ereignisse während der Sanierung des Hotels 2008.

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