Sintra, Glorious Eden

Sempre gostara muito de Sintra! Logo ao entrar, os arvoredos escuros e murmurosos do Ramalhão lhe davam uma melancolia feliz! (Eça de Queiroz)

... auf der Straße nach Sintra, immer näher an Sintra, auf der Straße nach Sintra, immer ferner mir selbst (Fernando Pessoa)

Notizen aus Sintra

Von: K.P. am 03. März 2015 keine Kommentare

Sintra Archiv

Von den fast 100 Milliarden Plastiktüten in Europa, die pro Jahr genutzt werden, landen etwa acht Milliarden in der Natur. Jetzt geht die EU stärker gegen Plastiktüten vor. Kunden sollen für Plastiktüten zur Kasse gebeten werden, auch Verbote sind möglich. Seit etwa 2 Wochen gibt es bei bei der Supermarktkette Continente in Portugal keine Plastiktüten mehr.

Entsprechende und bereits beschlossene Pläne wollen die für Wettbewerbsfragen zuständigen Minister der Europäischen Union (EU) am Montag bei einem Treffen in Brüssel endgültig absegnen. Um weniger leichte Einwegtüten in Umlauf zu bringen, dürfen die EU-Staaten künftig Steuern oder Gebühren auf Beutel erheben. Zudem sollen die Staaten konkrete Ziele zur Verminderung beschließen. Auch nationale Verbote wären dann möglich. (...) Jeder Bürger in Europa soll bis Ende 2025 im Schnitt noch 40 Beutel verbrauchen - das wären knapp 80 Prozent weniger als 2010. In Deutschland werden allerdings schon heute vergleichsweise wenige Tüten genutzt. So nutzte nach Angaben der EU-Kommission im Jahr 2010 jeder Deutsche im Durchschnitt 64 Einwegtüten. Zum Vergleich: Der europäische Durchschnitt lag bei 176 Einwegtüten. (...) Nicht betroffen von dem Vorhaben sind robuste Mehrfachtüten oder extrem dünne Tüten, die für Obst, Gemüse oder Frischfleisch benutzt werden. Die Pläne sollen vor allem der Umwelt helfen. (Quelle: Berliner Zeitung: EU-Staaten begrenzen Gebrauch von Plastiktüten)

Plastiktüten

Momentan verbraucht jeder Europäer nach Angaben der EU-Kommission im Durchschnitt ungefähr 200 Plastiktüten jährlich. Nach Schätzungen im Europäischen Parlament sind es sogar 500 Tüten. Dabei gibt es in Europa spürbare Unterschiede. So benutzt ein Deutscher im Durchschnitt 71 Plastiktüten im Jahr. 64 davon sind Einweg-Plastiktüten. In Dänemark und Finnland benutzt jeder Bürger im Durchschnitt hingegen nur 4 Einweg-Plastiktüten. Den höchsten Verbrauch gibt es in den osteuropäischen EU-Staaten und Portugal. In diesen Ländern geht die EU-Kommission von einem durchschnittlichen Jahresverbrauch von spürbar mehr als 400 Plastiktüten je Einwohner aus. (EU-Kommission: Reduktion des Plastiktütenverbrauchs als Beitrag zur Abfallvermeidung angestrebt)

Ab 15. Februar kosten die Kunststoffbeutel in Portugal zehn Cent pro Stück. Ursache ist eine deutliche Anhebung der Umweltsteuer, die am 1. Januar in Kraft getreten ist.

Paradoxerweise ist es für die Supermärkte billiger, bereits vorhandene Plastiktüten zu vernichten, als die neue Umweltsteuer zu bezahlen.

Zu diesem Artikel gibt es keine Kommentare .

Unter den folgenden Schlagworten finden Sie weitere Informationen zu diesem Thema:
Umweltschutz .

Die alte Postkartne zeigen, wie früher der Strand aussah. Durch die schweren Stürmen im März 2014 hat sich das Gesicht des Praia das Maçãs verändert.

Praia das Maçãs  - Postkarte mit Strand 2

Praia das Maçãs  - Postkarte mit Strand 1

Praia das Maçãs  - Postkarte mit Strand 3

Praia das Maçãs  - Postkarte mit Strand 4

Zu diesem Artikel gibt es keine Kommentare .

Unter den folgenden Schlagworten finden Sie weitere Informationen zu diesem Thema:
Praia das Maçãs .

Von: K.P. am 09. Februar 2013 keine Kommentare

Sintra Archiv

Die Filme zeigen die Ende Januar entstandenen Sturmschäden in Sintra. Mehr als 2000 Bäume sind dem Stum zum Opfer gefallen.

Freiwillige hatten in den folgenden Tagen die Aufräumarbeiten unterstützt, die Zugang zu Sehenswürdigkeiten war zum Teil eingeschränkt.

Zu diesem Artikel gibt es keine Kommentare .

Unter den folgenden Schlagworten finden Sie weitere Informationen zu diesem Thema:
Sturm Serra de Sintra .

Von: K.P. am 01. April 2010 keine Kommentare

Colares Archiv

Kaum mehr als eine Woche ist es her, dass landesweit die Aktion Limpar Portugal stattfand.

Wie es ein paar Tage später an einem der traditionellen Müllabladeplätze in Sintra aussieht, zeigen Vitalino Cara D'Anjo und Susana Amor in ihrem Blog Notícis de Colares.

Zu diesem Artikel gibt es keine Kommentare .

Unter den folgenden Schlagworten finden Sie weitere Informationen zu diesem Thema:
Müll .

Von: K.P. am 07. Juli 2009 keine Kommentare

Galamares Archiv

In Galamares hat es gestern in einem Waldgebiet gebrannt.

Das Feuer, vermutlich (und dann bereit zum dritten Mal) ausgelöst durch den Bruch eines Strommasts, wurde schnell unter Kontrolle gebracht.

Zu diesem Artikel gibt es keine Kommentare .

Unter den folgenden Schlagworten finden Sie weitere Informationen zu diesem Thema:
Waldbrände .

Von: K.P. am 01. Juli 2009 keine Kommentare

Sintra Archiv

Breite Schneisen wurden in den letzten Jahren in die Serra de Sintra geschlagen, vor allem, wie es heißt, zur Waldbrandvermeidung. Problematisch ist allerdings, dass die Maßnahmen zur Waldbrandvermeidung die Biodiversität in der Serra de Sintra gefährden.

(Nach Ansicht von Spezialisten ist nach einem trockenene Winter und Frühjahr die Waldbrandgefahr in diesem Sommer wieder ähnlich hoch wie im Sommer 2003 und 2005.)

Im Decreto-Lei n.° 124/2006 sind die Maßnahmen zur Flur- und Waldsäuberung festgeschrieben. Es hat die Verhinderung von Waldbränden zum Thema, blendet aber ökologische Hintergründe aus.

Denn Wald besteht nicht nur aus Bäumen, sondern ist ein komplexes Ökosystem. Säuberungsaktionen wie denen in der Serra de Sintra aber fällt die gesamte Streu- und Humusschicht zum Opfer, die gerade besonders nützlich für das Zusammenleben einer artenreichen Tier- und Pflanzenwelt ist.

Das alles ist längst bekannt, findet jetzt allerdings erst seinen Weg aus der wissenschaftlichen Fachliteratur über das Internet in die portugiesische Presse.

Das Gesetz unterscheidet zwischen Waldflächen in einer Größe von mehr als 500 Hektar, die durch Schneisen in einer Breite von 125 Metern getrennt werden müssen. Bei kleineren Waldgebieten sollen Schneisen zwischen 10 und 50 Metern geschlagen werden, die bei hoher Waldbrandgefahr auf bis zu 100 Meter zu erweitern sind.

Und wie sehen diese Kahlschläge dann in der Praxis aus? Ein Blick nach Sintra reicht und das Desaster wird anschaulich: Firmen ohne ökologische werden beauftragt, das anfallende Material wird abgeräumt und, so sieht es das Gesetzt vor, zu Biokraft- und heizstoffen verarbeitet.

Wer säubert, vernichtet praktisch alles, sagt der Biologe José Alberto Quartau.

Zu diesem Artikel gibt es keine Kommentare .

Unter den folgenden Schlagworten finden Sie weitere Informationen zu diesem Thema:
Waldbrände Ökologie .

Von: K.P. am 22. Juni 2009 keine Kommentare

Gigaroz Archiv

Mit dem Sommeranfang kam gleich der erste Waldbrand des Sommers.

Gegen 17 Uhr wurde das Feuer in Gigarós entdeckt. 40 Minuten später war es gelöscht.

Zu diesem Artikel gibt es keine Kommentare .

Unter den folgenden Schlagworten finden Sie weitere Informationen zu diesem Thema:
Waldbrände Gigarós .

Von: K.P. am 06. Februar 2009 keine Kommentare

Sintra Archiv

Seit dem Sommer 2007 werden die Wälder der Serra de Sintra zum Opfer eines systematischen Kahlschlags - angeblich zum Zweck der Waldbrandvermeidung.

Gefällt werden Zedern, Eichen und Pinien, oft mehr als hundert Jahre alt und schon unter D. Fernando II. gepflanzt.

Vielleicht wird am Ende nur eine Kulisse bleiben, eine grüne Fassade der Serra de Sintra. Wie es jetzt aussieht in der Serra de Sintra, wie sich das Gespinst dieses Märchenwaldes in eine traurige Mondlandschaft verwandelt, zeigen die Fotos im Blog von Pedro Macieira.

Eine Bürgerbewegung, öffentliche Proteste? Damit ist kaum zu rechnen.

Zu diesem Artikel gibt es keine Kommentare .

Unter den folgenden Schlagworten finden Sie weitere Informationen zu diesem Thema:
Wald .

Von: K.P. am 02. Februar 2009 keine Kommentare

Sintra Archiv

Der Parque Natural de Sintra – Cascais wurde am 11. März 1994 per Gesetz eingerichtet.

Der Parque Natural de Sintra umfasst das Gebiet zwischen der Küste von Cascais und dem Foz do Falcão im äußersten Nordwesten Sintras.

Als besonders schützenswert gilt diese Zone wegen ihrer geologischen, botanischen und landschaftlichen Charakteristika, das umso mehr als sie großem urbanen Druck ausgesetzt ist.

Ein Teil des Parque Natural de Sintra – Cascais wurde von der UNESCO als Kulturlandschaft ins Weltkulturerbe Sintras aufgenommen.

Ich fürchte, so institutionell und rechtlich verzwickt wie die unter Naturschutz stehenden Zonen in Sintra eingerichtet worden sind, so einfach fällt es auch die bestehende Gesetzgebung zum umgehen.

Zu diesem Artikel gibt es keine Kommentare .

Unter den folgenden Schlagworten finden Sie weitere Informationen zu diesem Thema:
Parque Natural de Sintra – Cascais .

Von: K.P. am 29. Januar 2009 keine Kommentare

Sintra Archiv

Im Sommer 2007 trauten so manche Wanderer und Autofahrer ihren Augen nicht, konnten sie doch beobachten, wie große Waldflächen der Tapada D. Fernando II. am Convento dos Capuchos abgeholzt wurden. Am Eingang zum Kloster sieht es heute aus wie nach einem Waldbrand. Von der dichten Vegetation ist nichts mehr geblieben, jetzt verläuft man sich in einer Wüstenlandschaft.

Doch kein Feuer war Ursache dieses Kahlschlags, kein großer Waldbrand wie 1966, 1979 oder 1991, für die Aktion war die PSML Parques de Sintra Monte da Lua verantwortlich. Und die konnte, nachdem sie zur öffentlichen Stellungnahme gedrängt wurde, es war Ferienzeit und nur ein paar Blogger wie Pedro Macieira ließen sich vom Lärm der Motorsägen erschrecken, auch ein paar Argumente für ihre Aktivitäten vorweisen.

(In Portugal wüteten 2003 die schlimmsten Brände seit 25 Jahren und zerstörten fast 400.000 Hektar Wald.)

(Keine Reaktionen kamen von der Associação Olho Vivo und der Associação de Protecção do Património de Sintra, nichts verstanden hat man bei Quercus.)

Wie Jaime Ferreira von der PSML erklärte, sollten die Maßnahmen den Schutz vor Waldbränden verbessern und aggressive Kulturfolger wie Akazien und Robinien, Klebsamengewächse (Pitosporos), Hakea salicifolia und Götterbäume (Aillanthus altissima) zurückdrängen. Gerade nach Bränden wucherten diese Bäume schnell, verdrängten autochthone Pflanzen und verbrauchten dabei große Mengen an Wasser.

Die Aufräumarbeiten und Rodungen sollten also zusätzlich zur Waldbrandvorbeugung die Biodiversität im Parque Natural de Sintra-Cascais sichern.

Nun konnte sich aber jeder vor Ort davon überzeugen, dass auch Bäume, die vermutlich unter D. Fernando II. gepflanzt wurden, also über einhundert Jahre waren, den Motorsägen zom Opfer fielen. Bei Malveira de Serra wurden Pinien und Zedern gefällt. Offensichlich ging es schlicht darum, ohne Rücksicht auf Verluste große Schneisen in den Wald zu schlagen. Tabula rasa.

Während die PSML behauptet, es gebe keinen Plan für die Nutzung der anfallenden Biomasse, Äste und Blätter würden zerkleinert werden, um in Zukunft als Bodendecker und für die Nährstoffentwicklung zu dienen, konnte man vor Ort die fast vollständig gesäuberten Flächen sehen. Die Baumstämme würden, so Jaime Ferreira, von den beteiligten Firmen zur Verbrennung abtransportiert werden. Bei diesen Unternehmen handelte es sich um "Sequoia Verde" und "Teleflora".

(Die PSML wurde schon einmal für illegale Abholzungen zur Verantwortung gezogen.)

Kaum vorstellbar, wie lange die Aufforstung dauern soll. Ohne Bäume keine Waldbrände, das scheint die Logik zu sein, die hinter den Maßnahmen steckt.

Waldsterben in Sintra 2009

Gefällt ist gefällt, der Skandal war schnell vergessen, Sintra wieder ein Stück hässlicher. Und dann ging es wieder los, Ort der Kahlschläge waren in den letzten Wochen die Wälder entlang der EN 247-3 zwischen Pena und Capuchos, die Tapada de Monserrate und die Tapadas do Mouco.

(Und wie vor zwei Jahre werden nicht nur Akazien, sondern auch Zedern, Pinien und Eichen gefällt, die keinesfalls von Krankheiten befallen sind. Es ist vielmehr so, dass der gepflanzte Bestand jetzt von Akazien bedroht wird.)

Der ehemalige Direktor der PSML (Parque Natural de Sintra-Cascais), Carlos Albuquerque, erklärt, dass die Interventionen allen Konzepten der Nationalen Forstaufsicht (Autoridade Florestal Naciona) zuwiderliefen. Durch die völlig ungerechtfertigten Kahlschläge sei die Biodiversität in dieser geschützten Region gefährdet und wachse die Gefahr von Bodenerosionen.

Der technische Leiter der PSML, Jaime Ferreira, meint dagegen noch immer, es ginge darum, durch Aufräumarbeiten das Risiko von Waldbränden zu vermindern. Seit 2007 seien bereits 333 Hektar des 360 Hektar umfassenden Gebiets unter der Aufsicht der PSML gesäubert worden. 20.000 Bäume seien neu gepflanzt worden, 5000 in den letzten Monaten, darunter Eichen, Kork- und Steineichen sowie Zedern. Bei den gefällten Bäumen handele es sich zu 95% um Akazien und Klebsamengewächse (Pitosporos). Das Holz sei im Tausch gegen Pflanzen an die Portucel geliefert, allerdings zum Teil auch verkauft worden.

Während die "Associação de Defesa do Património de Sintra" den Umweltminister zur Rede stellen will, stellt das Instituto de Conservação da Natureza e Biodiversidade (ICNB) fest, dass die Kahlschläge in der Serra de Sintra den Statuten des Parque Natural de Sintra-Cascais (PNSC) entsprechen und konnte bei einem Ortstermine keine Unregelmäßigkeiten feststellen.

Und was macht eigentlich die UNESCO?

Wie ein Artikel von Pedro Macieira zeigt, scheint das ganze Unternehmen das Symptom einer Raserei zu sein, einer Säuberungsaktion mit eher neurotischem als ökologischem Charakter: selbst ein Begleiter des gehegten und einsam wachsenden Eukalyptusbaumes am Eingang zum Convento dos Capuchos konnte jetzt nicht länger ertragen werden.

(Am Tag seiner Hochzeit, am 10. Juni 1869, hatte D. Fernando II. einen Eukalyptusbaum im Park von Pena gepflanzt.)

Zu diesem Artikel gibt es keine Kommentare .

Unter den folgenden Schlagworten finden Sie weitere Informationen zu diesem Thema:
Serra de Sintra Wald .

Von: K.P. am 26. Januar 2009 keine Kommentare

Sintra Archiv

Die Kreisverwaltung von Sintra hat jetzt ein Programm gestartet, um die in den 382 Restaurants der Gemeinden anfallenden Speiseölreste einzusammeln.

Aus dem Öl soll Biodiesel gewonnen werden.

Zu diesem Artikel gibt es keine Kommentare .

Unter den folgenden Schlagworten finden Sie weitere Informationen zu diesem Thema:
Biodiesel .

Von: K.P. am 26. November 2008 keine Kommentare

Azóia Archiv

Diese Grasnelke prägt die Heidelandschaft am Cabo da Roca. Im Frühling überzieht sie mit ihren weißen Blüten die Klippen.

(Die zur Familie der Bleiwurzgewächse (Plumbaginaceae) gehörende Grasnelke, auch spanische Grasnelke genannt, wächst in lehmigen und sandigen Böden und braucht viel Sonne.)

Zu diesem Artikel gibt es keine Kommentare .

Unter den folgenden Schlagworten finden Sie weitere Informationen zu diesem Thema:
Armeria pseudoarmeria Cabo da Roca .

Von: K.P. am 18. November 2008 keine Kommentare

Praia Grande Archiv

Seit 2004 wird öffentlich die Zerstörung eines der schönsten Flecken an der Küste zwischen Sintra und Cascais geplant. Hoch über dem Atlantik, zwischen Praia Grande (Rodízio) und Praia Adraga (Almoçageme), soll mitten im Naturschutzgebiet ein Hotelkomplex mit eintausend Betten entstehen.

Lange Zeit war das Projekt aus dem Blickfeld der Öffentlichkeit verschwunden, doch haben die Investoren seine Realisierung durchaus nicht abgeschrieben. Im Gegenteil: dass es um das Vorhaben still geworden war, lag sicherlich im Interesse der potentiellen Bauherren, die sich eine positive Klassifizierung ihres Unternehmens als PIN erhofften, ein im Juli 2005 eingeführtes Gütesiegel, mit dem bereits an vielen Orten des Landes die Verwüstung von Natur und Landschaft legalisiert wurde.

Der Antrag auf die Klassifizierung des Projekts als "Potencial Interesse Nacional (PIN)" wurde jedoch Anfang November 2008 zurückgezogen, da mit einem negativen Bescheid durch das Umweltministerium auf Basis eines Gutachten des Instituto da Conservação da Natureza Biodiversidade (ICNB) gerechnet werden musste. Das Projekt, so heißt es, sei nicht umweltvertäglich und mit den natürlichen Werten dieses Gebiets nicht vereinbar.

Investoren sind die Gruppe "Vila Galé" (unter der Geschäftsführung von Jorge Rebelo de Almeida) und die Familie Antunes, seit 1999 Eigentümerin des 55 Hektar umfassenden Areals.

Eine Sprecherin der Familie, Fátima Antunes, erklärt nun, dass man auch ohne die Einstufung als PIN am Bauprojekt festhalten werde und droht mit rechtlichen Schritten, sei doch der Kaufpreis für Grund und Boden nur deswegen so hoch ausgefallen, weil schon Ende der neunziger Jahre im Rahmen des Plano de Desenvolvimento Municipal (PDM) gewisse Zusagen erteilt worden seien.

In der Tat stuft bereits der 1988 von der Stadt Sintra verabschiedete Plano Director Municipal das Gebiets als Espaço Urbanizável (de Desenvolvimento Turístico) ein, als touristische Entwicklungszone; allerdings verletzte dieses Klassifizierung schon damals den Plano de Ordenamento do Parque- Natural.

In Kürze wolle man jedoch in Sintra die Baugenehmigung beantragen.

Die Geschichte dieser Spekulation reicht allerdings bis in die 70er Jahre zurück, als ein Engländer und ein Deutscher begannen, kleinere Stücken Land auf dem Falésias do Pego genannten Gebiet zu erwerben, die im Laufe der Jahre schließlich ein über 50 Hektar umfassendes Areal bilden sollten, von dem nun 13 Hektar als Bauland für einen 5-Sterne-Hotel mit 185 Zimmern, einen Appartmentkomplex mit 162 Zimmer sowie ein Feriendorf mit 75 zweistöckigen Wohneinheiten und selbstverständlich allen für diese Zielgruppe unvermeidlichen touristischen Einrichtungen ausgewiesen werden sollen: Spa und Kongresszentrum dürfen nicht fehlen, genau so wenig Tennisplätze und Pools.

Seit vier Jahren gibt es auch Widerstand verschiedener Umwelt- und Bürgerbewegungen gegen das Riesenprojekt. Dass diese gegen den Machtkomplex aus Politik und Wirtschaft kaum andere als juristische Chancen haben, wird klar, vergegenwärtigt man sich, dass 2004 und 2005 Anfragen an die Stadt Sintra zum Stand des Genehmigungsverfahren damit beschieden wurden, dass die gewünschten Auskünfte in der Datenverwaltung nicht auffindbar seien.

So kündigt jetzt auch Ana Cristina Figueiredo (Quercus) juristische Schritte an, nicht zuletzt deswegen, weil, trotz der vom Umweltministerium unter Nunes Correia in Aussicht gestellten Absage an die Klassifizierung des Projekts als PIN, das Umweltministerium legitime Bürgerinteressen in der Regel inoriert und von der Politik ein Schutz der noch verbleibenden ökologischen Ressorcen kaum zu erwarten ist.

Denn schon 2005 wurde das Projekt vom Umweltminister der Regierung Santana Lopes, Telmo Correia, und vom Bürgermeister der Stadt Sintra, Fernando Seara, als "estruturante" klassifiziert, als "strukturfördernde" Aktivität. (Telmo Correia will sich auf Nachfrage der Nachrichtenagentur Lusa an nicht Genaues mehr erinnern, wohl aber daran, die Einführung dieses Siegels unterstützt und abgesegnet zu haben.)

Die Klausel "estruturante" wurde - unter Ausschluss der demokratischen Öffentlichkeit - unter der Regierung Durão Barroso (und mit Amílcar Theias als Umweltminister) im Zuge der Revision des seit Januar 2004 gültigen "Plano de Ordenamento do Parque Natural Sintra-Cascais (POPNSC)" eingeführt, des "Ordnungsplans für den Naturpark Sintra-Cascais", um künftigen Bauprojekten einen Schlupfwinkel vor ökologisch und kulturell motivierter Gesetzgebung zu bieten.

In die staatlichen Institutionen, die die Natur- und Kulturlandschaften Sintras, zu denen ja bekanntlich auch ein Stück des Weltkulturerbes gehört, verwalten, sollte man jedenfalls keine Hoffnung investieren. Dass die Gesellschaft "Parque Natural de Sintra-Cascais (PNSC)" vor allem politisch-ökonomische Interessen exekutiert und eher die rasende Urbansierung als die Erhaltung der Kulturlandschaft fördert, zeigt sich darin, dass Carlos Albuquerque, damals Direktor der Gesellschaft "Parque Sintra-Cascais", die Revision des POPNSC leitete, aber von der Klassifizierung des Hotelkomplexes erst erfahren habe, nachdem er seine Funktion zu Gunsten eines neuen politischen Engagements wieder aufgegeben hatte.

Der Hotelkomplex ist geplant in einer vor Baumaßnahmen dieser Art seit dreißig Jahren gleich mehrfach geschützen Zone. Das Land ist nicht nur als Natur- und Vorgeschutzgebiet ausgewiesen, eingegliedert in das Rede Natura 2000 und als REN (Reserva Ecológica Nacional) klassifiziert, sondern auch im Rahmen des Plano de Ordenamento do Parque Natural de Sintra-Cascais (POPNSC) seit 2004 als Zona de Protecção Parcial do tipo I sowie durch den Plano de Ordenamento da Orla Costeira (POOC) geschützt; letzterer verbietet (wenn auch nicht selten vergeblich) unmittelbar an der Küste gelegene Bauten.

Há que fazer barulho ...

Hört auf zu bauen

Das Bild zeigt nicht das Bauland, aber das richtige Motto: Hört auf zu bauen!

Quellen

(Die Público macht im weltweiten Wettbewerb der dämlichsten Symbolfotos mit und zeigt im Artikel ein Bild des Küstenabschnitts oberhalb des Praia Pequena).

Zu diesem Artikel gibt es keine Kommentare .

Unter den folgenden Schlagworten finden Sie weitere Informationen zu diesem Thema:
Pego PIN POPNSC POOC Praia Adraga Praia Grande .

Von: K.P. am 26. Mai 2008 keine Kommentare

Colares Archiv

In Colares wird seit April 2007 Altspeiseöl zu Biodiesel recycelt.

Zwischen April und Dezember wurden 7.820 Liter Speiseöl gesammelt, aus denen 1.618,50 Liter Biodiesel gewonnen werden konnte.

Zu diesem Artikel gibt es keine Kommentare .

Unter den folgenden Schlagworten finden Sie weitere Informationen zu diesem Thema:
Biodiesel .

Von: K.P. am 05. März 2008 keine Kommentare

Sintra Archiv

Im Naturpark Cascais-Sintra hat es wieder einmal gebrannt.

233 Feuerwehrleute waren heute mit 67 Einsatzfahrzeugen und einem Helikopter im Einsatz. Das Feuer ist vermutlich durch Brandstiftung gegen 10 Uhr im Süden der Serra da Sintra ausgebrochen, beim Barragem Rio da Mula, in der Nähe der Golfanlage Penha Longa.

Starker Wind hat die Löscharbeiten erschwert, seit Mittag ist der Brand aber trotz immer wieder aufflackernder Feuer unter Kontrolle.

Zu diesem Artikel gibt es keine Kommentare .

Unter den folgenden Schlagworten finden Sie weitere Informationen zu diesem Thema:
Waldbrände Penha Longa Barragem Rio da Mula .

Von: K.P. am 07. Juni 2007 keine Kommentare

Sintra Archiv

Die Erweiterung der IC 19 führt zu erheblichen Kollateralschäden.

In einer Petition wird nun gefordert, die für den Straßenbau geopferten Bäume neu zu pflanzen und so die entstandenen Schäden wenigstens zu kompensieren.

Deste modo, e particularmente hoje dia 5 de Junho de 2007, em que se comemora o Dia Mundial do Ambiente, propomos lançar através deste meio, uma petição para apelar às entidades responsáveis pela empreitada de alargamento do IC 19 que tome de imediato medidas que garantam que quando esta obra terminar a situação natural seja reposta, pelo menos, que as árvores que venham a ser abatidas pela construção sejam totalmente repostas, contribuindo para repor o meio ambiente na forma em que se encontrava antes do início da obra em causa.

234 Leute haben unterschrieben.

Zu diesem Artikel gibt es keine Kommentare .

Unter den folgenden Schlagworten finden Sie weitere Informationen zu diesem Thema:
IC 19 .

Von: K.P. am 01. April 2007 keine Kommentare

Sintra Archiv

Am 27. März 2007 wurde in Quinta das Sequóias das „Protocolo de Valorização Energética da Biomassa“ unterzeichnet, das vorsieht, die bei der Säuberung der Serra de Sintra gesammelten natürlichen Ressoucen für die Energieproduktion zu verwenden.

Die Säuberungsmaßnahmen werden zur Verhinderung von Waldbränden durchgeführt.

Zu diesem Artikel gibt es keine Kommentare .

Unter den folgenden Schlagworten finden Sie weitere Informationen zu diesem Thema:
Protocolo de Valorização Energética da Biomassa .

Stadtführungen und Wanderungen durch Sintra

Wenn Sie an einer Wanderung durch die Serra de Sintra oder einer individuellen Stadtführung durch Sintra interessiert sind, benutzen Sie bitte das Kontaktformular.

Aktionen

Das Kasino von Sintra

In den zwanziger Jahren des 20. Jahrhunderts wollten einige Männer der Stadt Sintra ein neues Gesicht verpassen. Das Unternehmen ist mehr oder weniger gescheitert, was bleibt, ist eine leichte Irritation. Notizen zur Geschichte des Kasinos. [ Mehr ... ]

Wein aus Colares

Westlich von Lissabon, zwischen der Serra de Sintra und dem Atlantik liegt eines der kleinsten, aber auch eines der berühmtesten Weinbaugebiete Portugals. Notizen zu seiner Geschichte. [ Mehr ... ]

© Copyright 2008 Dr. Karsten Poppe